Animeserien Vorstellungs- und Bewertungsdiskussion

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  1. N. Wolvenheart
    N. Wolvenheart
    Dieser Thread dient dazu, der Gruppe eure zuletzt (oder zumindest zeitnah!) fertig geschaute Animeserie vorzustellen und zu bewerten.

    Die Form:

    Verfasst bitte einen kurzen Text (keinen Roman, aber mehr als ein paar Worte dürfen es schon sein), verliert ein paar Worte zur Serie an sich, zum Genre, zum Setting und zu den Charakteren.
    Vergebt bitte am Ende eine Bewertung von 1 (sehr sehr schlecht!) bis 10 (absolut perfekt!) entsprechend eurer persönlichen Meinung und postet 1 Bild aus der Serie.
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    Das sind die Spielregeln dieses Threads:

    Die Story sollte nur soweit in angedeutet werden, dass nichts gespoilert wird, also:

    RICHTIG: "Eine typische School-/Romance-/Comedy-Serie, der Held gerät von einer peinlichen Situation in die nächste - doch auch Herzschmerzmomente kommen nicht zu kurz."
    FALSCH: "Am Ende heiratet A. überraschenderweise doch nicht B. sondern C., die komischerweise in der letzten Folge wieder auftaucht. Der Mörder von D. war F. womit ich nie gerechnet hätte!"

    - Keine Diskussionen. Die Vorstellungen sind Meinungen, wenn du anderer Meinung bist, stelle die Serie erneut komplett vor oder schreibs dem Autor eine PN!
    - Keine Gesuche ("Kann mir jemand eine Serie wie Naruto empfehlen!?"), kein bitten um Empfehlungen.
    - Kein Post ohne vorgestellte Serie!
    - Ihr müsst die Serie komplett gesehen haben - stellt keine Serien vor, die ihr nach der Hälfte gedroppt habt, oder bei der ihr nach 3 Folgen so begeistert seit, dass ihr den Drang habt darüber zu schreiben! Eventuelle OVAs, Filme oder Specials müsst ihr nicht unbedingt alle gesehen haben.

    Genug reglementiert, ich lege mal vor:
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  2. N. Wolvenheart
    N. Wolvenheart
    GIRLS BRAVO (Season 1 = 11 Folgen, Season 2 = 13 Folgen)

    Girls Bravo ist eine Harem-/Ecchi-/Slapstick Serie wie aus einem Story-Zufallsgenerator - alle Elemente sind irgendwie ersetzbar, schon in tausend anderen Serien davor vorgekommen.
    Während aber andere Serien mit dieser "Situation" umgehen, indem sie sie weiter ins lächerliche ziehen und so eher als Parodie des eigenen Genres wirken, scheint sich GIRLS BRAVO im Rahmen seines Genres tatsächlich ernst zu nehmen.
    Das soll nicht heissen, dass die Serie ernst wäre - das Gegenteil ist der Fall: Slapstick, unabsichtliches spannen mit zwangsweise folgender Übertriebener Gewalt, und endlos leichte Unterhaltung steht auf dem Plan.

    Zum Setting: Yukinari wird auf Grund seiner kleinen Körpergröße von Mädchen nur geärgert und hat dadurch eine Allergie gegen das weibliche Geschlecht entwickelt. Einzig mit seiner Nachbarin/-Sandkastenfreundin Kirie hat er Umgang, auch wenn dies meistens mit Schlägen, Demütigungen und allergischen Anfällen endet.
    Nach einem derben Schlag von Kirie landet er durch ein Portal, welches sich in seiner Badewanne öffnet in einer anderen Welt, aus der er die rosahaarfarbene Miharu mitbringt.
    Welch Wunder: Miharu schmeiss sich nicht nur unglaublich an unseren Helden heran - sie ist auch das einzige Mädchen, dass KEINE allergische Reaktion bei ihm auslöst. Das löst natürlich nicht nur eifersüchtige Gefühle bei der heimlich in Yukinari verliebten Kirie (das darf ich schreiben, dass ist kein Spoiler, das wäre in JEDER Haremserie so!) und der später dazu stoßenden Lisa aus.

    Von Lisa kommen wir auch schon zu einem der deutlichsten Schwachpunkten der Serie - dem Charakterdesign:
    Lisas Bruder Kazuharu ist nicht nur gegen andere Männer allergisch, sondern auch ein "Plaboy" übelster Sorte - soll heissen:
    Schwerste sexuelle Nötigung und permanent versuchte nahezu Vergewaltigungen sollen uns in Slapstickszenen verpackt als Humor verkauft werden - das ist oft too much und sein Charakter wird erst in Staffel 2 angenehmer.
    Die eigentliche weibliche Hauptperson bleibt leider relativ blass - sie scheint im großen und ganzen eben ein hübsches gutmütiges Mädchen zu sein, dass naiverweise in allem nur das Gute sieht (oder mißversteht) und ansonsten auch nicht gerade die hellste ist.

