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  1. Wind Rider Benutzerbild von Se Greeeen
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    Der Säufer

    #1
    Ich Habe noch keinen Namen für die Geschichte. Aber ich denke im Laufe der Zeit wird sich ein Name ergeben. Mein Arbeitstitel ist "Der Säufer" bin mir allerdings nicht sicher ob ich sie nicht Irgendwann Umbenenne .
    Kritiken bitte hier herein oder per PN an mich. Ich möchte daraufhinweisen, dass die Geschichte noch fortgesetzt wird, also währe eine PN vielleicht besser.
    Noch eine kleine Anmerkung: Die Geschichte spielt zwar im Guildwars Universum am Kontinent Tyria ich halte mich jedoch nicht an die geschichtlichen Vorgaben von Anet oder sowas. Also nicht wundern .

    Viel Spass beim Lesen .

    Der Säufer

    Kapitel 1: Ein alter Mann

    „Du glaubst wohl auch du bist was besseres wie? Aber du warst nicht dabei damals, du warst noch nicht mal auf der Welt als es geschah! Du glaubst, weil du alles gelesen hast und viel darüber weißt, es sogar besser zu wissen als die, die daran beteiligt waren, Leute wie ich. Geh mir aus den Augen!“ Er spuckte dem Studenten vor die Füße, drehte sich um und ging vor Wut zitternd die erdige Straße entlang, die hinaus aus der Stadt führte. Solche Leute hatten ihn schon immer zur Weißglut getrieben, Leute die dachten sie wüssten etwas besser als er, obwohl er dabei gewesen war, er war daran beteiligt gewesen. Maßgeblich beteiligt. Als vor vielen Jahren der Krieg ausgebrochen war.

    Die Wolken am Himmel waren schwarz gefärbt und etwas düsteres schien in der Luft zu liegen, ähnlich jenen Tagen in Tams Jugend kurz nach beginn des Krieges.
    Endlich war er angekommen beim Wirtshaus „zum fliegenden Moa“, wo er seit etwa 30 Jahren jeden Abend Stammgast war, und alle Leute kannte. Gute Leute, so alt wie er die selbst dabei gewesen waren und sich mit ihm immer über die früheren Zeiten unterhielten und mit schwelgten in den Erinnerungen an die Zeiten vor dem Krieg und diskutierten wie gut alles früher war, vor dem Krieg. Denn früher, in diesem Punkt waren sie sich einig, ja früher war alles besser.

    „Guten Abend!“ sagte er als er durch den kleinen Innenhof in die gemütliche Stube der Gasthofes gelangt war. „Abend Tam! Das Übliche?“ er nickte. Zu oft hatte er jeden Abend das selbe bestellt um noch von seiner Gewohnheit los zukommen. Sein Leben war gelaufen. Das einzige was er noch hatte waren seine Erinnerungen an die Zeit in der alles besser war, alles andere war gegangen.
    „Grüß dich Dolk!“ sagte er zu seinem Nachbarn am Tresen. Dolk, ein ausgemergelter Mann, ziemlich genau 60 Jahre alt, so alt wie Tam.
    Dolk wandte sich ihm zu „Wie schön dich zu sehen.“ Der Klang dieser Worte hätten einen Zuhörer, der die beiden nicht kannte, wohl nicht gerade überzeugt, aber Tam bemerkte es nicht einmal, wahrscheinlich wollte er es auch gar nicht bemerken.

    „Tam hier ist dein Moablut!“ sagte der Wirt und stellte einen Humpen mit dickflüssigem roten Inhalt vor Tam auf den Tresen.
    „Danke dir, Alter!“ Tam nahm ein paar kräftige Züge und seufzte dann laut.
    Moablut. Um euch zu beruhigen, Moablut war das beliebteste Getränk in dieser Gegend das die Bauern seit Jahrhunderten herstellten. Allerdings hatte es nichts mit Moas zu tun(Langbeinige Straußenähnliche Wesen)sondern beschrieb nur das rötliche alkoholische Getränk welches aus der „Moablume“ gewonnen wurde, und ist in etwa mit unserem Bier zu vergleichen. Sie hieß Moablume, da ihre rote Farbe den Federn des Moas sehr ähnlich war und außerdem das Hauptnahrungsmittel dieser Vögel darstellte. Man könnte sich durchaus fragen ob die Moas nicht sogar ihre Farbe durch die Vertilgung besagter Blume erlangten.

