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  1. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Trollchen
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    Hessen

    Es weihnachtet

    #1
    Donnerstag, 12. September:

    Schoenster Altweibersommer - Noch einmal Menschen in T-Shirt und Sandalen an den Kiosken und in den Strassencafes. Bisher keine besonderen Vorkommnisse in der Nordstadt von Hannover. Dann ploetzlich um 10:47 Uhr kommt der Befehl von Aldi-Geschaeftsfuehrer Erich B.: "5 Paletten Lebkuchen und Spekulatius in den Eingangsbereich!"

    Von nun an ueberschlagen sich die Ereignisse. Zunaechst reagiert Minimal-Geschaeftsfuehrer Martin O. eher halbherzig mit einem erweiterten Kerzensortiment und Marzipankartoffeln an der Kasse.

    15:07 Uhr: Edeka-Marktleiter Wilhelm T. hat die Mittagspause genutzt und operiert mit Lametta und Tannengruen in der Wurstauslage.

    16:02 Uhr: Die Filialen von Penny und Plus bekommen Kenntnis von der Offensive, koennen aber aufgrund von Lieferschwierigkeiten nicht gegenhalten und fordern ein Weihnachtsstillstands - Abkommen bis zum 20. Oktober. Die Gespraeche bleiben ohne Ergebnis.


    Freitag, 13. September:

    07:30 Uhr: Im Eingangsbereich von Karstadt bezieht ueberraschend ein Esel mit Rentierschlitten Stellung, waehrend 2 Weihnachtsmaenner vom studentischen Nikolausdienst vorbeihastende Schulkinder zu ihren Weihnachtswünschen verhören. Zeitgleich erstrahlt die Kaufhausfassade im gleissenden Schein von 260.000 Elektrokerzen. Die geschockte Konkurrenz kann zunaechst nur ohnmaechtig zuschauen. Immerhin haben jetzt auch Kaufhof,REWE und Minimal den Ernst der Lage erkannt.

    09:00 Uhr: Edeka setzt Krippenfiguren ins Gemuese.

    09:12 Uhr: Minimal kontert mit massivem Einsatz von Rauschgoldengeln im Tiefkuehlregal.

    10:05 Uhr: Bei Kaufhof verirren sich dutzende Kunde in einem Wald von Weihnachtsbaeumen.

    12:00 Uhr: Neue Dienstanweisung bei REWE: An der Kaesetheke wird mit sofortiger Wirkung ein "Frohes Fest" gewuenscht. Die Schlemmerabteilung von Kaufhof kuendigt fuer den Nachmittag Vergeltungsmassnahmen an.


    Samstag, 14. September:

    07:00 Uhr Karstadt schaufelt Kunstschnee in die Schaufenster.

    08:00 Uhr: In einer eilig einberufenen Krisenversammlung fordert der aufgebrachte Penny - Geschaeftsfuehrer Walter T. von seinen Mitarbeitern
    lautstark: "Weihnachten bis zum aeussersten" und verfuegt den pausenlosen
    Einsatz der von der Konkurrenz gefuerchteten CD: "Weihnachten mit Mireille Matthieu" ueber Deckenlautsprecher. Der Nachmittag bleibt ansonsten ruhig.


    Montag, 16. September:

    08:00 Uhr: Anwohner der Schaufelder Strasse versuchen mit Hilfe einer einstweiligen Verfuegung die nun von Kaufhof angedrohte Musikoffensive "Heiligabend mit den Flippers" zu stoppen.

    09:14 Uhr: Ein Aldi-Sattelschlepper mit Pfeffernuessen rammt den Posaunenchor "Adveniat", der gerade vor Karstadt zum grosse Weihnachtsoratorium ansetzen wollte.

    09:30 Uhr: Aldi dementiert. Es habe sich bei der Ladung nicht um Pfeffernuesse, sondern Christbaumkugeln gehandelt.

    18:00 Uhr: In der Stadt kommt es kurzfristig zu ersten Engpaessen in der Stromversorgung als der von C&A beauftragte Rentner Erwin Z. mit seinem Flak-Scheinwerfer Marke "Varta Volkssturm" den Stern von Bethlehem an den Himmel zeichnet.


    Dienstag, 17. September:

    Die Fronten verhaerten sich; die Strategien werden zunehmend aggressiver.
    10:37 Uhr: Auf einem Polizeirevier meldet sich die Diabetikerin Anna K. und gibt zu Protokoll, sie sei soeben auf dem Platz von Leeds zum Verzehr von Gluehwein und Christstollen gezwungen worden. Die Beamten sind ratlos.

    12:00 Uhr: Seit gut einer halben Stunde beschiessen Karstadt, Kaufhof und C&A die Einkaufszone mit Schneekanonen. Das Ordnungsamt mahnt die Raeum- und Streupflicht an. - Umsonst!

    14:30 Uhr: Teile des Stadtbezirks sind unpassierbar. Eine Hubschrauberstaffel des Bundesgrenzschutzes beginnt mit der Bergung von Eingeschlossenen. Menschen wie Du und ich, die nur mal in der schoenen Herbstsonne bummeln und in der Eisdiele das letzte Eis geniessen wollten.



    Sonntag, 1. Advent

    10:00 Uhr
    In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt sich die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert 3 Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren.Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus.

    10:14 Uhr
    Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des 10-armigen dänischen Kerzen-Set ’Brömmerby’ zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 Fensterdekorationen.

    19:03 Uhr
    Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst arglos.

    20:17 Uhr
    Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogen-Filmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens an das Drehstromnetz.Tiere der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.

    20:56 Uhr
    Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachtlichen Stimmung beizutragen und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensemble ’Metropolis’, das zu den leistungsstärksten Europas zählt. Die 40m-Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch in sich zusammenfällt.

    21:30 Uhr
    Im Trubel einer Jul-Club-Feier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.

    21:50 Uhr
    Der 85-jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs ’VartaVolkssturm’ den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.

    22:12 Uhr
    Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg. Zuvor war eine Boeing 747 der Singapur Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhmeyer gelandet.

    22:37 Uhr
    Die NASA Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Experten in Huston sind ratlos.

    22:50 Uhr
    Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage, der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.

    23:06 Uhr
    In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23.12 den Schalter ihrer Kaffeemaschine.

    23:12:14 Uhr
    In die plötzliche Dunkelheit des Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verwirrte Menschen.

    Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.



    Endlich Schnee!

    8. Dezember
    Es hat angefangen zu schneien. Der erste Schnee in diesem Jahr. Meine Frau und ich haben unsere Cocktails genommen, sind stundenlang am Fenster gesessen und haben zugesehen wie riesige, weisse Flocken vom Himmel herunterschweben. Es sah aus wie im Märchen. So romantisch - wir fühlten uns wie frisch verheiratet. Ich liebe Schnee.

    9. Dezember
    Als wir wach wurden, hatte eine riesige, wunderschöne Decke aus weissem Schnee jeden Zentimeter der Landschaft zugedeckt. Was für ein phantastischer Anblick! Kann es einen schöneren Platz auf der Welt geben?
    Hierher zu ziehen war die beste Idee, die ich je in meinem Leben hatte. Habe zum ersten Mal seit Jahren wieder Schnee geschaufelt und fühlte mich wieder wie ein kleiner Junge. Habe die Einfahrt und den Bürgersteig freigeschaufelt. Heute Nachmittag kam der Schneepflug vorbei und hat den Bürgersteig und die Einfahrt wieder zugeschoben, also holte ich die Schaufel wieder raus. Was für ein tolles Leben!

    12. Dezember
    Die Sonne hat unseren ganzen schönen Schnee geschmolzen. Was für eine Enttäuschung. Mein Nachbar sagt, dass ich mir keine Sorgen machen soll, wir werden definitiv eine weisse Weihnacht haben. Kein Schnee zu Weihnachten wäre schrecklich! Bob sagt, dass wir bis zum Jahresende so viel Schnee haben werden, dass ich nie wieder Schnee sehen will. Ich glaube nicht,dass das möglich ist. Bob ist sehr nett - ich bin froh, dass er unser Nachbar ist.

    14. Dezember
    Schnee, wundervoller Schnee! 30 cm letzte Nacht. Die Temperatur ist auf -20 Grad gesunken. Die Kälte lässt alles glitzern. Der Wind nahm mir den Atem, aber ich habe mich beim Schaufeln aufgewärmt. Das ist das Leben! Der Schneepflug kam heute nachmittag zurück und hat wieder alles zugeschoben. Mir war nicht klar, dass ich soviel würde schaufeln müssen, aber so komme ich wieder in Form. Wünschte ich würde nicht so Pusten und Schnaufen.

    15. Dezember
    60 cm Vorhersage. Habe meinen Kombi verscheuert und einen Jeep gekauft. Und Winterreifen für das Auto meiner Frau und zwei Extra-Schaufeln. Habe den Kühlschrank aufgefüllt. Meine Frau will einen Holzofen, falls der Strom ausfällt. Das ist lächerlich - schliesslich sind wir nicht in Alaska.

    16. Dezember
    Eissturm heute Morgen. Bin in der Einfahrt auf den Arsch gefallen, als ich Salz streuen wollte. Tut höllisch weh. Meine Frau hat eine Stunde gelacht. Das finde ich ziemlich grausam.

    17. Dezember
    Immer noch weit unter Null. Die Strassen sind zu vereist, um irgendwohin zu kommen. Der Strom war 5 Stunden weg. Musste mich in Decken wickeln, um nicht zu erfrieren. Kein Fernseher. Nichts zu tun als meine Frau anzustarren und zu versuchen, sie zu irritieren. Glaube, wir hätten einen Holzofen kaufen sollen, würde das aber nie zugeben. Ich hasse es, wenn sie recht hat! Ich hasse es, in meinen eigenen Wohnzimmer zu erfrieren!

    20. Dezember
    Der Strom ist wieder da, aber noch mal 40 cm von dem verdammten Zeug letzte Nacht! Noch mehr schaufeln. Hat den ganzen Tag gedauert.
    Der beschissene Schneepflug kam zweimal vorbei. Habe versucht eines der Nachbarskinder zum Schaufeln zu überreden. Aber die sagen, sie hätten keine Zeit, weil sie Hockey spielen müssen. Ich glaube, dass die
    lügen. Wollte eine Schneefräse im Baumarkt kaufen. Die hatten keine mehr. Kriegen erst im März wieder welche rein. Ich glaube, dass die lügen.
    Bob sagt, dass ich schaufeln muss oder die Stadt macht es und schickt mir die Rechnung. Ich glaube, dass er lügt.

    22. Dezember
    Bob hatte recht mit weisser Weihnacht, weil heute Nacht noch mal 30 cm von dem weissen Zeug gefallen ist und es ist so kalt, dass es bis August nicht schmelzen wird. Es hat 45 Minuten gedauert, bis ich fertig angezogen war zum Schaufeln und dann musste ich pinkeln. Als ich mich schliesslich ausgezogen, gepinkelt und wieder angezogen hatte, war ich zu müde zum Schaufeln. Habe versucht für den Rest des Winters Bob anzuheuern, der eine Schneefräse an seinem Lastwagen hat, aber er sagt, dass er zu viel zu tun hat. Ich glaube, dass der Wichser lügt.

    23. Dezember
    Nur 10 cm Schnee heute. Und es hat sich auf 0 Grad erwärmt. Meine Frau wollte, dass ich heute das Haus dekoriere. Ist die bekloppt ? Ich habe keine Zeit - ich muss SCHAUFELN !!! Warum hat sie es mir nicht schon vor einem Monat gesagt? Sie sagt, sie hat, aber ich glaube, dass sie lügt.

    24. Dezember
    20 Zentimeter. Der Schnee ist vom Schneepflug so fest zusammengeschoben, dass ich die Schaufel abgebrochen habe. Dachte ich kriege einen Herzanfall. Falls ich jemals den Arsch kriege, der den Schneepflug fährt, ziehe ich ihn an seinen Eiern durch den Schnee. Ich weiss genau, dass er sich hinter der Ecke versteckt und wartet bis ich mit dem Schaufeln fertig bin. Und dann kommt er mit 150 km/h die Strasse runtergerast und wirft tonnenweise Schnee auf die Stelle, wo ich gerade war. Heute Nacht wollte meine Frau mit mir Weihnachtslieder singen und Geschenke auspacken, aber ich hatte keine Zeit. Musste nach dem Schneepflug Ausschau halten.