    Die Story wird, abgesehen von der Einführung des Settings im Grunde nur in den letzten 2-3 Folgen von Staffel zwei weitergetrieben - alle anderen Folgen sind im Grunde nur Rahmen für eine Abfolge von Slapstickszenen, nackter Haut und flacher Witze.
    GIRLS BRAVO ist dabei nicht immer schlecht, unterhält sogar in weiten Teilen recht gut - insgesamt hätte aber eine Straffung der "Story" auf gesamt 12 Folgen der Serie sicher gutgetan.


    5/10 Punkte
  3. N. Wolvenheart
    N. Wolvenheart
    Die nächste gleich hinterher - hatte ich schonmal im Interessengruppenthread gepostet, also Kokosnusskopf dort eine entsprechende Animevorstellung vorgeschlagen hatte.

    Akikan!

    Ecchiserien nach dem Muster "junger Vollidiot kriegt durch Zufall ein/zwei/viele hübsche/s Mädchen mit mysteriöser Herkunft und magischen Fähigkeiten an die Seite, die ihn aus unerfindlichen Gründen abgöttisch anhimmeln" gibt es in Massen - und ich muss gestehen: Die meisten davon finde ich ziemlich witzig ^.^
    Akikan! dagegen macht so ziemlich alles falsch, was man in den beschränkten Grenzen dieses Genres falsch machen kann: Der männliche Hauptcharakter ist und bleibt die ganze Serie über ein unsympathischer Kotzbrocken, der weibliche Gegenpart ist zwar hübsch anzusehen aber eine Zicke sondersgleichen, die vom Genre vorgegebene entstehende Zuneigung der beiden im Laufe der Serie ist unglaubwürdig und die Story voller Plottlöcher und unvollendeter Nebengeschichten.

    Kurze Zusammenfassung (ohne Spoiler): Schüler Daichi sammelt Getränkedosen und erwischt eines Tages eine besondere Dose Melon Soda. Wenn er aus der Dose trinkt, verwandelt sie sich in das hübsche Mädchen Melon - ein Zug an ihrem Ohrschmuck macht das ganze Rückgängig. Melon und andere "Dosen-Mädchen" wurden von einer mysteriösen Organisation in Umlauf gebracht, um einen Meister/Besitzer zu finden und - mit magischen Fähigkeiten abhängig von der Getränkesorte - gegen andere Dosen-Mädchen zu kämpfen um am Ende als einzige Siegerin übrig zu bleiben (Highlander lässt grüßen!).

    Ernsthaft - spart euch die Zeit, schaut euch lieber Rosario + Vampire, To Love-Ru Trouble, Miro no Hibi oder Tayutama - Kiss on my Deity an: Alles Ecchiserien die bessere Unterhaltung bieten!


    3/10 Punkte
  4. N. Wolvenheart
    N. Wolvenheart
    Noch ein Beitrag aus dem alten Thread

    Macademi Wasshoi!

    Ist schon ein bisschen her, dass ich den gesehen habe, aber ich fand ihn toll!
    Genre: Fantasy, Harem, Romantic comedy, Parody
    Gibt eine 8/10 von mir - hat echt Spaß gemacht, aber ganz sicher das Genre nicht revolutioniert. Der Professor mit seinem "girls-with-animal-ears"-Fetisch ist mir sympathisch xD

  5. KokosnussKopf
    KokosnussKopf
    X
    Auch: X - 1999
    Deutscher Titel: X - Die Serie

    ("X" Englisch ausgesprochen [ˈɛks])


    War einer meiner ersten richtigen Anime, also keine Endlosanime.
    Die Serie wurde in Japan im Jahr 1999 veröffentlicht, wurde aber für diese Zeit wirklich sehr gut gezeichnet. Typisch in der Serie ist, dass die Anime Figuren ziemlich lange Beine haben - das sagt schon mal sofort, das es eine CLAMP Anime ist ^^
    X - 1999 Die Serie hat insgesamt 24 Folgen und ein Movie. Die Movie kam vor der Serie und hat im Grunde genommen die selbe Geschichte, die allerdings früher und etwas zusammengefasster erschienen ist als die Serie, worin auch mehrere Fragen offen bleiben, so lässt sich die 24-Fölgige Serie eher empfehlen.

