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  1. Narr Benutzerbild von Silmar Alech
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    Silmar Alech
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    Sprüche aus dem Studium

    #1
    Beim sichten alter CD-Archive ist mir doch eine Datei in die Hände gefallen, auf der ich als bekennender Klugscheißer seinerzeit divers Lacher einiger Profs und Studis während meines Informatikstudiums festgehalten habe, und das will ich euch natürlich nicht vorenthalten:

    ; Sprüche von Professoren und Studenten, im Zeitraum WS 1993/1994 bis SS 1995
    ; gesammelt von A.W.

    "finale Inkompetenz"
    -- Prof Wentzel, Künstliche Intelligenz, 1993


    Das kann ja jeder Maschinenbauer!
    -- Prof B. Baumgarten, Numerik, 1993


    Jetzt malen Sie mit unruhiger Säuferhand ein welliges Polynom!
    -- Prof B. Baumgarten, Numerik, 1993


    Das Beispiel 2.1.1 fällt aus, das ist nur für Maschinenbauer.
    -- Prof B. Baumgarten, Numerik, 1993


    Herr Haake hat mich darum gebeten darauf hinzuweisen, daß bei Frage 7 die
    Antwort "ja" nicht ausreicht.
    -- Prof Haake, Gesellschaftliche Auswirkungen d. Inf., 1.1994


    Über 7 Bridges mußt du geh'n, dann kannst du den Server seh'n.
    -- T. Blob, Telekommunikation I, 1.1994


    2 hoch 10 - das muß ein Informatiker aus dem Kopf wissen.
    -- Prof B. Baumgarten, Numerik, 1.1994


    mit phi oder ALT-233
    -- Prof B. Baumgarten, Numerik, 1.1994


    Das kann für Sie ein Problem sein; für mich auch; aber ich kann besser
    damit leben.
    -- Prof B. Baumgarten, Numerik, 1.1994


    Baumgarten: "Was muß man machen, um den Bruch zu vergrößern?"
    Student: "Die Anzahl der Knochen verkleinern."
    -- Prof B. Baumgarten, Numerik, 1.1994


    "Und versuchen sie es möglichst alleine."
    "He, nicht so laut da hinten!"
    "Jetzt machen Sie das doch alleine."
    -- Prof Burkard, während der Klausur BWL/VWL, 1.1994


    Stimme aus dem Hörsaal: "Ich hab' keinen Bock mehr."
    Scholz: "Ich hatte heute morgen schon keinen..."
    -- Prof Scholz, Mikroprozessortechnik, 3.1995

    Also so wie Sie die Lösung vorgelegt haben, stellen wir die Aufgaben
    schon seit 3 Jahren nicht mehr.
    -- Prof J. Pester, Mikroprozessortechnik Praktikum, 1995


    Die Theorie ist interessant, aber nicht immer relevant.
    -- Prof B. Baumgarten, Petri-Netze, 3.1994


    Sie brauchen diesen Beweis schon gar nicht mitzuschreiben, der ist
    besonders unnütz.
    -- Prof B. Baumgarten, Petri-Netze, 4.1994


    Ich hatte letztens einen Zweitsemester, der war ganz stolz darauf in BASIC zu
    programmieren. Den haben sie wohl aus dem letzten Jahrhundert vergessen.
    -- Prof N. Krier, Systemimplementierungssprachen, 4.1994


    Student1: "Ich hätte gern gewußt, was er in SI noch gemacht hat."
    Student2: "Hä?"
    Student1: "Na, wo wir früher gegangen sind.
    -- T. Blob, 4.1994


    Es gibt die Möglichkeit Windows ordnungsgemäß zu beenden.
    -- Prof U. Bleimann, Telekommunikation II, 4.1994


    Ich habe nie den Eindruck zu erwecken versucht unfehlbar zu sein.
    -- Prof Frank, Mikroprozessortechnik, 4.1994


    Du hättest das mit dem Reichert nicht sagen dürfen, ich werde jetzt schon müde.
    -- K. Hölling, über die TK 1 Vorlesung, 4.1994


    Wenn's ein bißchen teurer wird, müssen Sie halt ein bißchen mehr zahlen.
    -- Prof U. Bleimann, Telekommunikation II, 4.1994


    TK I Praktikum, beim Arbeiten mit Windows:
    Student 1: "Was macht denn ihr?" (schwarzer Bildschirm)
    Student 2: "Is' abgestürzt."