    25. Dezember
    Frohe Weihnachten. 60 Zentimeter mehr von der Scheiße. Eingeschneit. Der Gedanke an Schneeschaufeln lässt mein Blut kochen. Gott, ich hasse Schnee! Dann kam der Schneepflugfahrer vorbei und hat nach einer Spende gefragt. Ich hab ihm meine Schaufel über den Kopf gezogen. Meine Frau sagt, dass ich schlechte Manieren habe. Ich glaube, dass sie eine Idiotin ist. Wenn ich mir noch einmal Wolfgang Petry anhören muss, werde ich sie umbringen.

    26. Dezember
    Immer noch eingeschneit. Warum um alles in der Welt sind wir hierher gezogen? Es war alles IHRE Idee. Sie geht mir echt auf die Nerven.

    27. Dezember
    Die Temperatur ist auf -30 Grad gefallen und die Wasserrohre sind eingefroren.

    28. Dezember
    Es hat sich auf -5 Grad erwärmt. Immer noch eingeschneit. DIE ALTE MACHT MICH VERRÜCKT !!!

    29. Dezember
    Noch mal 30 Zentimeter. Bob sagt, dass ich das Dach freischaufeln muss, oder es wird einstürzen. Das ist das Dämlichste was ich je gehört habe. Für wie blöd hält der mich eigentlich?

    30. Dezember
    Das Dach ist eingestürzt. Der Schneepflugfahrer verklagt mich auf 50.000 Euro Schmerzensgeld. Meine Frau ist zu ihrer Mutter gefahren. 25 Zentimeter vorhergesagt.

    31. Dezember
    Habe den Rest vom Haus angezündet. Nie mehr Schaufeln!

    8. Januar
    Mir geht es gut. Ich mag die kleinen Pillen, die sie mir dauernd geben. Aber... warum bin ich ans Bett gefesselt?



    * Erster Dezember 2004

    Hurra, ich darf das erste Fenster meines Adventskalenders öffnen. Ein Schokoengelchen. Ich liebe den Advent.



    * Zweiter Dezember 2004

    Eine Glocke. Ich lasse die Schokolade auf meiner Zunge zergehen und bekomme einen zärtlichen Kuss meiner Liebsten. Die Adventszeit ist immer so romantisch.



    * Dritter Dezember 2004

    Kollege Meier erzählt mir von seinem tollen Adventskalender mit Pralinen und kleinen Geschenkchen. Ich freue mich für ihn. Ich hatte ein Schokoauto.



    * Vierter Dezember 2004

    Ein Schokokopf. Nichts nennenswertes passiert.



    * Fünfter Dezember 2004

    Kollege Niederkopf erzählt in der Kantine schmutzige Adventswitze. Habe aus Höflichkeit mitgelacht. Frl. Blasewetter sah pikiert zu Boden. Schokotannenzweig.



    * Sechster Dezember 2004

    Nikolaustag. Meier kommt mit einem Nikolauskostüm und verteilt Schokoladeund Kondome. Lustiger Scherz. Ich mache mich über die Schoki her und schiebe die Kondome unserer jungen, allerdings auch sehr hübschen Azubine zu. Schutz ist heute so was von wichtig. Vor allem für die Jugend. Demnächst muss ich mich wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz äußern.



    * Siebter Dezember 2004

    Meine Liebste scheint sich über den Wischmop den ich ihr zum Nikolaus schenkte irgendwie nicht zu freuen. Ist äußerst muffig heute. Schokoschlitten im Kalender. Kolleginnen gehen mir aus dem Weg. Menschenskind, ich wollte doch wirklich nur das Beste für die Kleine. Frl. Blasewetter murmelte was von "Ja, ja" und ".. sein bestes Stück".



    * Achter Dezember 2004

    Zweiter Advent. Meine Liebste war wieder versöhnlich. Zumindest bis zu dem Zeitpunkt als ich mein Sturmfeuerzeug zum Entzünden der zwei Kerzen auf dem Adventskranz zückte. Bei den anderen brannten nur zwei mickrige Kerzen, bei uns der ganze Kranz. Warum war das Holz auch nur so trocken?



    * Neunter Dezember 2004

    Anschiss wegen Nikolaustag. Die Frauenbeauftragte unserer Firma grinste hämisch. Eintragung in der Personalakte. Als ich wieder an meinen Schreibtisch zurück kam fand ich zwei Kondome auf meinem Platz liegen. Schnell steckte ich sie ein. Schokoflugzeug.



    * Zehnter Dezember 2004

    Hatte einen Schokohasen im Kalender und einen eiskalten Hasen mir gegenüber am Frühstückstisch sitzen. Sie hatte die Gummis in meiner Tasche gefunden. Meine Beteuerungen das ich ihr ewig treu bin prallten an ihr ab wie ein Zwerg an Santas Bauch. Frostiger Empfang im Büro und auch am Abend Zuhause. Habe Angst vor Frostbeulen.



    * Elfter Dezember 2004

    Azubine kam im Minirock. Das macht sie extra. Ignoriere sie geflissentlich. Meier pfeift ihr nach. Blöd, das er das auf der Türschwelle in sein Büro machte und ich allein auf dem Gang stand als sie sich umdrehte. Termin beim Boss für morgen in Outlook eingetragen. Mausi ist immer noch sauer



    * Zwölfter Dezember 2004

    Meier schwärmt wieder davon was er heute in seinem Kalender fand. Er geht mir auf den Nerv. Der Boss glaubt mir meine Schilderung des Vorfalls am Vortag nicht. Zweite Eintragung und eine dringende Empfehlung einen Bogen um Auszubildende und Minderjährige zu machen.



    * Dreizehnter Dezember 2004

    Schatzi spricht wieder mit mir. Ich wünschte nur es wäre was freundlicheres als "Bring den Müll raus". Hatte das Büro für mich allein. Zumindest gingen alle als ich es betrat. Als ich mich in der Kantine zu meinen Kollegen setzte standen diese auf. Mir fiel auch auf das sie mich heute nicht fragten ob ich zum essen gehe. Komisch.



    * Vierzehnter Dezember 2004

    Die Nachbarkinder machten eine Schneeballschlacht. In einem Anfall eines jugendlichen Gefühls machte ich mit. Blöd das sich ein Stein in meinem Schneeball versteckte. Ich überschlug im Geiste wie viel eine Katze kosten könnte. Was muss das Vieh auch in die Wurfbahn springen.



    * Fünfzehnter Dezember 2004

    Dritter Advent. Behutsam entferne ich den "Katzenmörder"-Zettel von meiner Haustür. Mein Mäuschen war am Kofferpacken. Sie hatte mit einer Freundin telefoniert die lustigerweise mit einem meiner Kollegen verheirate war.. Meine Erklärungsversuche scheiterten.



    * Sechzehnter Dezember 2004

    Hatte einen Schokotannenbaum im Kalender. Ich fand Schokolade nicht mehr so spannend. Mausi fehlt mir.



    * Siebzehnter Dezember 2004

    Hab mit Mausi telefoniert. Konnte sie nach stundenlangen Betteln und überreden dazu bringen wieder zurück zu kommen. Wir lagen uns weinend in den Armen. Als wir später ins Bett gingen kreuzte ein neues Problem auf. Stress erzeugt tatsächlich Impotenz. Ich war immer stolz darauf dass er stand wie ein Weihnachtsbaum. In dieser Nacht war's eher eine Trauerweide.



    * Achtzehnter Dezember 2004

    In der Arbeit reißt Meier Pädophilenwitze. Werde dabei von Kollegen lachend angesehen. Gedanken an einen Axtmord durchschleichen meine Hirnwindungen.



    * Neunzehnter Dezember 2004

    Schokoschlitten. Bin frustriert. Sex hat letzte Nacht wieder nicht geklappt. Mausi seufzt jedes Mal bei meinem Anblick.



    * Zwanzigster Dezember 2004

    Kleiner Umtrunk. Meier gibt einen aus. Meier will auf kameradschaftlich machen und haut mir auf die Schulter so das ich mein Glas verschütte. Laufe panisch aufs Klo. Solche Flecken bekommt man später nicht mehr raus. Verdammt. Falsche Tür. Stehe nur in Unterhosen vor der Azubine. Sie hat nen Mini an. Das Gute daran: die Impotenz ist augenscheinlich vorbei.



    * Einundzwanzigster Dezember 2004

    Ich lese zum dritten Mal die Kündigung während Mausi weinend ihre Sachen packt. Ihre Mutter im Auto hupt schon. Hatte eine Schokoweihnachtskugel..



    * Zweiundzwanzigster Dezember 2004

    Ein Nachbar wünscht mir frohe Feiertage. Ich haue ihm ein blaues Auge... Habe kurz darauf selber eines. Der Freund der Azubine freute sich nicht so sehr über den Behandlungserfolg seiner Freundin bei meinem kleinen Schwellkörperproblem.



    * Dreiundzwanzigster Dezember 2004

    Die Polizei steht vor der Tür. Ich denke sie sind wegen des kleinen Vorfalls im Supermarkt mit einem verkleideten Weihnachtsmann hier. Egal was mit mir passiert, Er würde keinen Nachwuchs mehr zeugen. Sie drohen die Tür einzutreten. Als Antwort schicke ich ihnen meinen lichterloh brennenden Weihnachtsbaum den ich aus dem Badezimmerfenster im ersten Stock fallen lasse. Ich hätte den Baum doch nicht schon im Wohnzimmer anzünden sollen. Nun hat auch die Feuerwehr ein dringendes Bedürfnis meine Wohnung von innen zu besichtigen. Ich sitze auf dem Dach und singe Weihnachtslieder die nicht unbedingt für Kinderohren gedacht sind.



    * Vierundzwanzigster Dezember 2004

    Ich feiere Weihnachten mit Bob. Wir teilen uns unsere Zelle. Bob ist sehr nett. Er mag mich. Er sagt er habe ein Geschenk für mich. Ich freue mich schon, wenn ich es auspacken darf. Bob sagt, es ist etwas für jeden Tag. Aber warum kommt der Weihnachtsmann mit dicken Sack und strammer Rute?



    Ein Weihnachtsgedicht!!

    Denkt Euch, ich hab das Christkind geseh'n,
    ich hab's überfahren, es war ein verseh'n.
    Ich hatte gerade die Äuglein zu
    Und träumte beim Fahren in himmlischer Ruh.
    Das Christkind'l hat in dieser heiligen Nacht,
    Bekanntschaft mit meinem Kühler gemacht.

    Später sah ich auch noch den Weihnachtsmann
    Er feuert gerad' seine Rehntiere an.
    Ich überholte den langsamen Wicht,
    doch sah ich den Gegenverkehr dabei nicht.
    Ich wich noch aus, doch leider nicht Santa,
    ein kurzes Rummsen, und er klebte am Manta.

    Am Ende sah ich auch noch den Nikolaus,
    er stürmte von rechts aus dem Freudenhaus.
    Er kam ganz hektisch über die Kreuzung gelaufen,
    wollte am Automaten neue Präser sich kaufen.
    Mein Auto und mich hat er wohl nicht gesehen,
    jedenfalls blieben nur seine Stiefel stehen.
    So ist die Moral von dem Gedicht,
    fahr' zu schnell dein Auto nicht.
    Denn als ich zu Hause war, da musste ich heulen,
    mein schöner Wagen, der hatte drei Beulen.
    Vom Nikolaus, vom Christkind und von Santa Klaus,
    tja das nächste Jahr fällt Weihnachten wohl aus...