    In X 1999 geht es um den Jungen Kamui, der auserwählt wurde und eine wichtige Rolle im sogenannten "Ende der Welt" spielt. Beim Ënde der Welt" geht es um ein Kampf zwischen Erddrachen, die die Welt zerstören möchten um es neu aufzubauen und um Himmelsdrachen, die die menschliche Welt beschützen wollen.
    Die Story ist recht beeindruckend und viele Gesprächsthemen kommen zu ziemlich realistischen Schlussfolgerungen. Auch wenn es etwas alt ist, ist die Zeichnung dennoch tadellos. Für 90er Jahre zumindest sehr gut ^^

    Auf YouTube lässt sich das sowohl Deutsche als auch das Japanische Opening anschauen. Das Deutsche Opening hat einen Erzähler der kurz zur Serie erklärt.

    Das Japanische Opening: http://www.youtube.com/watch?v=_B5HzKtvWx8&ftm=18
    Das Deutsche Opening: http://www.youtube.com/watch?v=1k5v0plj1AY&ftm=18

    Mir hat die Serie damals sehr gut gefallen. Bewertung 10/10. (Im Verhältnis zu den Zeiten der 90er Jahre)
  6. KokosnussKopf
    KokosnussKopf
    One Piece



    Nachdem ich One Piece letztes Jahr von der aller ersten Episode bis zur aktuellsten angesehen hatte, werden meine Nerven langsam aber sicher total verrückt weil ich seit Monaten nur eine neue Episode pro Woche bekomme. Und manchmal kam gar nichts weil in Japan die Ausstrahlung der neusten Episode aufgrund von bestimmten Feiertagen auf die darauffolgende Woche vertagt wird/wurde
    Wie immer habe ich möglichst Spoilerfrei geschrieben, Ihr könnt bedenkenlos weiter lesen!


    Ich finde One Piece gehört einfach zu den genialsten Anime überhaupt. Es hat zwar ziemlich viele Episoden, aber dass eine Anime bei der Menge noch so extrem tiefsinnig ist, habe ich noch nie erlebt. Es ist wirklich so, dass man unbedingt alle Episoden gesehen haben sollte bevor man mit den aktuellsten Arcs anfängt, und dabei sollte man definitiv nichts überspringen, nicht mal eine einzige Sekunde! Denn sehr viele Geschehnisse haben einen extremen Einfluss auf ältere Episoden, sogar bei 5xx wird man mit eintretenden Ereignissen konfrontiert, die noch zwischen der ersten und 60sten Episode früher stattgefunden hatte. One Piece lässt wirklich nichts aus, sogar kurze Szenen die einem total unbedeutend erscheinen, haben später eine noch größere Bedeutung als man sich je hätte vorstellen können. So erwähnt "Ruffy" - der Hauptcharakter in der Anime/Manga - mal kurz einen Satz den man nicht wirklich viel Bedeutung schenkt und mehrere Episoden später passieren Sachen, wo man sich sofort an diesen einen Satz erinnert und plötzlich merkt, dass man bereits vor gewarnt wurde. Darüber hinaus erfährt man anhand dieser "versteckten" Ereignisse auch mehr über einzelne Hintergründe der Charaktere, die sonst anders nicht erklärt werden. Und dieses Setting ändert sich auch nicht, was ich persönlich sehr gut finde, da so der Reiz und die Spannung der Serie noch weiter verstärkt wird. Aber um diese Geschehnisse so wie es dem Zuschauer prinzipiell vorgesehen wurde mit zu kriegen, muss man schon eine gewisse Vorliebe an Filme und Serien aller Art haben und darin trainiert sein, vieles auch so zu wahr zu nehmen und zu verstehen.

    One Piece handelt um eine epische Piratengeschichte mit großen Marinemächten und Piratenkönige, die in einer alternativ Welt stattfindet. Es ist also weder Japan noch die Erde mit konfrontiert, aber es sind dennoch teilweise japanische Sitten und Kulturen mit verbunden. Es ist auch mit wirklich viel Hintergrund und Story verbunden. Das "One Piece" ist ein Schatz den der letzte Piratenkönig "Gol D. Roger" hinterlassen hat und an seiner Hinrichtung ankündigte, das es der größte Schatz der Welt ist und er es irgendwo auf dieser Welt versteckt hat - direkt nach diesen Worten ist daraufhin eine neue Piratenära entstanden und es haben sich Weltweit Piraten angesammelt die sich auf die Suche nach diesem "Schatz" begeben haben - derjenige der diesen Schatz findet wird dabei auch der neue Piratenkönig. Richtig üble Mächte kommen dabei in's Spiel. Die Geschichte fängt aber ca. nach 20 Jahren der Hinrichtung von Gol D. Roger an. Der in dieser Zeit 16 Jährige junge Piratenkapitän "Monkey D. Ruffy" möchte der Piratenkönig werden und träumt schon seit seiner Kindheit davon. Er beginnt als einzelner Mann völlig "verpeilt" seine Reise an. Verpeilt, weil er nicht ahnt was ihm alles in seiner Reise erwarten wird. Er findet viele neue Kameraden und wird jedes mal durch total krasse Ereignisse konfrontiert. Von Zeit zu Zeit wird die Freundschaft zu seinen Kameraden dabei immer mehr verstärkt, bis sie sich schließlich von einer stark zusammenhaltende Familie nicht mehr unterscheiden. Manchmal wird dabei etwas übertrieben, aber der Reiz bleibt trotzdem extrem und die Spannung sehr hoch. Man erfährt alle Hintergründe jeden seiner Freunde. Erstaunlich ist es bei Ruffy, dass seine Crew nur aus wenigen Freunden besteht. Jeder von ihnen ist aber ein Meister in seiner Kunst. Man lernt dabei viele neue große Mächte kennen, ob Freund oder Feind und Ruffy hat auch durch total aussichtslosen Situationen zu kämpfen. Er beherrscht so wie manch andere eine besondere Kraft aber noch viel mächtiger ist Ruffys Entschlossenheit und sein Vertrauen an seine Freunde.