    Tam seufzte noch einmal und fing an zu murmeln, wie er es fast jeden Abend machte: „Alle glauben etwas über damals zu wissen, glauben darüber urteilen zu dürfen. Dabei wissen sie gar nichts, sie wissen nicht wieso der Krieg damals ausgebrochen ist. Sie sagen alle der Puppenspieler währe größenwahnsinnig gewesen, wollte Tyria erobern. Was für ein Schwachsinn...“ Dolk zog die Augenbrauen hoch und antwortete etwas bissig: „Nur du weißt was wirklich passiert ist Tam, was? Alter Narr... Wenn es dich so erzürnt dass alle etwas falsches glauben wärs vielleicht mal an der Zeit, dass du auspackst. Was meinst du?“ Dolk schüttelte verärgert den Kopf. Tams Sturheit erstaunte ihn immer wieder.

    Seit 30 Jahren hatte Tam jeden Tag Streit mit einem anderen Studenten oder Professor der Königlichen Universität angefangen, über den Beginn des damaligen Krieges. Er hatte keinem seiner Gegner die Wahrheit gesagt aber immer die jeweiligen Theorien abgestritten. In der Universität war er als Ruhestörer und alter Säufer bekannt, den ohnehin niemand ernst nahm. Nur die Jungen Studenten zerstritten sich immer mit ihm.
    Dolk hatte es schon längst aufgegeben die Wahrheit aus Tam herauszubekommen, hatte aber das Gefühl es könnte nicht Schaden es an diesem Abend noch einmal zu versuchen.
    „Dolk ich sage dir die Geschichte über den Krieg betrifft mich. Mein ganzes Leben.“
    Tam schauderte, starrte in seinen Krug und nahm wieder ein paar schlucke.

    Dann begann er zu erzählen.
    _______________

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    Geändert von Se Greeeen (04.12.2009 um 12:49 Uhr)

  2. Wind Rider Benutzerbild von Se Greeeen
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    #2
    Kapitel 2: Vor langer Zeit...

    Stadt Ascalon. Sie hatte sich in den letzten Jahren gut entwickelt und war, dank des arbeitsamen Königs, zu einer der Handels und Forschungsmetropolen Tyrias geworden.
    Sie war eine einzigartige Stadt, geprägt durch die ihr eigene Infrastruktur.
    Es gab eine gigantisch breite Straße direkt an der inneren Wand des Walls, die sich, wie der Wall selbst um die ganze Stadt zog. Doch war es keine richtige, befahrbare Straße, sie war so voll mit Händlern das man die eigentliche Straße gar nicht mehr erkennen konnte.
    Diese Straße nannte man den „Kryta Ring“.
    Die Tatsache das die meisten Händler, die auf dieser Straße ihre Waren verkauften, aus Kryta kamen, hatte ihr diesen Namen zuteil werden lassen.
    Im Zentrum der Stadt stand das prächtige Schloss Ascalon. Vierzehn mächtige Türme schmückten dieses prächtige Schloss, von denen jeder wie ein Pfeil in den Himmel zu stechen schien.