    Weihnachtsmann vor Gericht

    Lieber guter Weihnachtsmann,
    jetzt ist's soweit, jetzt bist du dran.
    Mein Name der ist Syndikus,
    die Folgen sind schon bewusst?
    Mein Chef ist nämlich Rechtsanwalt.
    Der klagt dich an, der stellt dich kalt.
    Schon seit vielen hundert Jahren,
    bist du nun durchs Land gefahren,
    ohne Nummernschild und Licht.
    Auch TÜV und ASU hast du nicht.
    Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
    zur Teilnahme am Luftverkehr.
    Es wird vor Gericht zu klären sein:
    Besitzt du 'nen Pilotenschein?
    Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
    ist rein rechtlich streng genommen
    Hausfriedensbruch - Einbruch sogar.
    Das gibt Gefängnis, das ist klar.
    Und stiehlst du nicht bei den Besuchen,
    von fremden Tellern Obst und Kuchen?
    Das wird bestraft, das muss man ahnden.
    Die Polizei lässt nach dir fahnden.
    Es ist auch allgemein bekannt,
    du kommst gar nicht aus diesem Land.
    Wie man so hört, steht wohl dein Haus
    am Nordpol, also sieht es aus,
    als kämmst du nicht aus der EU.
    Das kommt zur Klageschrift dazu!
    Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
    Ein jeder Richter wird sich fragen,
    ob deine Arbeit rechtens ist,
    weil du ohne Erlaubnis bist.
    Zudem haben wir festgestellt,
    das Deine Kleidung rot enthält.
    Magenta zum verwechseln ähnlich,
    gehörts 'nem Mandanten nämlich.
    der findet das wohl nicht so fein,
    da wird viel Geld zu zahlen sein!
    Der Engel, der dich stets begleitet,
    ist minderjährig und bereitet
    uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
    Das Jugendamt wird mit dir sprechen!
    Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
    Wir finden es gar nicht zum Lachen,
    dass Kindern du mit Schläge drohst.
    darüber ist mein Chef erbost.
    Nötigung heißt das Vergehen
    und wird bestraft, das wirst du sehen,
    mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
    Aus ist's bald mit dem Schlittenfahren.
    Das Handwerk ist dir bald gelegt,
    es sei denn dieser Brief bewegt
    dich, die Kanzlei reich zu beschenken
    dann könn wir das mal überdenken...



    Weihnachtsgedicht von Loriot:

    Es blaut die Nacht, die Sternlein blinken
    Schneeflöcklein leis' herniedersinken.
    Auf Edeltännleins grünem Wipfel
    häuft sich ein kleiner, weißer Zipfel.
    Und dort, vom Fenster her, durchbricht
    den dunklen Tann ein warmes Licht.

    Im Forsthaus kniet bei Kerzenschimmer
    die Försterin im Herrenzimmer.
    In dieser wunderschönen Nacht
    hat sie den Förster umgebracht.
    Er war ihr bei des Heimes Pflege
    seit langer Zeit schon sehr im Wege.
    Drum kam sie mit sich überein:
    Am Niklasabend muß es sein.

    Und als das Rehlein ging zur Ruh'
    das Häslein tat die Augen zu,
    erlegte sie - direkt von vorn -
    den Gatten über Kimm' und Korn.
    Vom Knall geweckt rümpft nur der Hase
    zwei, drei, viermal die Schnuppernase
    und ruhet weiter süß im Dunkeln
    derweil die Sterne traulich funkeln.

    Und in der guten Stube drinnen,
    da läuft des Försters Blut von hinnen.
    Nun muß die Försterin sich eilen,
    den Gatten sauber zu zerteilen.
    Schnell hat sie ihn bis auf die Knochen
    nach Waidmannssitte aufgebrochen.
    Voll Sorgfalt legt sie Glied auf Glied,
    was der Gemahl bisher vermied,
    behält ein Teil Filet zurück
    als festtägliches Bratenstück
    und packt darauf - es geht auf vier -
    die Reste in Geschenkpapier.

    Da tönt's von fern wie Silberschellen,
    im Dorfe hört man Hunde bellen.
    Wer ist's, der in so später Nacht
    im Schnee noch seine Runden macht?
    Knecht Ruprecht kommt mit goldnem Schlitten
    auf einem Hirsch herangeritten.
    "He, gute Frau, habt Ihr noch Sachen,
    die armen Menschen Freude machen?"

    Des Försters Haus ist tief verschneit,
    doch seine Frau ist schon bereit:
    "Die sechs Pakete, heilger Mann,
    's ist alles, was ich geben kann."

    Die Silberschellen klingen leise,
    Knecht Ruprecht macht sich auf die Reise.
    Im Försterhaus die Kerze brennt,
    ein Sternlein blinkt - es ist Advent!

    Verfasser: LORIOT



    DATUM: 1. Dezember
    AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

    Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass unsere Firmen-
    Weihnachtsfeier am 20.12. im Argentina-Steakhouse stattfinden
    wird. Es wird eine nette Dekoration geben und eine kleine
    Musikband wird heimelige Weihnachtslieder spielen. Entspannen
    Sie sich und genießen Sie den Abend... Freuen Sie sich auf
    unseren Geschäftsführer, der als Weihnachtsmann verkleidet die
    Christbaumbeleuchtung einschalten wird! Sie können sich
    untereinander gern Geschenke machen, wobei kein Geschenk einen
    Wert von 20 Euro übersteigen sollte.
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine besinnliche Adventszeit.

    Tina Bartsch-Levin
    Leiterin Personalabteilung




    _____

    DATUM: 2. Dezember
    AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

    Auf gar keinen Fall sollte die gestrige Mitteilung unsere
    türkischen Kollegen isolieren. Es ist uns bewusst, dass Ihre
    Feiertage mit den unsrigen nicht ganz konform gehen: Wir werden
    unser Zusammentreffen daher ab sofort "Jahresendfeier" nennen.
    Es wird weder einen Weihnachtsbaum oder Weihnachtslieder geben.
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine schöne Zeit.

    Tina Bartsch-Levin
    Leiterin Personalabteilung




    _____

    DATUM: 3. Dezember
    AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

    Ich nehme Bezug auf einen diskreten Hinweis eines Mitglieds der
    Anonymen Alkoholiker, welcher einen "trockenen" Tisch einfordert.
    Ich freue mich, diesem Wunsch entsprechen zu können, weise jedoch
    darauf hin, dass dann die Anonymität nicht mehr gewährleistet sein
    wird... Ferner teile ich Ihnen mit, dass der Austausch von
    Geschenken durch die Intervention des Betriebsrats nicht gestattet
    sein wird: 20 Euro sei zuviel Geld.

    Tina Bartsch-Levin
    Leiterin Personalforschung




    _____

    DATUM: 7. Dezember
    AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

    Es ist mir gelungen, für alle Mitglieder der "Weight-Watchers"
    einen Tisch weit entfernt vom Buffet und für alle Schwangeren
    einen Tisch ganz nah an den Toiletten reservieren zu können.
    Schwule dürfen miteinander sitzen. Lesben müssen nicht mit
    Schwulen sitzen, sondern haben einen Tisch für sich alleine.
    Na klar, die Schwulen erhalten ein Blumenarrangement für ihren
    Tisch.
    Endlich zufrieden?

    Tina Bartsch-Levin
    Leiterin Klapsmühle




    _____

    DATUM: 9. Dezember
    AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

    Selbstverständlich werden wir die Nichtraucher vor den Rauchern
    schützen und einen schweren Vorhang benutzen, der den Festraum
    trennen kann, bzw. die Raucher vor dem Restaurant in einem Zelt
    platzieren.

    Tina Bartsch-Levin
    Leiterin Personalvergewaltigung




    _____

    DATUM: 10. Dezember
    AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

    Vegetarier! Auf Euch habe ich gewartet! Es ist mir scheißegal,
    ob es Euch nun passt oder nicht: Wir gehen ins Steakhaus!!!
    Ihr könnt ja, wenn Ihr wollt, bis auf den Mond fliegen, um am
    20.12. möglichst weit entfernt vom "Todesgrill", wie Ihr es
    nennt, sitzen zu können. Labt Euch an der Salatbar und fresst
    rohe Tomaten! Übrigens: Tomaten haben auch Gefühle, sie schreien
    wenn man sie aufschneidet, ich habe sie schon schreien hören,
    ätsch, ätsch, ätsch!
    Ich wünsch Euch allen beschissene Weihnachten, besauft Euch und
    krepiert!!!!!

    Die Schlampe aus der dritten Etage.
    _____





    DATUM: 14. Dezember
    AN: ALLE MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER

    Ich kann sicher sagen, dass ich im Namen von uns allen spreche,
    was die baldigen Genesungswünsche für Frau Bartsch-Levin angeht.
    Bitte unterstützen Sie mich und schicken Sie reichlich Karten mit
    Wünschen zur guten Besserung ins Sanatorium. Die Direktion hat
    inzwischen die Absage unserer Feier am 20.12. beschlossen.
    Wir geben Ihnen an diesem Nachmittag bezahlte Freizeit.

    Josef Benninger
    Interimsleiter Personalabteilung

    _______________
    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde

    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks

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    Die meisten Leute haben im Winter eine Grippe. Die ist mit Fieber.Wir haben auch eine, aber die ist mit Beleuchtung und man schreibt sie mit K. Drei Wochen bevor das Christkindl kommt stellt Papa die Krippe im Wohnzimmer auf und meine kleine Schwester und ich dürfen mithelfen.

    Viele Krippen sind langweilig, aber die unsere nicht, weil wir haben mordstolle Figuren darin. Ich habe einmal den Josef und das Christkindl auf den Ofen gestellt damit sie es schön warm haben und es war ihnen zu heiss. Das Christkindl ist schwarz geworden und den Josef hat es auf lauter Trümmer zerrissen. Ein Fuss von ihm ist bis in den Plätzlteig geflogen und es war kein schöner Anblick. Meine Mama hat mich geschimpft und gesagt, dass nicht einmal die Heiligen vor meiner Blödheit sicher sind. Wenn Maria ohne Mann und ohne Kind herumsteht, schaut es nicht gut aus. Aber ich habe Gott sei Dank viele Figuren in meiner Spielzeugkiste und der Josef ist jetzt Donald Duck. Als Christkindl wollte ich den Asterix nehmen, weil der ist als einziger so klein, dass er in den Futtertrog gepasst hätte. Da hat meine Mama gesagt, man kann doch als Christkindl keinen Asterix hernehmen, da ist ja das verbrannte Christkindl noch besser. Es ist zwar schwarz, aber immerhin ein Christkindl.

    Hinter dem Christkindl stehen zwei Oxen, ein Esel, ein Nilpferd und ein Brontosaurier. Das Nilpferd und den Brontosaurier habe ich hineingestellt, weil der Ox und der Esel waren mir zulangweilig. Links neben dem Stall kommen gerade die heiligen drei Könige daher. Ein König ist dem Papa im letzten Apfent beim Putzen heruntergefallen und war dodal hin. Jetzt haben wir nur mehr zwei heilige Könige und einen heiligen Batman als Ersatz.

    Normal haben die heiligen drei Könige einen Haufen Zeug für das Christkind dabei, nämlich Gold, Weihrauch und Puerree oder so ähnlich. Von den unseren hat einer anstatt Gold ein Kaugummipapierl dabei, das glänzt auch schön. Der andere hat eine Marlboro in der Hand, weil wir keine Weihrauch haben. Aber die Marlboro raucht auch schön, wenn man sie anzündet. Der heilige Batman hat eine Pistole dabei. Das ist zwar kein Geschenk für das Christkindl, aber damit kann er es vor dem Saurier beschützen.

    Hinter den drei Heiligen sind ein paar rothäutige Indianer und ein kasiger Engel. Dem Engel ist ein Fuß abgebrochen, darum haben wir ihn auf ein Motorrad gesetzt, damit er sich leichter tut. Mit dem Motorrad kann er fahren, wenn er nicht gerade fliegt. Rechts neben dem Stall haben wir ein Rotkäppchen hingestellt. Sie hat eine Pizza und drei Weizen für die Oma dabei und reisst gerade eine Marone ab. Einen Wolf haben wir nicht, darum lurt hinter dem Baum ein Bummerl als Ersatz-Wolf hervor. Mehr steht in unserer Krippe nicht, aber das reicht voll.

    Am Abend schalten wir die Lampen an und dann ist unsere Krippe erst so richtig schön. Wir sitzen so herum und singen Lieder vom Apfent. Manche gefallen mir, aber die meisten sind mir zu lusert.

    Mein Opa hat mir ein Gedicht vom Apfent gelernt und es geht so: "Apfent, Apfent, der Bärwurz brennt. Erst trinkst oan, dann zwoa drei vier, dann hauts de mit deim Hirn an d'Tür.'' Obwohl dieses Gedicht recht schön ist, hat Mama gesagt, dass ich es mir nicht merken darf.