    One Piece ist nicht strikt und todernst, es ist gelegentlich auch ziemlich humorvoll und witzig, so hat man relativ oft auch was zu lachen


    Fazit: Alles in einem eine wirklich hervorragende Anime und auch die Manga ist genial, die aktuell noch weiter geschrieben wird. Mit gut über 558 Anime Episoden, 11 Movies und 677 Manga Kapiteln hat die Anime darüber hinaus recht wenige Filler. Der Autor der Manga Eiichiro Oda hat angekündigt, das One Piece mit der "Return to Sabaody" Arc für die aktuell noch fortführende Umsetzung der Story knapp bei der hälfte angelangt ist (Deshalb gibt es auch das "Second Half of One Piece", was soviel wie "Zweite Hälfte von One Piece" bedeutet). Das heißt man hat noch mindestens doppelt so viele Episoden zu erwarten. Ich persönlich finde das äußerst angenehm und nicht übertrieben, da so eine einzelne Geschichte einfach immer weiter geht und noch kein Ende sieht. Da hat man immer etwas worauf man sich freuen kann. Die Anime ist am Anfang noch nicht so fesselnd wie erst viel später in der Geschichte, aber es lohnt sich trotzdem auf jeden Fall - ich habe einige ganz besondere Arcs total durchgesuchtet, so fesselnd wie die waren und immer noch sind x). One Piece ist seit 2010 eines der erfolgreichsten Manga weltweit und ist die meist verkaufte Manga - zumindest habe ich das so vor kurzem erfahren.


    Meine Bewertungen:

    Allgemein: 9,5/10
    Story: 10/10
    Komödie/Humor: 9,5/10
    Fesselt: 8/10 (Ab Seabody Archipelago Arc: 10/10)

    Zeichnung (Endlosanime Verhältnisse): 8/10 (Ab Ice Hunter Arc: 10/10; wobei das eine kurze Filler Arc ist, sonst ab Sabaody Archipelago Arc: 10/10.)

    Zeichnung (Allgemein): 6/10 (Ab ice Hunter Arc: 8/10; Ab der zweiten hälfte von One Piece: 9/10)



    Und Hier noch ein paar interessante Wallpaper, auch aus der zweiten Hälfte von One Piece als Bonus. Aber Vorsicht, die Bilder enthalten möglicherweise extreme Spoiler!!! Ich empfehle die Wallpaper nur denen, die bereits bei der aktuellsten Episode angelangt sind!!!

    Wallpaper (Spoiler-Gefahrenstufe 10/10)   Wallpaper (Spoiler-Gefahrenstufe 10/10)
     
  7. KokosnussKopf
    KokosnussKopf
    Oreimo


    Der richtige Titel heißt "Ore no Imōto ga Konna ni Kawaii Wake ga Nai" und bedeutet soviel wie "Meine kleine Schwester kann gar nicht so niedlich sein". Aber es wird auch durch "Oreimo" abgekürzt. Es ist ein erfolgreicher Anime aus dem Jahr 2010 bis 2011 und ein erfolgreicher Manga welche bereits 2009 startete und 2011 abgeschlossen wurde.