    Bleimann: "Waren Sie nicht der mit dem Funktelefon?"
    Student: "Nein, er hat einen Hochspannungsmast."
    -- Prof Bleimann, Telekommunikation II, 5.1994


    (Antwort auf eine dumme Frage):
    Ich weiß zwar, daß es heiß ist. Aber ich wußte nicht, daß es so heiß ist.
    -- Prof Zimmerling, 6.1994


    Was soll ich denn mit dem Petri-Netz Buch "danach"? ["nach"=nach der Klausur]
    -- Student auf die Frage, ob man eine Sammelbestellung
    machen möchte


    ..R. Rudolf hatte am 4.7.1994, einem der heissesten Tage des Jahres, einen
    Regenschirm dabei.


    (Auf die Frage, ob auch Beweise in der Klausur drankommen):
    Nein, ich will doch nicht stundenlang korrigieren.
    -- Prof B. Baumgarten, 7.1994


    Wer vorne sitzt, soll einmal im Leben einen Vorteil haben nicht immer vom
    Prof vollgespuckt zu werden.
    -- Prof U. Bleimann, Bürokommunikation, 9.1994


    Ich will Ihnen Ihren Nachtisch ja nicht wegrationalisieren, wir fangen
    natürlich um 14.15 Uhr an, nicht um 14.00 Uhr.
    -- Prof Scholz, Multitaskingfähige Mikroprozessoren, 9.1994


    Die Speicherauslastung ist schwäbisch - jedes Byte wird genutzt.
    -- Prof Scholz, Multitaskingfähige Mikroprozessoren, 9.1994


    Das wäre sinnlos, aber korrekt.
    -- Prof Winkler, Übersetzer und Programmiersprachen, 10.1994


    ...so habe ich z.B. auch Geld dafür in Kauf genommen...
    -- Prof U. Bleimann, Bürokommunikation, 10.1994


    Kannst du mir das mit dem Treiber nochmal erklären? Da habe ich doch gerade
    einen Kaffee geholt.
    -- S. Schmied, 10.1994


    Wir teilen jetzt beide Seiten der Nichtgleichung duch Null.
    -- K. Fendt, 10.1994


    Student1: "Du schaffst ja richtig für das Praktikum!"
    Student2: "Ja, wenn der andere nichts macht?"
    -- U. Keitel, 10.1994


    Ich gehe davon aus, daß im Praktikum nichts illegales geschieht.
    -- Prof Zimmerling, BS II Praktikum, 10.1994


    Das erste Lösungsverfahren besteht darin, daß ich die Lösung angebe.
    -- Prof Groß, Differenzialgleichungen, 11.1994


    Damit gabs im letzten Semester Probleme, aber wir haben es trotzdem gemacht.
    -- Prof U.v.Groote, Lokale Netze, 11.1994


    (zu einem Studenten, während des Programmiersprachen-Praktikums):
    Sind Sie jemals in meiner Vorlesung gewesen?
    -- Prof Winkler, 11.1994


    Wenn wir schonmal mit falschen Begriffen aufräumen, dann fangen wir doch bei
    der Hardwareseite an, von der Softwareseite ist dies nicht zu erwarten. Die
    schweben doch auf ihrer objektorientierten Wolke. Das werde ich auch in meiner
    Pensionsrede erwähnen.
    -- Prof Scholz, Multitaskingfähige Mikroprozessoren, 11.1994


    Ist jemand da, der nicht da ist?
    -- Prof Zimmerling, Betriebssysteme II, 9.1994


    Wenn Sie woanders sein wollen, sind Sie hier falsch.
    -- Prof Winkler, Übersetzer und Programmiersprachen, 9.1994