    Im Apfent wird auch gebastelt. Wir haben eine große Schüssel voll Nüsse und eine kleine voll Goldstaub. Darin wälzen wir die Nüsse, bis sie goldern sind, und das Christkindl hängt sie später an den Christbaum. Man darf nicht fest schnaufen, weil der Goldstaub ist dodal leicht und er fliegt herum, wenn man hinschnauft.

    Einmal habe ich vorher in den Goldstaub ein Niespulver hineingetan und wie mein Vater die erste Nuss darin gewälzt hat, tat er einen Nieserer, dass es ihn gerissen hat und sein Gesicht war goldern und die Nuss nicht. Mama hat ihn geschimpft, weil er keine Beherrschung hat und sie hat gesagt, er stellt sich dümmer an als wie ein Kind. Meinem Vater war es recht zuwider und er hat nicht mehr mitgetan. Er hat gesagt, dass bei dem Goldstaub irgendetwas nicht stimmt und Mama hat gesagt, dass höchstens bei ihm etwas nicht stimmt.

    Ich habe mich sehr gefreut, weil es war insgesamt ein lustiger Apfentabend. Kurz vor Weihnachten müssen wir unsere Wunschzettel schreiben. Meine Schwester wünscht sich meistens Puppen oder sonst ein Klump. Ich schreibe vorsichtshalber mehr Sachen drauf und zum Schluss schreibe ich dem Christkindl, es soll einfach soviel kaufen bis das Geld ausgeht. Meine Mama sagt, das ist eine Unverschämtheit und irgendwann bringt mir das Christkindl gar nichts mehr, weil ich nicht bescheiden bin. Aber bis jetzt habe ich immer etwas gekriegt. Und wenn ich groß bin und ein Geld verdiene, dann kaufe ich mir selber etwas und bin überhaupt nicht bescheiden. Dann kann sich das Christkindl von mir aus ärgern, weil dann ist es mir wurscht.

    Bis man schaut ist der Apfent vorbei und Weihnachten auch und mit dem Jahr geht es dahin. Die Geschenke sind ausgepackt und man kriegt bis Ostern nichts mehr, höchstens, wenn man vorher Geburtstag hat. Aber eins ist gwies: Der Apfent kommt immer wieder.



    Message from the CEO (Christmas Event Organizer):
    Dr. J. Christus v. Bethlehem

    Status:
    Wie Weihnachten 2002 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen !

    Da X-mas 2003 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen - Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem X-mas-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

    Hinweis:
    Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 30. November 2003 statt.

    Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten.

    Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden.
    Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren.
    Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

    Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.

    Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center
    möglich.

    Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 2003.1) erstellt werden.

    Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden. Es lautet:
    "Let s keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".

    X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Shareholder-value, und würdigte das Know-how seiner Investor-Relation-Manager.

    Na dann, merry x-mas



    Es waren einmal ein perfekter Mann und eine perfekte Frau. Sie begegneten sich, und, da ihre Beziehung perfekt war, heirateten sie. Die Hochzeit war einfach perfekt. Und ihr Leben zusammen war selbstverständlich ebenso perfekt.
    An einem verschneiten, stürmischen Weihnachtsabend fuhr dieses perfekte Paar eine kurvenreiche Straße entlang, als sie am Straßenrand jemanden bemerkten, der offenbar eine Panne hatte. Da sie das perfekte Paar waren, hielten Sie an, um zu helfen. Es war der Weihnachtsmann mit einem riesigen Sack voller Geschenke.
    Da sie die vielen Kinder am Weihnachtsabend nicht enttäuschen wollten, lud das perfekte Paar den Weihnachtsmann mitsamt seiner Geschenke in ihr Auto. Und bald waren sie daran, die Geschenke zu verteilen. Unglücklicherweise verschlechterten sich die (ohnehin schon schwierigen) Straßenbedingungen immer mehr, und schließlich hatten sie einen Unfall.
    Nur einer der drei überlebte. Wer war das?

    Es war die perfekte Frau. Denn sie war die einzige, die überhaupt existiert hatte. Jeder weiß, daß es keinen Weihnachtsmann gibt, und erst recht keinen perfekten Mann. Für Frauen endet der Witz hier. Männer bitte unten weiterlesen.

    Wenn es also keinen Weihnachtsmann und keinen perfekten Mann gibt, muß die perfekte Frau am Steuer gesessen haben. Das erklärt, warum es einen Unfall gegeben hat. Wenn Sie übrigens eine Frau sind und dies lesen, wird dadurch noch etwas bewiesen: Frauen tun nie das, was ihnen gesagt wird!




    Wegen der ueberwaeltigenden fehlenden Anfragen und mit der wissenschaftlichen Unterstuetzung des renommierten SPY Magazins (Januar 1990) praesentiere ich Ihnen voller Stolz die jaehrliche wissenschaftliche Untersuchung ueber die Existenz des Weihnachtsmannes.

    ===========================
    GIBT ES DEN WEIHNACHTSMANN?
    ===========================

    1) Keine bekannte Spezies der Gattung Rentier kann fliegen. ABER es gibt 300.000 Spezies von lebenden Organismen, die noch klassifiziert werden muessen, und obwohl es sich dabei haupsaechlich Insekten und Bakterien handelt, schliesst dies nicht mit letzter Sicherheit fliegende Rentiere aus, die nur der Weihnachtsmann bisher gesehen hat.

    2) Es gibt 2 Milliarden Kinder (Menschen unter 18) auf der Welt. ABER da der Weihnachtsmann (scheinbar) keine Moslems, Hindu, Juden und Buddhisten beliefert, reduziert sich seine Arbeit auf etwa 15 % der Gesamtzahl - 378 Millionen Kinder (laut Volkszaehlungsbuero). Bei einer durchschnittlichen Kinderzahl von 3,5 pro Haushalt ergibt das 91,8 Millionen Haeuser. Wir nehmen an, dass in jedem Haus mindestens ein braves Kind lebt.

    3) Der Weihnachtsmann hat einen 31-Stunden-Weihnachtstag, bedingt durch die verschiedenen Zeitzonen, wenn er von Osten nach Westen reist (was logisch erscheint). Damit ergeben sich 822,6 Besuche pro Sekunde.
    Somit hat der Weihnachtsmann fuer jeden christlichen Haushalt mit braven Kindern 1/1000 Sekunde Zeit fuer seine Arbeit: Parken, aus dem Schlitten springen, den Schornstein runterklettern, die Socken fuellen, die uebrigen Geschenke unter dem Weihnachtsbaum verteilen, alle uebriggebliebenen Reste des Weihnachtsessens vertilgen, den Schornstein wieder raufklettern und zum naechsten Haus fliegen. Angenommen, dass
    jeder dieser 91,8 Millionen Stops gleichmaessig auf die ganze Erde verteilt sind (was natuerlich, wie wir wissen, nicht stimmt, aber als Berechnungsgrundlage akzeptieren wir dies), erhalten wir nunmehr 1,3 km Entfernung von Haushalt zu Haushalt, eine Gesamtentfernung von 120,8 Millionen km, nicht mitgerechnet die Unterbrechungen fuer das, was jeder von uns mindestens einmal in 31 Stunden tun muss, plus Essen usw.

    Das bedeutet, dass der Schlitten des Weihnachtsmannes mit 1040 km pro Sekunde fliegt, also der 3.000-fachen Schallgeschwindigkeit. Zum Vergleich: das schnellste von Menschen gebaute Fahrzeug auf der Erde, der Ulysses Space Probe, faehrt mit laecherlichen 43,8 km pro Sekunde. Ein gewoehnliches Rentier schafft hoechstens 24 km pro STUNDE.

    4) Die Ladung des Schlittens fuehrt zu einem weiteren interessanten Effekt. Angenommen, jedes Kind bekommt nicht mehr als ein mittelgrosses Lego-Set (etwa 1 kg), dann hat der Schlitten ein Gewicht von 378.000 Tonnen geladen, nicht gerechnet den Weihnachtsmann, der uebereinstimmend als uebergewichtig beschrieben wird.

    Ein gewoehnliches Rentier kann nicht mehr als 175 kg ziehen.
    Selbst bei der Annahme, dass ein "fliegendes Rentier" (siehe Punkt 1) das ZEHNFACHE normale Gewicht ziehen kann, braucht man fuer den Schlitten nicht acht oder vielleicht neun Rentiere. Man braucht 216.000 Rentiere. Das erhoeht das Gewicht - den Schlitten selbst noch nicht einmal eingerechnet - auf 410.400 Tonnen. Nochmals zum Vergleich: das ist mehr als das vierfache Gewicht der Queen Elizabeth.

    5) 410.400 Tonnen bei einer Geschwindigkeit von 1040 km/s erzeugt einen ungeheuren Luftwiderstand - dadurch werden die Rentiere aufgeheizt, genauso wie ein Raumschiff, das wieder in die Erdatmosphaere eintritt. Das vorderste Paar Rentiere muss dadurch 16,6 TRILLIONEN Joule Energie absorbieren. Pro Sekunde. Jedes. Anders ausgedrueckt: sie werden praktisch augenblicklich in Flammen aufgehen, das naechste Paar Rentiere wird dem Luftwiderstand preisgegeben, und es wird ein ohrenbetaeubender Knall erzeugt.

    Das gesamte Team von Rentieren wird innerhalb von 5 Tausendstel Sekunden vaporisiert. Der Weihnachtsmann wird waehrenddessen einer Beschleunigung von der Groesse der 17.500-fachen Erdbeschleunigung ausgesetzt. Ein 120 kg schwerer Weihnachtsmann (was der Beschreibung nach laecherlich wenig sein muss) wuerde an das Ende seines Schlittens genagelt - mit einer Kraft von 20,6 Millionen Newton.

    Damit kommen wir zu dem Schluss: WENN der Weihnachtsmann irgendwann einmal die Geschenke gebracht hat, ist er heute tot.



    Doppelpost wegen maximaler Zeichenbegrenzung auf 30.000



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    Geändert von Trollchen (03.12.2005 um 01:54 Uhr)

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    Dienstvorschrift für Weihnachtsfeiern in Diensträumen:

    A. Grüne Dienstweihnachtsbäume (DWeihBm)

    DWeihBm sind Weihnachtsbäume natürlichen Ursprungs oder natürlichen Bäumen nachgebildete Weihnachtsbäume, die zur Weihnachtszeit in Diensträumen Anstellung finden.

    Aufstellen von DWeihBm

    DWeihBm dürfen nur von fachkundigem Personal nach Anweisung des unmittelbaren Vorgesetzten aufgestellt werden. Dieser hat darauf zu achten, daß

    1.der DWeihBm mit dem unteren, der Spitze entgegengesetzten Ende in einen zur Aufnahme von Baumenden geeigneten Halter eingebracht und befestigt wird.

    2.der DWeihBm in der Haltevorrichtung derart verkeilt wird, daß er senkrecht steht. In schwierigen Fällen ist ein zweiter Beamter hinzuzuziehen, der die Senkrechtstellung überwacht und ggfs. durch Zurufe wie "mehr rechts!" oder "mehr links!" korrigiert.

    3.sich im Unfallbereich der DWeihBm keine zerbrechlichen Gegenstände oder Anlagen, die in ihrer Funktion beeinträchtigt werden können, befinden.

    Beleuchtung

    Die DWeihBm sind mit weihnachtlichem Behang nach Maßgabe des Dienststellenleiters zu versehen. DWeihBm-Beleuchtungen, deren Leuchtwirkung auf dem Verbrennen von brennbaren Stoffen mit Flammwirkung beruht (sogen. Kerzen, s. BA III 5-34-12-13 vom 12.2.72), dürfen nur Verwendung finden, wenn die Bediensteten über das Verhalten vor, während und nach einem Brand belehrt worden sind.

    Während der Brennzeit der Beleuchtung hat ein Dienststellenangehöriger mit abgeschlossenem Katastrophenschutz-Lehrgang anwesend zu sein. Dabei sind Dienstfeuerlöscher in angemessenem Verhältnis zur Anzahl der Beleuchtungskörper bereitzustellen (für je 10 angefangene Kerzen ist ein Feuerlöscher ausreichend).