    Die Anime hat ein ziemlich interessantes aber kompliziertes Setting, zugegeben hat es mich schon von Anfang an etwas verwirrt, aber etwas später habe ich letztlich doch noch durchgeblickt. Ich erkläre im Spoiler, aber nicht weil es direkt Spoiler enthält, sondern weil ich vermeiden möchte es zu verraten, Falls jemand selber über das Setting grübeln möchte ^^
    Meiner Meinung nach ist das durchaus ein sehr zu schätzender Wert, so etwas habe ich in einer Anime sonst noch nie Erlebt. 'Ist ein fettes Plus Punkt! Aber selbst wenn Ihr das liest, um das dennoch konkret zu verstehen müsste man Oreimo einfach mal selbst angeschaut haben.
    Spoiler:
    Die Anime wurde so rüber gebracht, das die Elemente an sich, sich als Anime wiedergeben. Dabei spiegeln sich die Inhalte die darin Vorkommen mit dem, wie die Anime tatsächlich entwickelt wurde. Sprich: das klingt jetzt zwar etwas doof, aber man könnte sagen Oreimo ist eine gleiche Anime im Anime.


    Oreimo hat eine relativ "verrückte" Geschichte. Es spielt in der normalen Gegenwart (kein Superpower o.ä.) und es geht hauptsächlich um die Geschwister Kirino(kleinere Schwester) und Kyosuke(älterer Bruder), die sich nicht besonders gut verstehen können. Das ganze hat absolut nichts mit Klieschehaften Themen oder sonst was zu tun, es ist wirklich etwas völlig neues. Dabei hat Oreimo viele total hinreisende Momente indem man das ganze echt leidenschaftlich anschauen mag, deshalb fesselt die Geschichte einen auch ziemlich gut. Es ist auch recht Humorvoll und manchmal witzig, selbst diese hinreisenden Momente bringen den Zuschauer teilweise zu Freudenlachen. In einigen wenigen Szenen hat mich das Verhalten von Kyosuke aber ziemlich enttäuscht, wo ich nicht gerade stolz auf ihn sein kann. Dennoch ist das mehr Ansichtssache. Mich hat es aber definitiv nicht dazu bewegt die Anime weniger wert zu schätzen, ganz im Gegenteil, teilweise haben diese Szenen auch das Gefühl erbracht, die Serie einfach weiter anschauen zu müssen. Die Serie hat auch seine Drama die teilweise total spontan und unerwartet auftritt. Die Letzte Episode die ich gesehen habe (Episode 12.5) hat mich sogar ein bisschen emotional down gemacht.
    Oreimo hat im großen und ganzen eine echt Wahnsinns Story, es ist auf jeden Fall jedem zu Empfehlen. Ich werde wohl auch die Manga dazu kaufen, sobald es irgendwann mal auf Deutsch übersetzt wird.

    Die eigentliche Anime besteht aus 12 Episoden, allerdings ist die 12. Episode doppelt vorhanden mit jeweils zwei verschiedene Abschluss Möglichkeiten. Episode 12 und 12.5 sind im Grunde die gleichen und fangen auch gleich an, aber 12.5 hat ein alternatives Ende das mit "True Route" bezeichnet wird. Darüber hinaus wird Episode 12.5 mit drei weiteren Episoden fortgesetzt, welche quasi dann 13 bis 15 darstellen. Insgesamt hat die Anime also 16 Episoden. (Ich habe bis 12.5 alles gesehen)
    Der Grund warum es ein alternatives Ende gibt, wird man spätestens bei Episode 12 erfahren. Und wenn jemand es auch bei 12.5 nicht verstanden hat, kann er/sie bei mir gerne Nachfragen, ich verrate es euch dann

    Edit: Die zweite Staffel von Oreimo läuft bereits und wird voraussichtlich 13 Episoden beinhalten. Der genaue Titel heißt Ore no Imouto ga Konna ni Kawaii Wake ga Nai II oder abgekürzt Oreimo II bzw. Oreimo 2.


    Fazit: Eine faszinierende, völlig neu gedrehte Story - empfehlenswert für beide Geschlechter. Das "perverse" an der Serie ist im Prinzip nicht wirklich als solches zu empfinden, ok die Story ist schon etwas durchgeknallt, aber der Sinn an sich ist ja selbstverständlich. Aber es erfordert viel Verständnis Vermögen gegenüber Serien und Filme allgemein, sonst wird man nicht alles in der Anime verstehen und es können Fragen offen bleiben. Mein persönliches Niveau ließ mir wie eigentlich fast immer keine Fragen offen, aber trotzdem ließen sich mir einige Wichtige Sachen erst später erläutern (Wie bereits auch schon oben erwähnt) und Ihr wisst ja wie hardcore mein Verständnis Vermögen in Sachen Anime/Manga ist


    Meine Bewertungen:

    Allgemein: 10/10
    Story: 10/10
    Komödie/Humor: 10/10
    Fesselt: 10/10
    Zeichnung: 10/10


    Selten habe ich solche Anime gesehen! Es ist einfach nur genial!!! Schaut euch die Anime an! Es lohnt sich!
    Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Review überzeugen!
  8. N. Wolvenheart
    N. Wolvenheart
    Mal wieder ein Review von mir, damit der Thread vielleicht mal ein wenig in Schwung kommt:

    This Ugly Yet Beautiful World (oder: ono Minikuku mo Utsukushii Sekai)
    (Bild offline)

    Diese Romance-/Comedy-/Drama-Serie von 2004 hat 12 Folgen und spielt in der Jetzt-Zeit. Die Geschehnisse beginnen damit, dass die Freunde Takeru (siehe Bild unten rechts) und Ryo (unten links) während sie gemeinsam mit dem Motorrad unterwegs sind einen seltsamen Lichtstrahl beobachten, der in einem Wald in der Nähe "einschlägt". Besonders Takeru fühlt sich zu diesem Licht hingezogen und so machen sie sich auf die Suche nach der Einschlagstelle - dort finden sie ein junges rothaariges Mädchen (Bild oben rechts), welches von Takeru "Hikari" getauft wird und keine genaue Erinnerung an ihre Herkunft hat. Kurz darauf taucht ein Monster auf und Takeru verwandelt sich in eine Art Supermenschen und kann das Monster, welches es auf Hikari abgesehen hat, besiegen.

    Nach dieser aufregenden ersten Folge wird die Handlung etwas ruhiger und Hikari lebt sich bei Takerus Verwandeten (wo er lebt, da ihn seine Mutter als Kind verlassen hat) und in seinem Freundeskreis ein. Auch Takerus Freund Ryo findet recht bald "sein" seltsames Mädchen (Bild oben links), die auf irgendeine Weise mit Hikari verbunden ist - mehr zur Story lässt sich schon nicht schreiben, ohne zu spoilern - soviel vielleicht noch: Es gibt gewisse Ähnlichkeiten zu Mass Effect Storyelementen

    Der Anime verwirrt in den ersten Folgen etwas, da eine ganze Reihe von Nebenfiguren im Grunde einfach da sind und gar nicht vorgestellt oder ihr Hintergrund genauer erklärt wird. Diese Figuren machen während des ganzen Anime dann auch keine wirkliche Entwicklung mit und bleiben etwas flach und blass. Dafür lernt der Zuschauer die Hauptcharaktere immer besser kennen, versteht durch Hinweise ihre Hintergründe und Herkunft sowie kann eine Entwicklung der Charaktere beobachten. Die Comedyelemente werden nach wenigen Folgen mehr und mehr durch Drama verdrängt, was der Ernsthaftigkeit der Story gut tut.

    Alles in allem ist der Anime lohnenswert, wenn auch nicht ohne Fehler. Es gibt die ein oder andere Fanserviceszene, ohne dass diese zu aufgesetzt oder dominierend wirken. Das Hauptthema des Anime lässt sich mit "Ist das Leben auf der Welt lebenswert, auch wenn es nicht immer schön ist?" umschreiben.

    Ich gebe This Ugly Yet Beautiful World eine solide Wertung von 6.8/10
    Kleinere Abzüge gibt es für den etwas sprunghaften Einstieg und die teilweise eindimensionalen und klischeehaften-Nebencharaktere (die heimlich verliebte Freundin aus Kindestagen, die ständig erfolglos den Mädels nachstellenden Schulkameraden, da wurde auf die Standard-Animecharakterschublade zugegriffen) und deren etwas unrealistische Reaktion auf die Geschehnisse. Auch von den typischen "Hot-Springs" und "Tag am Strand"-Folge wird man nicht verschont, aber die scheinen sich in diesem Genre wohl einfach nicht vermeiden zu lassen...
  9. KokosnussKopf
    KokosnussKopf
    Deadman Wonderland



    Erstmal möchte ich mich entschuldigen dafür das mein Review lange gedauert hat, ich hatte so einiges um die Ohren gehabt und weniger Freizeit für mich selbst. Aber nun ist es endlich so weit.
    Wie immer, und ich sage das immer wieder gerne , Ihr könnt bedenkenlos in diesem Review weiter lesen, ich versuche Spoiler immer möglichst zu umgehen. Hhmmm, vielleicht macht das ja meine Reviews so beliebt

    Diesmal geht es um Deadman Wonderland einem Action, Horror, Science Fiction, Superpower, Psycho, Killer Anime/Manga geschrieben vom Japanischem Manga Autor Jinsei Kataoka. Ja, die Manga ist wirklich so brutal wie es sich anhört. Ich denke ich habe in keinem anderen Manga so viele herum fliegende Körperteile und Blut gesehen als in Deadman Wonderland, das macht die Manga durchaus richtig krank. Nicht das es mich interessieren würde, ist die Altersfreigabe dennoch 16+.

