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  1. Aloe Seed
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    Hallagar - Die lang ersehnte Rache

    #1
    Moin, moin. Ganz kurz vorweg: Ich möchte hier nicht die gesamte Geschichte veröffentlichen, das wäre des guten zuviel, da ich sie im Moment noch überarbeite. Wenn du mehr davon lesen willst, dann schau auf meiner Homepage vorbei!

    Hallagar - Die lang ersehnte Rache
    Prolog - Wie alles begann...

    Wir schreiben das Jahr des Kaisers Xeledon XII.

    Ein kleiner, junger Elf saß mit seiner Schwester und seiner Mutter am sehr leeren, aber gedeckten Essenstisch. Das Holz war so alt und morsch, dass jedes Gewicht durch die Platte zu brechen drohte. Hallagar war dünn gebaut, hatte kurzes, schwarzes Haar und nicht zu vergessen lange, spitze Ohren. Seine Schwester saß ihm zur linken. Sie trug ihr schönes blondes Haar als Zopf. Er reichte ihr schon bald bis zur Hüfte. Traurig schaute Hallagar jetzt seine Mutter an. Nicht, weil er nichts zu essen hatte. Das störte ihn nicht, er wurde immer satt. Doch er wusste, dass es schon morgen schwierig sein würde erneut einen Laib Brot zu ergattern. Die Mutter der beiden Kinder versuchte das immer so gut es ging zu verbergen, doch Hallagar konnte ihre Gedanken lesen. Die gute Frau verzichtete sogar manchmal auf ihr Abendessen, nur damit ihre kleine Tochter satt wurde. Ihr dürres Gesicht versuchte den Lippen ein Lächeln aufzuzwingen, doch es gelang nicht. Schweigend aßen sie wie jeden Tag seit Jahren still ihr Brot. Hallagar kannte es gar nicht anders. Denn seit seinen Windeltagen war er ohne seinen Vater aufgewachsen. Nur durch die Bilder wusste Hallagar überhaupt, wie sein Vater aussah. Auf einer Handelsreise nach O'gar, einer größeren Stadt Richtung Norden, wurde Valanor Sintuneus von Räubern überfallen und getötet. Seit diesem Tage bedrückte eine unaufhörliche Stille die ganze Familie.
    Das Brot kauend schreckte Hallagar auf einmal auf. Es hatte soeben geklopft. Er schaute seine Mutter an und sah die Angst in ihren Augen. Wer könnte das sein? Die einzigen, die hier klopften waren die Stadtwachen um die Steuern einzutreiben. Langsam und zaghaft stand Hallagars Mutter auf und ging auf die Tür zu. Sie öffnete einen Spalt breit und sagte dann: "Entschuldigt, doch wir haben nichts zu geben. Wir betteln selbst." Eine tiefe, raue Stimme flüsterte zurück: "Oh, ich habe schon was ich wollte. Habt Dank." Mit den letzten Worten, die Hallagar mit seinen guten Ohren vernahm hörte er ein Geräusch. Es klang wie das ziehen eines Schwertes aus der Scheide. Hallagars Augen schreckten auf, er schrie nur noch "Lauf Kasheela!", bevor er aufsprang und aus dem Zimmer ran. Was genau dann passierte wusste Hallagar nicht, er sah hinter sich ein helles Licht und hörte den Schrei seiner Schwester. Bibbernd saß Hallagar nun in der Ecke der Küche, ungeschützt. Er wusste nicht was er tun sollte. Dann geschah plötzlich etwas merkwürdig. Wie in Trance, als wüsste er was zu tun war, faltete er seine Hände und flüsterte: "Höre, Schicksal! Nur an dich zu denken sei verboten, so lernen wir. Doch in dieser Stunde der Not bitte hilf mir. Verloren habe ich Mutter und Schwester bitte lass mich nicht mich selbst verlieren." Auf einmal wurde Hallager bewusst, was er gerade gesagt hatte. Es heißt, wer das Schicksal anbetet wird in das Nichts verbannt. Eine trockene Einöde in der man ewige Qualen erleiden würde. Doch es geschah etwas ganz anderes. Ein Stab erscheinte vor Hallagars weichen Knien. Wieder fiel Hallagar in Trance und griff den Stab. "Hier bist du also.", sprach die raue Stimme des Mannes. Hallagar schaute ihn an. Der Mann war in eine schwarze Kutte gehüllt, sein Gesicht verdeckt. "Du hast meine Familie getötet. So wird gleiches mit gleichem vergolten. Dein Blut fließe, für das der meinigen! Astra Sala!" Der Mann stand einfach da, doch bei den letzten Worten lachte er. Das Lachen verstummte, als Hallagar den Stab zu drehen begann. Einmal, zweimal und ein letztes Mal. Er stampfte mit dem Stab auf den Boden. Aus der Spitze, schoss ein Strahl aus glühend roten Flammen direkt auf den Mann zu. Doch wie er gekommen war so verschwand er wieder. Still und plötzlich. Die Flammen trafen auf die Wand, welche sofort entflammte. Gerade noch schaffte der kleine Elf es sich aus dem Haus zu retten, bevor es in sich zusammen brach. Und an diesem Tage schwor sich Hallagar seine Familie zu rächen. Und er würde nicht ruhen, ehe der Mann, der für all dies verantwortlich ist tot wäre.