    B. Weihnachtsfeiern in dienstlichen Räumen

    In Organisations-Einheiten mit hinreichend qualifiziertem Personal dürfen Krippenspiele aufgeführt werden. Um eine sinnvolle Ausgestaltung zu gewährleisten, sind dabei mindestens die im folgenden aufgeführten Rollen zu besetzen:

    Maria: möglichst weibliche Bedienstete oder diesen ähnliche Dienststellenangehörige

    Joseph: älterer Beamter des gehobenen nichttechnischen Dienstes, in Ausnahmefällen auch des mittleren nichttechnischen Dienstes; es sind vorzugsweise Beamte mit Bart zu verwenden

    Kind: kleinwüchsige Angestellte beliebiger Vergütungsgruppen

    Esel / Schafe: geeignete Beamte des höheren technischen Dienstes, die sich in einschlägigen Verwendungen bewährt haben

    Heilige Drei Könige: die Entscheidung über die Besetzung liegt bei der Dienstellenleitung

    Singen in dienstlichen Räumen

    Zum Absingen von Weihnachtsliedern oder anderem geeigneten Liedgut stellen sich die Bediensteten unter Führung ihres jeweiligen Referatsleiters zwanglos um den DWeihBm auf. Dabei soll von einer Rangordnung Abstand genommen werden.
    Während des Singens sind die Fenster zur Straßenseite der Dienstgebäude geschlossen zu halten.



    Des Forschers Heilig Abend - oder: Deadline 24th December

    Es ist schon still im Institut,
    sogar das Telefax jetzt ruht.
    In sanftem Licht bei schwachem Scheine
    stehen die Terminals alleine.
    Schneeflocken fallen leis‘ und sacht‘,
    weil das der Bildschirmschoner macht,
    ganz lautlos über‘n Monitor.
    Kein Druckerschnarren dringt ans Ohr,
    nur die Standby-Diode brennt
    und flackert leicht. Es ist Advent.
    Da schließt der Forscher ohne Eil‘
    g’rad noch sein letztes Backupfile.
    Und als er legt die Akten hin,
    geht ihm so manches durch den Sinn.
    Er denkt an die Vergangenheit:
    „Von wegen gute alte Zeit!
    Manch‘ Stund‘ hat man mit Zeug verbracht,
    das heut‘ der Rechner ruck-zuck macht.“
    Er denkt mit mitleidsvoller Mine
    an Blaupapier und Schreibmaschine
    und an das Warten auf die Post -
    wochenlang von West nach Ost.
    Heut‘ mit dem Fax, da geht das fix,
    und E-Mail erst: null-komma-nix,
    schon sind die Daten über’n Bus.
    So kommt er zu dem festen Schluß:
    „Heut‘ hat man’s besser, keine Frage!“
    Und jetzt geht’s in die Feiertage.
    Er hatte sich fest vorgenommen,
    nicht allzu spät nach Haus zu kommen.
    Heiligabend muß vor allen Dingen
    ihm Ruhe und Erholung bringen.

    Doch als er sich zum Heimgeh’n wandt‘,
    fällt ihm sein Schlüssel aus der Hand.
    Und als er sich nach diesem bückt,
    hat er ein Blatt Papier erblickt,
    das unabsichtlich offenbar
    zu Boden scheint’s gefallen war.
    „Ach Gott,“ sagt er nach kurzem Lesen,
    „das hatte ich total vergessen.“
    Da geht’s - er hat es gleich gecheckt -
    um irgend so’n EU-Projekt,
    das lange schonmal ausgeschrieben.
    Die Bewilligung war ausgeblieben,
    doch nach Protesten und Beschwerden
    kann es nun neu beantragt werden.
    Ganz unten steht noch: „Just remember:
    Deadline: 24th December!“

    Zwar war ihm das nicht angenehm,
    doch im Prinzip auch kein Problem.
    Da er’s schon mal beantragt hatte,
    ist es gewiß noch auf der Platte.
    Schnell raus mit E-Mail oder Fax,
    die Termineinhaltung ist ein Klacks.
    Eine Kopie vom Erstantrag
    noch in der Aktenmappe lag.
    So denkt er: „Da mache ich’s mir leicht!
    Der wird einfach nochmal eingereicht.
    Nur’s Datum ist nicht aktuell.
    „Na, kein Problem, das hab’n wir schnell!“

    Trotzdem fast er noch den Entschluß,
    daß er zu Haus Bescheid sag’n muß:
    ‚ne halbe Stund‘, er später käme,
    mehr Zeit das nicht in Anspruch nähme.
    Das Telefon zu Haus belegt,
    was unsern Forscher nicht erregt.
    So schickt er halt ne Mail, ok,
    an frau.forscher@t-online.de.

    Nun froh ans Werk, jetzt wird sich g’sputet,
    mit frohem Pieps der Rechner bootet
    und schon geht’s rund, schnell wie ein Pfeil:
    DOS, Windows, Word und Open File.
    Doch eines ist jetzt schon fatal:
    Wie denn die Datei noch mal?
    Schau’n wir mal, was es da gibt.
    Abkürzungen sind ja sehr beliebt:
    wrzlbr.fmt und knrad.txt
    es ist schon manchmal wie verhext.
    Und man vernimmt ein leises Fluchen:
    „Ja Sakrament, da muß ich suchen.“

    Nach ein Stunde, in der Tat,
    er die Datei gefunden hat.
    Sie hieß ‚test.doc‘, es ist zum Flennen,
    das hätt‘ er sich ja denken können.
    „Na bitte,“ dachte er, „das paßt!
    Nur noch ‚ne Kurzmessage verfaßt,
    das File als Anhängsel attached
    und dann ins Internet gequetscht.
    Vorher wie immer den Login,
    dann kriege ich das schnellstens hin.“

    Doch kommt es nicht ganz, wie er meint.
    Denn was am Bildschirm da erscheint,
    das hätt‘ ihn beinah‘ umgehaun.
    Es steht da „LOCAL NETWORK DOWN!“
    Rasch die Hotline angewählt.
    „Das krieg‘n wir schon!“ - doch weit gefehlt:
    das Rechenzentrum menschenleer,
    am Heiligabend ist das keiner mehr.
    Dann klingelt noch das Telefon.
    Seine Frau mit lautem Ton
    einfacht ‚ne heiße Diskussion,
    die schließlich endet mir dem Wort:
    „Dann heirat‘ nächstens dein Büro!“ -
    Das stimmte ihn jetzt auch nicht froh.

    Darauf versucht er einmal noch
    den Login, denn vielleicht geht’s ja doch.
    Nach 10 Versuchen schmeißt er’s hin:
    „Das hat doch alles keinen Sinn.
    Dann eben nicht mit Internet,
    das macht das Kraut jetzt auch nicht fett.
    Stattdessen drucke ich es aus
    Und dann geht es per Fax hinaus.“

    Doch wieder unser Forscher irrt.
    Er blickt den Ausdruck an verwirrt
    und er muß zugeben, daß man
    die Formeln nicht entziffern kann.
    Den Grund dafür, den kennt er schon:
    Das liegt sicher an der Word-Version.
    Der Text mit Winword 2 geschrieben
    ist nicht ganz up-to-date geblieben.
    Dies Manko wird eliminiert,
    indem man Filter installiert,
    ein paar Fonts zusätzlich lädt,
    darauf in die win.ini geht,
    dort zwei drei Einträge editiert
    und dann reg.dat modifiziert.
    Zuletzt dann schließlich dreimal booten,
    das dauert nur ein paar Minuten.

    Nach drei Stunden hin und her
    lief dann überhaupt nichts mehr:
    Kein Word, kein Windows und kein DOS.
    Frustiert der Forscher d’rauf beschloß,
    den Rechner nunmehr abzuschalten
    und zu versuchen, nach der alten
    Tippex- und Schreibmaschinenweise
    den alten Antrag still und leise
    zu retouchier’n und wegzuschicken.
    Das sollt‘ ihm heute doch noch glücken.
    20 vor zwölf war es geschafft,
    mehr wankt er schon, als daß er geht,
    schnurstracks bis zum Faxgerät.

    Den Antrag in den Einzugschacht,
    gewählt, doch - wer hätte das gedacht -
    hört er nur das Besetzt-Signal
    und’s Display zeigt: „ERNEUTE WAHL“.
    Und so probiert erneut er’s wieder,
    die Laune ist total darnieder.
    Beim zehnten Anlauf endlich dann
    springt die Übertragung an.
    Dem Forscher geht nur durch den Sinn:
    „‘s ist zwei vor zwölf, das haut noch hin!“

    Wie er sich freut, nahe zu unbändig,
    zeigt’s Display: „SENDUNG UNVOLLSTÄNDIG“.
    Es kracht die Faust, die keiner hält,
    zack-bumm auf das Bedienungsfeld.
    Und bei diesem Faustschlag im Affekt.
    ist’s Faxgerät total verreckt.
    Es trifft dies unsern Forscher schwer:
    Jetzt ist es aus, jetzt geht nichts mehr!
    Am Boden liegend sieht er dann
    das Blatt Papier, mit dem’s begann.

    Fast rasend schnaubt er: „Just remember:
    Deadline: 24th December!“
    Als er das Blatt zerreißen will,
    wird er mit einem Male still.
    Da sieht er, daß es in der Tag
    auch rückseits noch was stehen hat.
    Da steht - das sieht er jetzt ganz klar -
    „Wiederholungsanträge bis Ende Januar.“

    Perplex steckt er nun Antrag
    einfach in einen Briefumschlag.
    Adresse drauf und, ohne Drang,
    ab damit in den Postausgang.
    Schwer hat der Abend ihn geplagt,
    doch jetzt scheint’s endlich abgehakt,
    und er tritt unverzüglich dann
    den wohlverdienten Heimweg an.

    Busse fahr’n zwar längst nicht mehr,
    doch nimmt der Forscher das nicht schwer
    und er beschließt zu Fuß zu laufen,
    um gute, frische Luft zu schnaufen.
    Ganz still ist es um diese Zeit,
    die Landschaft liegt im Winterkleid.
    Schneeflocken fallen sacht und leis‘,
    rings um ihn her nur tiefes Weiß.
    Man hört nichts Lautes, und im Dunkeln
    vereinzelt ein paar Sterne funkeln.
    Auf seinem langen Weg nach Haus‘
    kramt manch‘ Erinnerung er aus.

    Viel fällt ihm ein, während es schneit,
    aus der guten alten Zeit.



    Zu wenig Zeichen für alle Weihnachtsgeschichten
    _______________
    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde

    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks

    waraddict, wtf lfg, ivy, *summ* Was zum grübeln * !
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  4. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Trollchen
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    Ist ja bald wieder Advent

    #4
    Weihnachtsfeier in der Firma


    Liebe Mitarbeiter,

    wie schon in den Vorjahren wollen wir auch in diesem Jahr das anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier in der Caféteria beenden. Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab, möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.

    Wenn möglich sollten die Mitarbeiter den besagten Raum noch aus eigener Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte möglichst vermieden werden.

    Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem gefüllten Teller einen Platz an den Tischen aufsuchen! Auch die Begründung "Sonst frisst mir der Brunner die ganzen Melonenschiffchen weg" kann nicht akzeptiert werden.

    Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde nicht direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis "Alkohol desinfiziert" beseitigt nicht bei allen Mitarbeiten das Misstrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen Flaschen.

    Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen. Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung, was passierte, als Kollege Moosbacher sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.

    Sollte jemand nach Genuss der angebotenen Speisen und Getränke von einer gewissen Unpässlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten, die dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Chef war im letzten Jahr über den unerwarteten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr begeistert.

    Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden.

    In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, dass einige der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben. Unsere im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frl. Kluge meint, es bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter Sylvia Ende September dieses Jahres.

    Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden.

    Die Geschäftsleitung




    Du fährst mit dem Auto und hältst eine konstante Geschwindigkeit. Auf deiner linken Seite befindet sich ein Abhang. Auf deiner rechten Seite fährt ein riesiges Feuerwehrauto und hält die gleiche Geschwindigkeit wie du. Vor dir galoppiert ein Schwein, das eindeutig grösser ist als dein Auto und du kannst nicht vorbei. Hinter dir verfolgt dich ein Hubschrauber auf Bodenhöhe. Das Schwein und der Hubschrauber haben exakt deine Geschwindigkeit!
    Was unternimmst du, um dieser Situation gefahrlos zu entkommen???

    Vom Kinderkarussell absteigen und weniger Glühwein saufen!!!!