    Die Geschichte spielt etwas in der Zukunft und findet hauptsächlich in Japan statt. Es ist keine Alternativwelt, beinhaltet jedoch Superpower Attribute. Es gibt im Grunde genommen drei Hauptcharaktere die besonders wichtig sind. Der Junge Ganta, die etwas verpeilte Shiro und ein mehr oder weniger geheimnisvoller "Roter Mann". Zudem gibt es noch viele weitere, auch wichtige und besonders zu deren Rollen angepasste, Charaktere. Diese haben alle auch ihre eigene Geschichte, deren Schicksal sie letztlich dahin geführt hat, wo sie jetzt sind. Als Zuschauer/Leser wird man die meisten von denen mögen, bestimmt!
    "Deadman Wonderland" ist im Endeffekt der Name eines Gefängnisses das auch gleichzeitig ein Vergnügungspark für die Öffentlichkeit ist. Das ganze wirkt sehr ironisch. Man wird schnell feststellen, dass dabei sehr viel manipuliert wird - auch über den normalen Verstand hinaus. Was ich damit meine werdet Ihr spätestens ab der zweiten Episode merken.
    Im Verlauf der Geschichte wird dem Zuschauer immer eine Aussichtslose Situation vermittelt, was die Serie auch so besonders macht. Man weiß nie wirklich ob nun ein Geschehen aussichtslos ist oder ob man da irgendwelche "Chancen" hat. Man ist quasi dazu "gezwungen" einfach weiter zu schauen und den Verlauf zu verfolgen. Der Überraschungseffekt ist dabei groß und fesselt den Zuschauer umso mehr.

    Die Anime besteht aus insgesamt 12 Episoden, die jedoch nicht einmal an die halbe Geschichte der Manga heranwächst und einem OVA, welches die Vorgeschichte eines Charakters in DW erzählt. Die OVA kann man sich nachdem man alle 12 Episoden gesehen hat anschauen. Zu Release ist die TV Fassung der Anime in Japan zensiert erschienen, welche unsere Deutschen Fansub Gruppen bereits in's Deutsche übersetzt haben (Japanische Dialoge und Deutsche Untertitel, versteht sich). Mittlerweile ist die Anime unzensiert in Japan auch auf BD (Bluray Disc) veröffentlicht worden. Die Deutsche Fansub Gruppe TnF (Tomo Ni Fansubs) hat angekündigt, dass sie auch die unzensierte BD Fassung demnächst übersetzen werden. Allerdings scheinen die BDs von DW einen ziemlich lächerlichen Kaufpreis zu haben (damit meine ich: übertrieben teuer) und es deshalb wohl noch eine weile dauern wird bis es so weit ist.
    Im Gegensatz zur Anime, ist die Manga natürlich vollkommen unzensiert, auch die offizielle deutsche Fassung der Manga. Auch wie erwartet, endet die Anime mitten in der Geschichte und fasst leider nicht mal die halbe Story der Manga zusammen. Wenn man diese Tatsache durchschaut, soll das vermutlich den Zuschauer dazu anreizen, die Manga zu kaufen. Nichtsdestotrotz, kann ich dennoch jedem die Manga empfehlen. Ich habe sie selber auch gekauft und bin sehr zufrieden damit. Die Deutschen Bände sind als Doppelbände erschienen, wobei ein Band zwei der japanischen Bände zusammen fasst. Die Doppelbände sind deshalb auch doppelt so groß und kostet demnach auch soviel wie zwei normale Bände. Die Manga wird vom Autor noch weiter geschrieben, es sind also noch weitere Bände zu erwarten.
    In dem folgenden Expander habe ich einige mehr oder weniger brutale Szenen der Manga Fassung für euch, damit Ihr euch den Unterschied der Zensuren im Anime vorstellen könnt. Auch bei den Bildern braucht ihr keine Srogen bezüglich zu Spoiler machen, das sind keine Szenen die euch etwas über die Story verraten könnten.

    Zensur Beispielbilder   Zensur Beispielbilder
     


    Fazit: Obwohl die Geschichte ziemlich "Krank" ist, bedeutet das noch lange nicht das es auch schlecht ist. Deadman Wonderland hat durchaus etwas fesselndes und die Story ist wirklich sehr interessant. Wenn man bedenkt das es auch Superpower beinhaltet, ist es durchaus ein Ding der Möglichkeit. Ich habe sowohl die Anime als auch die Manga soweit gelesen, da die Anime jedoch nicht mehr weiter geht, empfehle ich jedem auch die Manga zu lesen. Die Manga sollte man jedoch von Anfang an gönnen und nicht ab da, wo die Anime aufhört. Der Grund dafür ist, weil einige Geschehnisse während des Anime Zeitraums stattfinden, aber im Anime nicht vorkommen und dennoch sich im Manga über Kapitel zu Kapitel weiterleiten. Das bedeutet soviel wie, das über den gesamten Zeitraum der Anime auch Dinge im Manga vorhanden sind, die im Anime nicht einmal erwähnt werden.