    Kapitel 1 - Schon wieder... (der erste Ring)

    Elf Jahre später war ein großer Tag für Hallagar. Denn am heutigen Tag war der Abschlusstag an der elfischen Magierakademie in Elbwald, seiner Heimatstadt. Seit dem Tod seiner Mutter und seiner Schwester hatte Hallagara alleine im Haus gewohnt, kaum einer wusste das. Tag für Tag war er auf sich alleine gestellt. Morgens ging er zur Schule, und Abends musste er Arbeiten, um sich sein Brot zu verdienen. Doch trotz aller Erschwernisse hatte er es geschafft.
    Mittlerweile ist unser Elf um einiges gewachsen und schon Zwanzig Jahre alt. Das schwarze Haar reichte ihm bis knapp über die Schultern. Und jetzt stand er zusammen mit seinen Kameraden in Reih und Glied um seine Urkunde entgegen zu nehmen. Aduras, der Leiter der Akademie, rief die Schüler nacheinander auf: "Dolora. Mumphor. Jennah." Hallagar war nun der einzige, der seine Urkunde noch nicht erhalten hatte. "Und nun, werte Damen und Herren, Elfinnen und Elfen, Gnominnen und Gnome, oder wer ihr auch seid, bitte ich um eure Aufmerksamkeit! Seit nun schon über 250 Jahren gibt es unsere Magierakademie, und am heutigen Tag kann ich voller Stolz behaupten, dass der folgende Elf nicht nur der beste Schüler dieses Jahres, sondern der beste Schüler aller Zeiten an dieser Akademie ist! Ich bitte um einen herzlichen Applaus für den Magier Hallagar!" Die Menge begann zu jubeln. Das ganze Dorf hatte sich versammelt um die neuen Talente zu verabschieden. Hallagar ging auf Aduras zu und kniete nieder, wie es jeder andere auch getan hatte. "Erhebe dich, Hallagar Sintuneus." Er gehorchte und stand auf. "Hiermit gratuliere ich dir, und allen anderen Absolventen, zum erfolgreichen Abschluss an unserer Akademie der höheren Magie." Wieder applaudierte die Menge. "Nun, Hallagar, darf ich euch bitten. Denn zu einem Meistermagier gehört natürlich auch ein Meisterhafter Zauberspruch. Ich darf also nun um applaus bitten für eine seltene und meisterhafte Ausführung des Flammenstrahls Astra Sala!" Die Menge jubelte und Hallagar genoss den Triumph. Trotz dem, was er durch machen musste hatte er es schon jetzt weit gebracht. Und seine Karriere als Magier hatte gerade erst begonnen. "ASTRA SALA", schrie Hallagar, während er seinen Stab drehte und ihn wie bei einem Schwertstoß nach vorne Stieß.
    Ein Flammenstrahl, aus glühendem, roten Feuer schoss aus dem fast Zwei Meter langen Stab. Der Strahl wurde länger und zog ein paar Kreise durch den riesigen Saal. Vereinzelt hörte man ein "ohhh" oder ein "wow", bevor Hallagar dann zur eigentlichen Besonderheit kam. Denn der Flammenstrahl teilte sich nun. Aus der anführenden Spitze des Flammenstrahls wurden zwei Strähle, die sich wieder teilten. Unzählige Strähle, gelenkt durch die Magie Hallagars zogen Kreise durch den Raum. Leiser und Erfurchtsvoller Applaus ging durch den Saal, auch die Schüler staunten. Sie hatten Hallagar diesen Zauber noch nie wirken sehen. "Kommen wir nun zum Höhepunkt!", sagte Aduras voller Stolz. Hallagar begann zu flüstern. "In Ashana 'la ho'nai en Astra go denai 'shu. Ogon 'dena!", die letzten beiden Worte rief Hallagar laut aus und er stampfte mit dem Stab auf den Boden. Die Spitzen der einzelnen Flammensträhle formten sich blitzartig um zu feurigen Drachenköpfen, die im Augenblick darauf aufeinander zu rasten und in einer hellen, starken aber harmlosen Explosion explodierten. Das Feuer der Strähle wurde durch die Druckwelle auseinander gerissen und hätte alles in Brand stecken müssen, doch die zuvor von Hallagar geflüsterten Worte sorgten dafür, dass die Flammen lediglich ein wenig warm waren, jedoch keinen Schaden zufügen konnten. Erneut, und zum letzten Mal in dieser Zeremonie, erhob sich tosender Applaus. Hallagar verbeugte sich.