    _______________
    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde

    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks

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  5. Banned
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    #5
    Wer soll das denn alles lesen? ^^

  6. Stone Summit Crusher Benutzerbild von Rhio Na
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    #6
    Ich ^^

    Ist nützlich um Mitbewohner ausm Bett zu lachen
    _______________
    Rhio H Na - Waldi INGAME
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    Rhio N A - Mö/Me
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  7. Necrid Horseman Benutzerbild von da chefkoch
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    #7
    Sehr schön
    Hast wirklich Zeit investiert


    Greetz
    _______________
    Es gibt keine Wahrheit, die man mit <80 Zeichen ausdrücken könnte

    Tutorial für's Moviemaking Helft mit den Guide zu verbessern!

    GW - Inaktiv since 2007

  8. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von ModragalMukatil
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    Ja.... das würden einige gerne wissen glaub ich...
    #8
    *tränenlach*
    gott wie herrlich
    ich mag die kleinen pillen die sie mir geben...... aber warum bin ich ans bett gefesselt? XD
    _______________
    Der nächste der mich mit Fußball nervt bekommt eine faire Verhandlung, wird erschossen und kommt dann an die russische Front!

    !Nicht geklaut von "Ein Käfig voller Helden"!

  9. Bone Dragon Benutzerbild von Bloody
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    #9
    viel zu lesen aber genial

    meeeeeeeehr
    _______________
    Bloody Oo

  10. Stone Summit Crusher Benutzerbild von Kate Demon
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    #10
    mir gefällt am besten der 1. und 2. advent und die Erklärung warum es den Weihnachtsmann nicht geben kann. Echt genial
    _______________
    Lilium Demon Kate Demon Kitah Demon
    Der Kreislauf des Lebens:
    Kuh isst Gras -> kackt ins Gras -> isst Gras (+ Kacke) -> Kuh wird mit ihrer Kacke geschlachtet -> wir essen Kuh (+ ihre Kacke) -> wir kacken -> Kacke kommt in Kläranlage -> und wird als Dünger verwendet -> Gras wird von Kuh gefressen...

    <--- Von Robdog zum Glubschgott (+Rechte) ernannt *glubsch*
    <--- Hat ne Sekräterin

    Immer + 1 Glubschsmilie für Robdog

  11. Jungle Troll Benutzerbild von Sansa Cerai
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    #11

    Hat zwar etwas gedauert, aber ich habe alles durchgelesen...*Tränen wegwisch*
    _______________
    Ingame: Emma Blutmond

  12. Maguuma Warrior Benutzerbild von AnubisII
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    #12
    Echt mal geil
    Kannte aber leider schon ein paar der Geschichten/Gedichte
    _______________
    ingame: Derrik Ferodor

  13. ehemalige Mitarbeiterin Benutzerbild von Danta Inferna
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    #13
    Schönen Nikolaus euch allen

    Hoffe ihr genießt die Vorweihnachtszeit!




    -----------------------------------------

    Echte Kälte - Und wie die Lappen damit umgehen...

    +10°C
    Die Bewohner von Mietwohnungen in Helsinki drehen die Heizung ab. Die Lappen (Bewohner Lapplands) pflanzen Blumen.

    +5°C
    Die Lappen nehmen ein Sonnenbad, falls die Sonne noch über den Horizont steigt.

    +2°C
    Italienische Autos springen nicht mehr an.

    0°C
    Destilliertes Wasser gefriert.

    -1°C
    Der Atem wird sichtbar. Zeit, einen Mittelmeerurlaub zu planen. Die Lappen essen Eis und trinken kaltes Bier.

    -4°C
    Die Katze will mit ins Bett.

    -10°C
    Zeit, einen Afrikaurlaub zu planen. Die Lappen gehen zum Schwimmen.

    -12°C
    Zu kalt zum Schneien.

    -15°C
    Amerikanische Autos springen nicht mehr an.

    -18°C
    Die Helsinkier Hausbesitzer drehen die Heizung auf.

    -20°C
    Der Atem wird hörbar.

    -22°C
    Französische Autos springen nicht mehr an. Zu kalt zum Schlittschuhlaufen.

    -23°C
    Politiker beginnen, die Obdachlosen zu bemitleiden.

    -24°C
    Deutsche Autos springen nicht mehr an.

    -26°C
    Aus dem Atem kann Baumaterial für Iglus geschnitten werden.

    -29°C
    Die Katze will unter den Schlafanzug.

    -30°C
    Kein richtiges Auto springt mehr an. Der Lappe flucht, tritt gegen den Reifen und startet seinen Lada.

    -31°C
    Zu kalt zum Küssen, die Lippen frieren zusammen. Lapplands Fußballmannschaft beginnt mit dem Training für den Frühling.

    -35°C
    Zeit, ein zweiwöchiges heißes Bad zu planen. Die Lappen schaufeln den Schnee vom Dach.

    -39°C
    Quecksilber gefriert. Zu kalt zum Denken. Die Lappen schließen den obersten Hemdknopf.

    -40°C
    Das Auto will mit ins Bett. Die Lappen ziehen einen Pullover an.

    -44°C
    Mein finnischer Kollege überlegt, evtl. das Bürofenster zu schließen.

    -45°C
    Die Lappen schließen das Klofenster.

    -50°C
    Die Seelöwen verlassen Grönland. Die Lappen tauschen die Fingerhandschuhe gegen Fäustlinge.

    -70°C
    Die Eisbären verlassen den Nordpol. An der Universität Rovaniemi (Lappland) wird ein Langlaufausflug organisiert.

    -75°C
    Der Weihnachtsmann verlässt den Polarkreis. Die Lappen klappen die Ohrenklappen der Mütze runter.

    -120°C
    Alkohol gefriert. Folge davon: Der Lappe ist sauer.

    -268°C
    Helium wird flüssig.

    -270°C
    Die Hölle friert.

    -273,15°C
    Absoluter Nullpunkt. Keine Bewegung der Elementarteilchen. Die Lappen geben zu: 'Ja, es ist etwas kühl, gib' mir noch einen Schnaps zum Lutschen!

    Und jetzt kennst Du den Unterschied zwischen Lappen und Waschlappen. Also stellt euch nicht so an!




    -----------------------------------------------------

    Der Weihnachtsmann kommt in den Knast

    Lieber guter Weihnachtsmann,
    jetzt ist`s soweit, jetzt bist du dran.
    Mein Chef ist nämlich Rechtsanwalt.
    Der klagt dich an, der stellt dich kalt.

    Schon seit vielen hundert Jahren,
    bist du nun durch das Land gefahren,
    ohne Nummernschild und Licht.
    Auch TÜV und ASU gab es nicht.

    Dein Schlitten eignet sich nur schwer,
    zur Teilnahme am Luftverkehr.
    Es wird vor Gericht zu klären sein:
    Besitzt du 'nen Pilotenschein?

    Durch den Kamin ins Haus zu kommen,
    ist rein rechtlich streng genommen
    Hausfriedensbruch - Einbruch sogar.
    Das gibt Gefängnis, das ist klar.

    Und stiehlst du nicht bei den Besuchern,
    von fremden Tellern Obst und Kuchen?
    Das wird bestraft, das muss man ahnden.
    Die Polizei lässt nach dir fahnden.

    Es ist auch allgemein bekannt,
    du kommst gar nicht aus diesem Land.
    Wie man so hört, steht wohl dein Haus
    am Nordpol, also sieht es aus,
    als kämmst du nicht aus der EU.
    Das kommt zur Klageschrift dazu!

    Hier kommt das Deutsche Recht zum Tragen.
    Ein jeder Richter wird sich fragen,
    ob deine Arbeit rechtens ist,
    weil du ohne Erlaubnis bist.

    Der Engel, der dich stets begleitet,
    ist minderjährig und bereitet
    uns daher wirklich Kopfzerbrechen.
    Das Jugendamt will mit dir sprechen!

    Jetzt kommen wir zu ernsten Sachen.
    Wir finden es gar nicht zum Lachen,
    dass Kindern du mit Schläge drohst.
    darüber ist mein Chef erbost.

    Nötigung heißt das Vergehen
    und wird bestraft, das wirst du sehen,
    mit Freiheitsentzug von ein paar Jahren.
    Aus ist's bald mit dem Schlittenfahren.

    Das Handwerk ist dir bald gelegt,
    es sei denn dieser Brief bewegt dich,
    die Kanzlei reich zu beschenken.

    Dann wird mein Chef es überdenken.





    Weihnachten 2003

    Message from the CEO (Christmas Event Organizer): Dr. J. Christus v. Bethlehem:
    Also Kinder, ich bin jetzt in Urlaub. Aller Vorrausicht nach bin ich bis Weihnachten wieder da, aber die Vorbereitungen darauf sollten natürlich jetzt schon loslaufen:

    Status:
    Wie Weihnachten 2002 im Internet gezeigt hat, heißt Weihnachten nicht mehr Weihnachten, sondern X-mas, also muss der Weihnachtsmann entsprechend auch ab jetzt X-man heißen!

    Da X-mas 2003 quasi schon vor der Tür steht, ist es spätestens seit Oktober höchste Zeit, mit der Weihnachtsvorbereitung zu beginnen - Verzeihung, seit Oktober ist es höchste Zeit, mit dem Weihnachts-roll-out zu starten und die Christmas-Mailing-Aktion just in time vorzubereiten.

    Hinweis:
    Die Kick-Off-Veranstaltung (früher 1. Advent) für die diesjährige SANCROS (Santa Claus Road Show) findet bereits am 30. November 2003 statt.

    Daher wurde das offizielle come-together des Organizing Commitees unter Vorsitz des CIO (Christmas Illumination Officer) abgehalten. Erstmals haben wir ein Projekt-Status-Meeting vorgeschaltet, bei dem eine in Workshops entwickelte to-do-Liste und einheitliche Job Descriptions erstellt wurden. Dadurch sollen klare Verantwortungsbereiche, eine powervolle Performance des Kundenevents und optimierte Geschenk-Allocations geschaffen werden, was wiederum den Service-Level erhöht und außerdem hilft, X-mas als Brandname global zu implementieren. Dieses Meeting diente zugleich dazu, mit dem Co-Head des Global Christmas Markets (früher Knecht Ruprecht) die Ablauforganisation abzustimmen, die Geschenk-Distribution an die zuständigen private-Schenking-Center sicherzustellen und die Zielgruppen klar zu definieren. Erstmals sollen auch sog. Geschenk-Units über das Internet angeboten werden.

    Die Service Provider (Engel, Elfen und Rentiere) wurden bereits via conference call virtuell informiert und die core-competence vergeben. Ein Bündel von Incentives und ein separates Team-Building-Event an geeigneter location sollen den Motivationslevel erhöhen und gleichzeitig helfen, eine einheitliche corporate culture samt identity zu entwickeln.

    Der Vorschlag, jedem Engel einen coach zur Seite zu stellen, wurde aus Budgetgründen zunächst gecancelled. Stattdessen wurde auf einer zusätzlichen Client Management Conference beschlossen, in einem testmarket als Pilotprojekt eine Hotline für kurzfristige Weihnachtswünsche einzurichten, um den added value für die Beschenkten zu erhöhen. Durch ein ausgeklügeltes Management
    Information System (MIST) ist auch benchmark-orientiertes Controlling für jedes private-Schenking-Center möglich.

    Nachdem ein neues Literaturkonzept und das layout-Format von externen Consultants (Osterhasen Associates) definiert wurde, konnte auch schon das diesjährige Goldene Buch (Golden Book Release 2003.1) erstellt werden. Es erscheint als Flyer, ergänzt um ein Leaflet und einen Newsletter für das laufende updating. Hochauflagige lowcost-giveaways dienen zudem als teaser und flankierende Marketingmaßnahmen. Ferner wurde durch intensives brainstorming ein Konsens über das Mission Statement gefunden.

    Es lautet:
    "Let s keep the candles burning" und ersetzt das bisherige "Frohe Weihnachten".

    X-man hatte zwar anfangs Bedenken angesichts des corporate redesigns. Er akzeptierte aber letztlich den progressiven Consulting-Ansatz, auch im Hinblick auf das Sharholder-value, und würdigte das know-how seiner Investor-Relation-Manager,.