    Ich soll ein Referat über die Datenschutztechniken in dem Programm halten -
    es gibt aber keine.
    -- unbekannt


    Ich verstehe gar nicht, soviel Leute haben TK als Schwerpunkt genommen. Vor
    allem bei _den_ Professoren. Die müssen absolut schwachsinnig sein.
    -- Prof Bleimann (TK-Prof), 12.1994


    Ich bin nicht betrunken, wenn Sie das meinen - nur müde.
    -- Prof Wienecke, unix, 12.1994


    (eine LA II Klausur liegt auf dem Tisch):
    Student1: "Macht einer von euch etwa freiwillig LA II???"
    Student2: "Nein, das lag hier so rum."
    -- 1.1995


    Bei den Aufgaben wäre es natürlich gut, wenn Sie das Praktikum schon gemacht
    hätten. Diese Leute hätten einen leichten Vorteil. Für die anderen ist es
    natürlich eine hervorragende Praktikumsvorbereitung.
    -- Prof Scholz, in der Klausur Mikroprozessoranwendungen, 1.1995


    Mit der letzten Aufgabe habe ich ein kleines Problem. Ich habe nämlich keinen
    Bock mehr.
    -- K. Fendt, 1.1995


    Da machen wir dann sowas wie Schwangerschaftsübungen: wir halten die Hände
    dicht über die Tastatur ohne was einzutippen.
    -- Prof Elben, Spez.Techniken, 4.1995


    Ich kenne unter meinen Kollegen keinen, der so brilliante Vorlesungen wie
    ich hält.
    -- Prof Elben, Spez.Techniken, 4.1995


    (auf ständige Zwischenfragen):
    Haben Sie den Herrn Zimmerling auch schon zur Weißglut gebracht?
    -- Prof Elben, Spez.Techniken, 4.1995


    Den bring ich um! Haben Sie es endlich verstanden?
    -- Prof Elben, Spez.Techniken, 4.1995
    _______________
    Für den einen ist es veraltet, für den anderen ist es ausgereift.

  2. Aloe Seed
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    #2
    Haha, da sind echt einige ganz gute dabei.
    Ich vergesse das leider immer und schreibe es mir auch nicht auf.

    Hier mal eine lustige Seite http://www.deecee.de/funny-stuff/spr...-sprueche.html

  3. Narr Benutzerbild von Silmar Alech
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    #3
    Zum Studium fällt mir noch eine Prüfungssituation ein, die ich ziemlich skurril fand.

    In einem Hauptfach im Informatik-Studiengang wollte der Professor überraschenderweise keine Klausur schreiben lassen, sondern eine mündliche Prüfung durchführen. Das war die Krönung, denn wir Studenten waren uns sowieso schon einig, dass er einen an der Waffel hatte. Ich weiß den Titel der Vorlesung nicht mehr genau, aber ich glaube es war "Methoden der Softwareentwicklung".

    Die Basis seiner Vorlesung war nämlich ein 10 Jahre altes Buch, das hoffnungslos veraltet war. Die Informatik war seinerzeit im totalen Wandel was die Mittel und Methoden anging, und die Entwicklung der letzten 10 Jahre auszublenden war grotesk. Die meisten dort drin beschriebenen Methoden waren zum Zeitpunkt der Vorlesung als überholt bekannt, selbst unter uns Studenten. Andere Vorlesungen, die einzelne aktuelle Methoden in großer Tiefe behandelten, wie z.B. den objektorientierten Ansatz, zeigten uns, was aktuell war. In seiner Vorlesung wurden diese Methoden nicht mit einem Wort erwähnt. Hat man ihn darauf angesprochen, hat er darauf nicht geantwortet.

    Man konnte die Vorlesung aber auch nicht abwählen, denn dieses Fach war Voraussetzung dafür, das Studium fortsetzen zu können.
    Man musste also im Wissen, dass der Inhalt der abgefragten Themen obsolet war, in die Prüfung gehen. Wenn gefragt wurde, wie heutzutage die Softwareentwicklung vonstatten geht, dann musste man erzählen, wie die Softwareentwicklung vor 10 Jahren vonstatten ging, aber nicht heutzutage.