    Meine Bewertungen:

    Allgemein: 9,5/10
    Story: 10/10
    Komödie/Humor: 8,5/10 [Ist nur im geringen Maße vorhanden]
    Fesselt: 9,5/10
    Zeichnung: 9,5/10

  10. N. Wolvenheart
    N. Wolvenheart
    Macross Frontier

    Vorweg: Ich hab wie schon geschrieben keine Macross-Vorkenntnisse gehabt, bevor ich die Serie angefangen habe. Die Serie spielt im Macross-Universum, die Charaktere/Story etc ist aber in sich geschlossen - es könnte zum besseren Verständnis helfen, wenn man zumindest den Macross-Artikel auf Wikipedia überfliegt: http://de.wikipedia.org/wiki/Macross (Keine Angst - dort gibt es keine Macross Frontier Spoiler!).

    MF vermischt eine typische "Space-SciFi" Geschichte mit einer Story über die Karriere von zwei Sängerinnen und ihren Beziehungen zum Kampfpiloten/Schönling Alto und hat damit auch einen (geringen!) Romantik-Anteil. Die Charaktere sind halbwegs interessant und haben nahezu alle ihre zu Anfang unbekannten Geheimnisse und Hintergründe, die teilweise aber zu wenig (oder gar nicht!) aufgeklärt werden, was viele Storywendungen etwas konstruiert erscheinen lässt und die Motivation für viele Handlungen bleibt einfach unklar! Die Gesangkarriere bzw. der Gesang der beiden weiblichen Hauptcharaktere hat später noch größere Bedeutung - zu Anfang wirkt dieser Storyteil aber unpassen und aufgesetzt: Ich hatte es (im anderen Thread) schon geschrieben - hunderttausende von Menschen (bzw. die Menschheit insgesamt) sind in großer Gefahr und dann geht es mehre Folgen am Stück nur um's rumgesinge.... Die Episoden mit großen Weltraumschlachten und viel Action machen vieles wieder wett, insgesamt blieb allerdings ein etwas fader Beigeschmack zurück:

    100% überzeugt hat mich die Serie nicht! Ich bin großer Fan der "Crest of the Stars"-Reihe (und ähnlicher Space-SciFi) und dieser kann Macross Frontier nicht das Wasser reichen - der Romantik-Anteil wirkt zu konstruiert und geht nicht tiefer, als in typischen Fanservicelastigen-Schoollife-Serien, der Actionanteil ist auch zu gering um das auszugleichen und die wirklich interessanten Charaktere (Klan!) bekommen zu wenig Screentime. Die Musik wird darüber hinaus schnell nervig - warum wird die eine Sängerin so blitzschnell zum Mega-Idol, wenn sie scheinbar ausschließlich EIN Lied, dass sie ständig singt, beherrscht (typischer J-Pop!). Dazu kommt, dass die häufig vorkommenden Gesangsszenen deutlich nicht Lippensynchron sind, so dass man den Eindruck hat, dass hier Vollplayback gesungen wird - für einen Anime, der seinen Fokus zum größten Teil auf dieses Element legt ist das meiner Meinung nach nicht OK!

    Das Hauptproblem, dass ich mit Macross Frontier also habe ist die Glaubwürdigkeit - man nimmt den Charakteren ihr Handeln schlicht nicht ab und kann es auf Grund mangelnder Vorinformationen (nicht zum Macross-Universum, sondern speziell zu den Charakteren) nicht nachvollziehen. Vielleicht funktioniert die Serie bei Macross Fans besser, ich war etwas enttäuscht und sie konnte mich nicht fesseln. Wer auf Weltraumaction steht und über den Rest hinwegsehen kann, wird sicher trotzdem solide unterhalten!

    Charaktere: 5/10 - unglaubwürdig, mehr hätte ich nur von Klan sehen/wissen wollen!
    Action: 8/10 - zu wenig, wenn dann aber richtig! Gigantische Raumschiffe, riesige Explosionen, Massenschlachten etc!
    Romantik: 5/10 - Scheint zu Anfang viel versprechend, flacht dann aber ab und bleibt im Niveau auf typischem "Er kann sich nicht entscheiden"-Slapstick-Serien-Level
    Musik: 5/10 - Beim ersten mal noch witzig, durch die arg begrenzte Songauswahl und ständige Wiederholungen aber auf Dauer nervig!
    Story: 6.5/10 - Unterhaltsam aber löchrige Storyline mit unglaubwürdigen Wendungen

    Gesamt: 6/10 (für jemanden, der Macross bisher nur vom Namen her kannte, eventuell Fanboi-Bonus von +1-2 möglich!)
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