    "Wirklich sehr beeindruckend.", hallte eine laute, tiefe Stimme durch die Halle. Alles verstummte und drehte sich gen Eingang, zur Richtung der Stimme. Hallagar erkannte diese sofort. Ein Mann in schwarzem Plattenpanzer stand im Tor. Auf seiner Brust war die Gottheit Galjim eingebrannt, ein verbannter Gott, der die Seelen ihm Totenreich gefoltert und geschändet hatte. "Wirklich. Wirklich beeindruckend." "Wer seid ihr?", fragte Aduras den eintretenden Mann, während er seinen Stab herbeizauberte. "Oh, verzeiht mir meine Manieren." Der Mann lachte Hämisch. Es war ein grausames Lachen. "Ich bin Tassar. Und ihr werdet euch sogleich wünschen, nie geboren zu sein." Blitzschnell zückte der Mann eine Axt und warf sie auf Aduras. Dieser streckte seinen Stab nach vorne und die Axt prallte an einem magischen Schild ab. Die verschiedenen Wesen, die sich versammelt hatten schrien auf und liefen panisch durch alle Ausgänge. Hallagar versuchte sich zu bewegen, seinen Stab zu schwingen, doch er konnte nicht. Ein Zauber hielt ihn fest an Ort und Stelle, so sehr er sich auch wehrte.
    Aduras stampfte nun ohne zu zögern mehrere Male auf den Boden. Tassar kam immer näher, doch beim zehnten Schlag mit dem Stab auf den Boden durchzog ein Bodenloser Riss den Raum, in dem Tassar stand. Doch dieser fiel nicht, wie erwartet in den Abgrund. Er schwebte über dem Riss und begann zu lachen. "Ein törichter Versuch. Schau, was passiert, elender!" Tassar schrie auf und schlug auf seine Brustplatte. Das von Galjim eingebrannte Gesicht begann zu leuchten. Der Erdriss unter Tassar schloss sich, doch immer noch leuchtete weiterhin. "Sag deine letzten Worte, alter Mann!", Tassar lachte. "Ich habe nichts zu sagen.", sprach Aduras und ließ seinen Stab los. Er Griff mit seiner rechten Hand an seine Linke, bevor Tassar erneut auf seine Brustplatte schlug. Der eben noch dagewesene Erdriss tat sich nun schlagartig unter Aduras auf. Der Magier wurde lautlos in den unendlichen Abgrund hinabgesogen, bevor sich der Riss wieder schloss. "NEEEEEEEEEEEEEEEEEEIIIIIIIIN!", schrie Hallagar. Der Zauber hatte sich gelöst und Hallagar zog mit der Linken Hand ein Schwert. "En'hego schanu!", schrie er und das Schwert vervielfältigte sich. Ein dutzend Schwerter richtete sich nun auf Tassar und flogen auf ihn zu. Und genau wie damals schaute Tassar ihm direkt in die Augen, als er verschwand. Die Schwerter flogen weiter und prallten an der Wand ab. Erneut war Tassar verschwunden. Hallagar fiel auf die Knie. "Nein Meister! NEIN! Aduras! Nicht schon wieder...", Tränen rannen über sein Gesicht, als er leise ein Stück Metall auf den Boden fallen hörte. Erschrocken drehte sich Hallagar dem Geräusch entgegen. Etwas kleines funkelte auf dem Boden. Es war ein Ring. Hallagar hob ihn auf und schaute ihn sich genauer an. Es war kein normaler Ring. Er war aus purem Gold, so schien es. Und dann trug der schlichte Ring noch einen Sockel. Und in diesem Sockel auf dem Ring, in dem normalerweise ein kleiner Edelstein glitzerte, loderte eine kleine Flamme, so groß wie die einer Kerze. "Was ist das?", fragte Hallagar laut, wohl wissend, dass niemand antworten würde. Aduras hatte ihn in die Luft geworfen, bevor er starb. Deswegen hatte er sich wohl an die Hand gegriffen. Vorsichtig und bereit ihn jeder Zeit abzuziehen ließ Hallagar den Ring über seinen rechten Ringfinger gleiten. Nichts geschah....



    So... bis hier hin. Das Kapitel ist zwar noch nicht zuende, doch ich denke, wen die Geschichte interessiert, der kann auch hier nochmal auf den Link klicken und weiter lesen

    Ich hoffe euch hat's gefallen, ich würde mich über Kommentare freuen.
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    "Es ist egal, wer wir sind, solange wir mit uns selbst zufrieden sind."

    Gedichte & Geschichten - www.hallagar.de
    Geändert von Hallagar (31.12.2011 um 09:21 Uhr)

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