    Die Prüfungsbedingungen waren skurril. Der Professor erklärte, dass er eine große Anzahl von Fragen auf Zettel geschrieben hat, und jeder Prüfling zwei oder drei (oder auch nur eine, weiss nicht mehr genau) dieser Fragen aus einem Topf ziehen sollte. Dann konnte man sich ein paar Minuten mit den Fragen beschäftigen, und dann sollte man über die Fragen frei referieren.
    Die Vorgehensweise sah so aus, dass man zum festgelegten Termin in Dreiergruppen antreten sollte, jeder zieht seine Fragen, und dann referiert nacheinander jeweils einer genau 10 Minuten vor dem Professor und zwei seiner Assistenten. Und dann kommt die nächste Gruppe rein.

    Die Benotung sah so aus, dass man eine 1 bekommen würde, wenn vom Professor oder seinen Assistenten keine Nachfrage zum Thema kam. Eine 2 sollte es geben, wenn eine Nachfrage kam. Eine 3 bei zwei Nachfragen, und so weiter.

    Also sass ich dann mit 2 meiner Kumpels vor der Tür und wartete, bis wir drankamen. Ich fragte mich, was wohl passieren würde, wenn das Thema einfach nicht genügend Stoff zum darüber referieren bot, und ich weniger als 10 Minuten brauchen würde. Würde der Professor seinerseits anfangen irgendwas zu fragen, um die Zeit zu füllen? Und ich eine 2 bekommen, obwohl ich eigentlich alles gewußt hatte?

    Wir wurden hineingebeten und mussten die Fragen ziehen. Ich hatte insofern Glück, weil ich Fragen bekam, über die ich Bescheid wußte. Inhaltlich gab es also kein Problem. Ich hatte ein zweites Mal Glück, als ich nicht sofort dran kam, sondern erst meine beiden Kommilitonen. Ich hatte also etwas mehr Zeit zum Nachdenken. Was würde geschehen, wenn ich das Thema zu schnell abhandelte? Ich konnte beobachten, wie das offenbar bei einem meiner Kommilitonen geschah, dem ich mit halben Ohr hinhörte. Er bekam eine 2.

    Da beschloss ich, den Professor totzulabern. Ihn einfach nicht zu Wort kommen zu lassen, egal wie sehr er den Mund aufmachen wollte. Nicht zu Wort kommen lassen bedeutet keine Nachfrage, und keine Nachfrage bedeutet Note 1. Das ist Logik. Die Qualität des Vortrags stand nicht im Vordergrund. Ich habe mir in der verbliebenen Zeit also Abschweifungen zurecht gelegt, die ich bringen wollte, wenn das eigentliche Thema fertig war. Dinge, die nicht ganz zum Kern des Themas gehörten, aber damit verbunden waren.

    Dann war ich an der Reihe, und ich habe geredet. Ohne Pause, atemlos. Thematisch war mein Vortrag in Ordnung. Es drehte sich sogar um Dinge, die halbwegs interessant waren und noch nicht so veraltet wie manch andere Teile des Vorlesungsstoffs. Ob ich die Abschweifungen gebraucht habe, weiß ich nicht mehr, aber ich habe immer mit dem Ziel referiert, die Zeit zu verbrauchen und keineswegs vor Ablauf der 10 Minuten zum Ende zu kommen. Am Ende habe ich tatsächlich niemanden zu Wort kommen lassen. Es gab die 1.

    Ich kann heute noch darüber den Kopf schütteln, so absurd war das ganze. Ich hatte nämlich während des ganzen Vortrags den Eindruck, dass die drei überhaupt nicht zuhörten und nachvollzogen, was ich sagte. Fast war ich ja versucht, irgendwas absurdes mit einfließen zu lassen, um die Reaktion zu testen, aber dazu war ich dann doch zu feige.
    _______________
    Für den einen ist es veraltet, für den anderen ist es ausgereift.

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