    Na dann, merry x-mas



    Warum ein Engel auf dem Weihnachtsbaum sitzt

    Es war einmal vor langer Zeit, kurz vor Weihnachten, als der Weihnachtsmann sich auf den Weg zu seiner alljährlichen Reise machen wollte, aber nur auf Probleme stieß.
    Vier seiner Elfen feierten krank, und die Aushilfs-Elfen kamen mit der Spielzeug-Produktion nicht nach. Der Weihnachtsmann begann schon den Druck zu spüren, den er haben würde, wenn er aus dem Zeitplan geraten sollte.
    Dann erzählte ihm seine Frau, dass ihre Mutter sich zu einem Besuch angekündigt hatte. Die Schwiegermutter hat dem armen Weihnachtsmann gerade noch gefehlt.
    Als er nach draußen ging um die Rentiere aufzuzäumen, bemerkte er, dass drei von ihnen hochschwanger waren und sich zwei weitere aus dem Staub gemacht hatten - der Himmel weiss wohin. Welch Katastrophe.
    Dann begann er damit den Schlitten zu beladen, doch eines der Bretter brach und der Spielzeugsack fiel so zu Boden, daß das meiste Spielzeug zerkratzt wurde - Shit.
    So frustriert ging der Weihnachtsmann ins Haus, um sich eine Tasse mit heißem Tee und einem Schuss Rum zu machen. Jedoch mußte er feststellen, daß die Elfen den ganzen Schnaps versoffen hatten. In seiner Wut glitt ihm auch noch die Tasse aus den Händen und zersprang in tausend kleine Stücke, die sich über den ganzen Küchenboden verteilten.
    Jetzt gabs natürlich Ärger mit seiner Frau. Als er dann auch noch feststellen musste, dass Mäuse seinen Weihnachts-Stollen angeknabbert hatten, wollte er vor Wut fast platzen.
    Da klingelte es an der Tür. Er öffnete und da stand ein kleiner Engel mit einem riesigen Christbaum.
    Der Engel sagte sehr zurückhaltend:
    Frohe Weihnachten Weihnachtsmann!
    Ist es nicht ein schöner Tag?
    Ich habe da einen schönen Tannenbaum für dich.
    Wo soll ich den denn hinstecken?

    Und so hat die Tradition von dem kleinen Engel auf der Christbaumspitze begonnen.

    --------------------

    Weihnachtsfeier

    Liebe Mitarbeiter,

    wie schon in den Vorjahren wollen wir auch in diesem Jahr das anstrengende Geschäftsjahr mit einer gemeinsamen Weihnachtsfeier im Besprechungsraum beenden. Da es im letzten Jahr einige etwas unerfreuliche Zwischenfälle gab, möchte die Geschäftsleitung im Vorfeld auf gewisse Spielregeln hinweisen, um die besinnliche Feier auch im rechten Rahmen ablaufen zu lassen.

    1.) Wenn möglich sollten die Mitarbeiter den besagten Raum noch aus eigener Kraft erreichen, und nicht im alkoholisierten Zustand von Kollegen hereingetragen werden. Eine Vorfeier ab den frühen Morgenstunden sollte möglichst vermieden werden.

    2.) Es wird nicht gern gesehen, wenn sich Mitarbeiter mit ihrem Stuhl direkt an das kalte Buffet setzen. Jeder sollte mit seinem gefüllten Teller einen Platz an den Tischen aufsuchen! Auch die Begründung "Sonst frißt mir der Meier die ganzen Melonenschiffchen weg" kann nicht akzeptiert werden.

    3.) Schnaps, Wein und Sekt sollte auch zu vorgerückter Stunde "nicht" direkt aus der Flasche getrunken werden. Besonders wenn man noch Reste der genossenen Mahlzeit im Mund hat. Der Hinweis "Alkohol desinfiziert" beseitigt nicht bei allen Mitarbeiten das Mißtrauen gegen Speisereste in den angetrunkenen Flaschen.

    4.) Wer im letzten Jahr den bereitgestellten Glühwein gegen eine Mischung aus Hagebuttentee und Super-Bleifrei ausgetauscht hat, wird darum gebeten diesen Scherz nicht noch einmal zu wiederholen. Sicherlich ist uns allen noch in Erinnerung was passierte als Kollege Moosbacher sich nach dem dritten Glas eine Zigarette anzündete.

    5.) Sollte jemand nach Genuß der angebotenen Speisen und Getränke von einer gewissen Unpäßlichkeit befallen werden, so wird darum gebeten die dafür vorgesehen Örtlichkeiten aufzusuchen. Der Chef war im letzten Jahr über den unerwarteten Inhalt seines Aktenkoffers nicht sehr begeistert.

    6.) Wenn Weihnachtslieder gesungen werden, sollten die Originaltexte gewählt werden. Einige unserer Auszubildenden sind noch minderjährig und könnten durch einige Textpassagen irritiert werden.

    In diesem Zusammenhang möchten wir nochmals daran erinnern, das einige der männlichen Kollegen sich noch nicht zur Blutuntersuchung zwecks Feststellung der Vaterschaft gemeldet haben. Unsere im Mutterschaftsurlaub befindliche Mitarbeiterin Frl. Kluge meint, es bestände ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der letztjährigen Weihnachtsfeier und der Geburt ihrer Tochter Sylvia im September dieses Jahres.

    Wenn wir uns alle gemeinsam an diese wenigen Verhaltensmaßregeln halten, sollte unsere Weihnachtsfeier wieder ein großer Erfolg werden.

    MfG
    Die Geschäftsleitung



    Weihnachtskerze
    Sonntag, 1. Advent

    10:00 Uhr:
    In der Reihenhaussiedlung Önkelstieg lässt die Rentnerin Erna B. durch ihren Enkel Norbert drei Elektrokerzen auf der Fensterbank ihres Wohnzimmers installieren. Vorweihnachtliche Stimmung breitet sich aus. Die Freude ist groß.

    10:14 Uhr:
    Beim Entleeren des Mülleimers beobachtet Nachbar Ottfried P. die provokante Weihnachtsoffensive im Nebenhaus und kontert umgehend mit der Aufstellung des zehnarmigen dänischen Kerzensets zu je 15 Watt im Küchenfenster. Stunden später erstrahlt die gesamte Siedlung Önkelstieg im besinnlichen Glanz von 134 elektrischen Fensterdekorationen.


    19:03 Uhr:
    Im 14 km entfernten Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage registriert der wachhabende Ingenieur irrtümlich einen Defekt der Strommessgeräte für den Bereich Stenkelfeld-Nord, ist aber zunächst noch arglos.


    20:17 Uhr:
    Den Eheleuten Horst und Heidi E. gelingt der Anschluss einer Kettenschaltung von 96 Halogenfilmleuchten durch sämtliche Bäume ihres Obstgartens an das Drehstromnetz. Teile der heimischen Vogelwelt beginnen verwirrt mit dem Nestbau.


    20:56 Uhr:
    Der Discothekenbesitzer Alfons K. sieht sich genötigt, seinerseits einen Teil zur vorweihnachlichen Stimmung beizutragen, und montiert auf dem Flachdach seines Bungalows das Laserensamble "Metropolis", das zu den Leistungsstärksten Europas zählt. Die 40 Meter hohe Fassade eines angrenzenden Getreidesilos hält dem Dauerfeuer der Nikolausprojektion mehrere Minuten stand, bevor sie mit einem hässlichen Geräusch zerbröckelt.


    21:30 Uhr:
    Im Trubel einer Julklubfeier im Kohlekraftwerk Sottrup-Höcklage verhallt das Alarmsignal aus Generatorhalle 5.


    21:50 Uhr:
    Der 85jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs "Varta Volkssturm" den Stern von Betlehem an die tiefhängende Wolkendecke.


    22:12 Uhr:
    Eine Gruppe asiatischer Geschäftsleute mit leichtem Gepäck und sommerlicher Bekleidung irrt verängstigt durch die Siedlung Önkelstieg. Zuvor war eine Boing 747 der Singapor Airlines mit dem Ziel Sydney versehentlich in der mit 3000 bunten Neonröhren gepflasterten Garagenzufahrt der Bäckerei Bröhrmayer gelandet.


    22:37 Uhr:
    Die NASA-Raumsonde Voyager 7 funkt vom Rande der Milchstraße Bilder einer angeblichen Supernova auf der nördlichen Erdhalbkugel. Die Experten in Houston sind ratlos.


    22:50 Uhr:
    Ein leichtes Beben erschüttert die Umgebung des Kohlekraftwerkes Sottrup-Höcklage. Der gesamte Komplex mit seinen 30 Turbinen läuft mit 350 Megawatt brüllend jenseits der Belastungsgrenze.


    23:06 Uhr:
    In der taghell erleuchteten Siedlung Önkelstieg erwacht die Studentin Bettina U. und freut sich irrtümlich über den sonnigen Dezembermorgen. Um genau 23:12 betätigt sie den Schalter ihrer Kaffeemaschine.


    23:12:14 Uhr:
    In die plötzliche Dunkelheit des gesamten Landkreises Stenkelfeld bricht die Explosion des Kohlekraftwerks Sottrup-Höcklage wie Donnerhall. Durch die stockfinsteren Ortschaften irren verstörte Menschen, Menschen wie du und ich, denen eine Kerze auf dem Adventskranz nicht genug war.

    ---------------------------

    Weihnachtskuchen

    Man nehme:
    1 Tasse Wasser
    1 Tasse Zucker
    1 Tasse braunen Zucker
    4 große Eier
    1 Stück weich Butter (250 g)
    2 Tasse getrocknete Früchte
    1 Teelöffel Backpulver
    1 Teelöffel Salz
    1 Hand voll Nüsse
    1 Zitrone
    1 Liter Old Scotch Whisky

    Zubereitung:
    1. Zunächst kosten Sie den Whisky und überprüfen so seine Qualität.
    2. Nehmen Sie dann eine große Rührschüssel zur Hand.
    3. Währenddessen probieren Sie nochmals den Whisky und überzeugen sich davon, dass er von bester Qualität ist.
    4. Gießen Sie dazu eine Tasse randvoll und trinken Sie diese aus.
    5. Wiederholen Sie diesen Vorgang.
    6. Schalten Sie den Mixer an und schlagen Sie in der Rührschüssel die Butter flaumig weich. Fügen Sie einen Löffel voll Zucker hinzu.
    7. Überprüfen Sie, ob der Whisky noch in Ordnung ist. Probieren Sie dazu nochmals eine Tasse voll.
    8. Mixen Sie den Schalter aus.
    9. Brechen Sie dann zwei Eier aus und zwar in die Rührschüssel. Hau'n Sie die schrumpligen Früchtchen mit rein.
    10. Malten sie den Schixer an.
    11. Wenn das blöde Obst im Trixer stecken bleibt, lösen's des mit 'nem Traubenschier.
    12. Hübberprüfen sie den Whisky auf seine Konsissstenzzz.....
    13. Jetzt schmeißen sie die Zitrone in den Hixer und drücken sie die Nüsse aus.
    14. Fügen Sie eine Tasse hinzu... Zucker, alles was auch immer.....
    15. Fetten sie den Ofen ein. Drehen sie ihn um 360°. Schlagen sie auf den Mehixer, bis er ausgeht.
    16. Werfen Sie die Rührschüssel aus dem Fenster und überprüfen Sie den Geschmack des übrigen, abgestandenen Whiskys.
    17. Gehen Sie ins Bett und scheißen Sie auf den blöden Kuchen.



    Die 10 eindeutigsten Anzeichen dafür, dass der Weihnachtsmann Ihr Kind nicht mag

    10. Der Brief Ihres Kindes kommt vom Nordpol mit dem Stempel zurück: Vergiss es, Peter!
    9. Ihr Kind wünscht sich ein Fahrrad und bekommt eine Schachtel Zigaretten.
    8. Neben den Geschenken lässt der Weihnachtsmann eine deftige Rechnung für Porto und Versand zurück.
    7. Wenn der Weihnachtsmann zu Ihnen nach Hause kommt, hat er nur noch Styropor-Erdnüsse dabei.
    6. Heilig Abend. Ihr Kind wacht neben einem Rentierkopf im Bett auf.
    5. Statt in der Kategorie "ungezogen" oder "brav", befindet sich Ihr Kind auf der "schwarzen Liste" des Weihnachtsmanns.
    4. Der Weihnachtsmann schickt Ihr Kind auf eine Sauftour mit Ernst August.
    3. Wenn Ihr Kind auf dem Schoss des Weihnachtsmanns platznimmt, sind die ersten Worte: Fass meinen Bart an und ich werde Schmerzen über dich kommen lassen.
    2. Auf allen Spielsachen Ihres Kindes steht: Made by Homer Simpson.
    1. Fünf Worte: Runter von meinem Schoss, Teletubby!

    ----------------------------------------

    [/b]Ein kleines englisch-deutsches Weihnachtsgedicht (2003)[/b]

    When the last Kalender-sheets
    flattern through the Winter-streets
    and Decemberwind is blowing,
    then is everybody knowing,
    that it is not allzuweit:
    she does come, the Weihnachtszeit.

    All the Menschen, Leute, people
    flippen out of ihrem Stübel,
    run to Kaufhof, Aldi, Mess,
    make Konsum and business,
    kaufen this und jenes Dings,
    and the churchturmglocke rings!

    Manche holen sich a Tännchen.
    When this brennt, they cry: Attention!
    Rufen for the Feuerwehr,
    please come quick and rescue her!
    Goes the Tännchen off in Rauch
    they are standing on the Schlauch.

    In the kitchen of the house
    mother makes the Christmasschmaus.
    She is working, schufting, bakes,
    hit is now her Joghurtkeks.
    And the Opa says as tester:
    "We are killed bis zu Silvester."
    Then he fills the last Glas wine,
    yes, this is the Christmastime.

    Day by day does so vergang,
    and the holy night does come.
    You can think, you can remember,
    this is immer in December!

    Then the childrenlein are coming,
    candle-wachs is abwärts running,
    Bing Crosby of Christmas sings
    while the towerglocke rings
    and the angels look so fine.
    Weil, this is the Weihnachtstime!

    Baby-eyes are big and rund,
    the family feels kerngesund,
    when unterm Baum is hocking -
    then nothing can them shocking.
    They are so happy, are so fine.
    This happens in the Christmastime.

    The animals all in the house,
    the Hund, the Katze, the bird, the mouse,
    are turning round the Weihnachtstree,
    enjoy the day as never nie,
    weil they find Kittekat and Schappi
    im Geschenkkarton von Pappi.

    The family bagins to sing
    and wieder does a Glöckchen ring.
    Zum song vom grünen Tannenbaum
    die Tränen rennen down and down -
    bis the mother plötzlich flennt:
    "Die Gans im Ofen ist verbrennt!"
    because her nose is very fine
    wie jedes Jahr zur Christmastime.

    So all can say the Fest is nice,
    but all of this hat seinen Preis.
    The nervs are lying alle blank,
    this is mir klar, by this Gestank
    from the verbrennte Weihnachtsgans.

    This year the two thousand und drei
    this must etwas besonderes sein.
    All people stimmen mit mir ein
    and sing with me so loud and clear:

    MERRY X-MAS AND A HAPPY NEW YEAR!
    _______________

  14. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Kolya
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    Layana Thinuil
    #14
    21:50 Uhr
    Der 85-jährige Kriegsveteran August R. zaubert mit 190 Flakscheinwerfern des Typs ’VartaVolkssturm’ den Stern von Bethlehem an die tiefhängende Wolkendecke.
    ach du scheiße ich fand das so lustig ich musste fast ne minute lachen
    _______________

  15. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Trollchen
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    Hessen
    #15
    Die Weihnachtsmaus
    von James Krüss

    Die Weihnachtsmaus ist sonderbar
    (sogar für die Gelehrten),
    Denn einmal nur im ganzen Jahr
    entdeckt man ihre Fährten.

    Mit Fallen und mit Rattengift
    kann man die Maus nicht fangen.
    Sie ist, was diesen Punkt betrifft,
    noch nie ins Garn gegangen.

    Das ganze Jahr macht diese Maus
    den Menschen keine Plage.
    Doch plötzlich aus dem Loch heraus
    kriecht sie am Weihnachtstage.

    Zum Beispiel war vom Festgebäck,
    das Mutter gut verborgen,
    mit einem mal das Beste weg
    am ersten Weihnachtsmorgen.

    Da sagte jeder rundheraus:
    Ich hab´ es nicht genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    die über Nacht gekommen.

    Ein andres Mal verschwand sogar
    das Marzipan von Peter;
    Was seltsam und erstaunlich war.
    Denn niemand fand es später.

    Der Christian rief rundheraus:
    ich hab es nicht genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    die über Nacht gekommen!

    Ein drittes Mal verschwand vom Baum,
    an dem die Kugeln hingen,
    ein Weihnachtsmann aus Eierschaum
    nebst andren leck`ren Dingen.

    Die Nelly sagte rundheraus:
    Ich habe nichts genommen!
    Es war bestimmt die Weihnachtsmaus,
    die über Nacht gekommen!

    Und Ernst und Hans und der Papa,
    die riefen: welche Plage!
    Die böse Maus ist wieder da
    und just am Feiertage!

    Nur Mutter sprach kein Klagewort.
    Sie sagte unumwunden:
    Sind erst die Süßigkeiten fort,
    ist auch die Maus verschwunden!

    Und wirklich wahr: Die Maus blieb weg,
    sobald der Baum geleert war,
    sobald das letzte Festgebäck
    gegessen und verzehrt war.

    Sagt jemand nun, bei ihm zu Haus,
    - bei Fränzchen oder Lieschen -
    da gäb es keine Weihnachtsmaus,
    dann zweifle ich ein bißchen!

    Doch sag ich nichts, was jemand kränkt!
    Das könnte euch so passen!
    Was man von Weihnachtsmäusen denkt,
    bleibt jedem überlassen.


    Die Mutter war sauer, weil sich ihre beiden Jungen wieder einmal um den letzten Lebkuchen stritten:"Könnt ihr beide denn nicht ein einziges Mal einer Meinung sein?" Die beiden lachten und einer antwortete:"Sind wir doch auch - er will den Lebkuchen haben und ich auch".


    Zitat:

    "Ich bin sehr besorgt um meine Frau. Sie ist naemlich bei diesem schlimmen Schneetreiben in die Stadt gegangen." - "Na, sie wird schon in irgendeinem Geschaeft Unterschlupf gefunden haben !" - "Eben deshalb bin ich ja so besorgt !"



    Es naht die liebe Weihnachtszeit

    Ihr Kinder seid nun stille
    Die Mutti ist schon ganz nervös,
    sucht ihre Kreislaufpille.

    Es gibt so schrecklich viel zu tun,
    ein Fest braucht Vorbereitung.
    Nur Opa sitzt vor seinem Schnaps
    Und liest in Ruhe Zeitung.

    Der Vati zerrt am Weihnachtsbaum,
    das Ding das steht nicht gerade,
    und das es kaum noch Nadeln hat
    ist auch ein wenig schade.

    Nur Dackel Waldi ist entzückt.
    Bis dahin musst er immer
    zum Bäumchen vor die Tür hinaus,
    jetzt hat er eins im Zimmer.

    Papa wühlt in den Pappkartons,
    dann schimpft er "Donnerwetter!
    Was ist das für 'ne Wirtschaft hier?
    Wo ist denn das Lametta?"

    Dann brennt der Käsekuchen an,
    Mama fängt an zu weinen.
    Nur Opa ohne Zeitgefühl
    Genehmigt sich noch einen.


    Advent im Seniorenheim

    Alljährlich die gleichen Sorgen…
    …Weihnachtsgesang…

    Opa:
    Macht, dass ihr da wech kommt!!!

    …Schüsse…

    Opa:
    Güllelerchen!!!

    ..weiter Schüsse...

    Reporter:

    Der Singkreis des Landfrauenvereins Heringsmoor war nur einer von zahlreichen Vortragsgruppen und Einzelkünstlern, die wochenlang vergeblich versuchten, in das städtische Seniorenstift am Höcklager Industrieweg einzudringen. Dem inneren Drang, alten Menschen zur Weihnachtszeit eine Freude zu machen, stand immer wieder die kompromisslose Abwehrbereitschaft der Heiminsassen gegenüber, die es leid sind, als Publikum für Amateuraufführungen herhalten zu müssen. So jedenfalls erklärt es der 89jährige Josef Röhrmöller, als Sprecher des Ältestenrates.

    Röhrmöller:

    Ja, wir woll’n hier vor Weihnachten einmal in Ruhe Kaffee trinken und nicht dauernd dies Gejiedel und Gefiedel an'e Ohren habm. Und wenn das im Guten nich geht, dann müssen wir Maßnahmen ergreifen.

    Reporter:

    Maßnahmen, die sich am Anfang nur auf die hermetische Abriegelung des Gebäudekomplexes beschränkten. Röhrmöllers Erfahrungen als Infanterist 1943 im Kessel von Tscherkassi, als seine Kameraden in einer ähnlich verzweifelten Situation waren, kommen jetzt den Heimbewohnern zugute. Die wuchtigen Eisenmöbel vor den Außentüren, Stacheldrahtrollen vor den besonders gefährdeten Sutterainfenstern sowie verschweißte Sieldeckel im Kellerbereich, reichten jedoch schon bald nicht mehr aus. Rund um die Uhr wurden Heimbewohner zum Wachdienst eingeteilt.

    Röhrmöller:

    Ja die Probleme sind praktisch Tach und Nacht, nich. Morgens fallen schon die Plagen vonner Gesamtschule über uns her mit ihrem Flötenkreis. Die fiepen hier rum mit Mach hoch die Tür und Klingglöckchen und alles falsch und durcheinander. Dat is nicht zu ertragen. Inner Mittachsstunde hab'n wir dann meistens diese Trampeltänzer vom Trachtenverein Strohkruch, die will keiner mehr sehen, aber mit uns kann mans ja machen.

    Reporter:

    Besonders kritisch wird es am Abend, wenn die Aufmerksamkeit der alten Menschen nach einem langen Wachdienst zu erlahmen droht. Dann nämlich pirscht sich im Schutz der Dunkelheit der Jagdbläserchor 'Hubertus' aus Niederstenbreckelwede heran.

    Röhrmöller:

    Ja die tröten hier Die Sau ist tot, wenn unsereiner nur in Ruhe fernsehen will. Und da bin ich dann zum ersten Mal mit'm Schrotdrilling dazwischen gegangen.

    Reporter:

    Nicht minder gefürchtet ist unter den Senioren die Schöppenwessler Speeldeel mit ihrem niederdeutschen Schwank Krach um Jolante, die aber in diesem Jahr, wenn auch gegen ein empfindlich hohes Schweigegeld wieder abzog. Doch nicht immer lassen sich die vorweihnachtlichen Besucher so unkompliziert abwehren. Der Chantichor Ankommersiel mit seinem Adventsrepertoire wie Christus war ein Steuermann oder Wir lagen auf Kiel vor Bethlehem ließ sich aus Hubschraubern auf das Flachdach des Speisesaals absetzen, in der vergeblichen Hoffnung, durch einen Lüftungsschacht zur besinnlichen Kaffeetafel vorzudringen. Nach 25 Jahren Heimerfahrung kennt Opa Röhrmöller inzwischen alle Tricks.

    Röhrmöller:

    Ja wir hatten die Tage einen hier, der gab sich als Klempner aus und wollte nach 'e Heizkörper kucken. Und ich denk noch, da is doch wat faul, mach 'ne Taschenkontrolle und siehe da, kein Werkzeug und nix. Stattdessen diese elende Gedichtband Wiehnacht ob de Halli, damit wollte er uns hier den Abend versaun. Und jetzt komm' Sie.

    Reporter:

    Schlussendlich waren alle Anstrengungen der alten Leute umsonst. Am frühen Nachmittag des 2. Advents hielt die Schweißnaht der Feuertür zum Babitoratlager dem karitativen Ansturm nicht mehr stand. Die tapferen Bewohner des Seniorenstifts wurden von der vorweihnachtlichen Stimmung doch noch eingeholt.



    _______________
    "Leben, das ist das Allerseltenste in der Welt - die meisten Menschen existieren nur." Oscar Wilde

    "Millionen Menschen sehnen sich nach Unsterblichkeit - und wissen an einem verregneten Sonntag Nachmittag doch nichts mit sich anzufangen." Susan Erks

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    und Trollchen auf youtube und trollchen.com

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