    Die Fläche zwischen Schloss und „Kryta Ring“ teilte sich auf in Bezirke und Distrikte und war vollkommen verbaut mit Häusern aller Art. Da waren Häuser aus Holz, Stein, Lehm, Metall ja sogar Häuser aus Tierknochen waren unter ihnen.
    Um zwei Bezirke zu nennen, alle zu nennen währe eine zu große und zu langatmige Angelegenheit: da war der düstere „Grenthbezirk“, in dem so manch Untoter sein Unwesen trieb und der edel anmutende „Bezirk Teinei“, der viele Elementarmagier beheimatete. Viele, aber bei weitem nicht alle.
    Es war jedem selbst überlassen in welchen Bezirk er sich niederließ, aber oft wählten die jünger verschiedener Lebensphilosophien* verschiedene Bezirke. Damals kursierte sogar das Gerücht, dass ein wohl angesehener Krieger sich im dunklen Distrikt eine Wohnung genommen hätte.
    Der dunkle Distrikt. Die Heimat der Heimatlosen. Dort trieb sich der Abschaum der dunkelsten Untergründe herum. Der Distrikt war so verrufen das man sich um seinen guten Namen sorgen machen musste wenn man ihn betrat, oder sogar nur Gerüchte im Umlauf waren, man hätte ihn betreten.
    Stadt Ascalon zeichnete sich allerdings nicht nur durch ihre Bau weise aus.

    Sie war die Hauptstadt des Königreichs Ascalon und schon seit Jahrhunderten Residenz des Königshauses derer von Ascalon. Außerdem wurde Stadt Ascalon geprägt durch eine Ehrenvolle Tatsache: Stadt Ascalon war eine Universitätsstadt.
    In ihren besten Zeiten beheimatete sie tausende von Studenten, die in der Königlichen Universität in Nolani, die zu Fuß etwa eine halbe Stunde entfernt lag, studierten. Sie war eine der angesehensten Universitäten Tyrias, wenn nicht die gar die beste schlechthin.
    Es gab natürlich auch einen Studenten Distrikt in dem nur Häuser für die Studenten bereitgestellt wurden. Diese Wohnungen zeichneten sich zwar durch unglaublichen Komfort aus, allerdings waren sie bei normalen Studenten nicht sehr begehrt, da die Preise meist übertrieben waren und sich nur die Reichsten eine Wohnung dort leisten konnten.
    Es war ein gutes Zeitalter für Ascalon. Die Königreiche Tyrias hatten schon seit Jahrzehnten, dem tüchtigen und weisen König Theotsind sei dank, keine Kriege mehr geführt.
    Doch auf jedes Glück muss auch Unheil folgen...Und es folgte.
    Mit überwältigender Kraft...

    Fußnote:*Mit Lebensphilosophie meine ich die Klassen. Es kam mir komisch vor Klassen zu schreiben habe also beschloßen es zu umschreiben .
    _______________

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    Geändert von Se Greeeen (16.02.2008 um 11:32 Uhr)

  3. Wind Rider Benutzerbild von Se Greeeen
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    #3
    Kapitel 3: Ein Beschluss

    König Theodsint saß auf seinem Thron und blickte auf sein Reich hinab, durch die gigantische Scheibe aus rundem Glas, die die große Halle mit blickkontakt zur Aussenwelt verband. Zuvrieden räkelte er sich auf seinem Thron, betrachtete die zahlreichen ringe, welche mit diamanden besetzt waren, an seiner Hand und überblickte dann wieder sein Königreich.
    „Es ist groß nicht wahr Minhard? Überwältigend, gigantisch, nicht wegzudenken von der Erde!“ Er lächelte selbstgefällig und blikte dann seinen Berater an.

    „Ist es doch.“ zweifel lag in Theodsints Stimme, als Minhard nicht sofort antwortete. Dieser blikte etwas nachdenklich zum König auf. „Ja, Hoheit,... Überwältigend,..“

    Der König war leicht zufrieden zustellen. Gib ihm recht, und mache deine Vorschläge so, das sie sein Reich, zumindest äusserlich befürworten und ihn loben, und schon frisst er dir aus der Hand,... Minhard war seit je her der eigentliche Herrscher Ascalons. Der Fädenzieher. Theodsint war, nun ja, nicht mehr ales eine Marionette in den geschickten Händen des „Puppenspielers“ wie ihn das Volk zu nennen Pflegte.
    Man kann nicht sagen das er das Land nicht gut führte und dennoch war der König unzufrieden mit allem. Minhard hatte sich für die Universität eingesetzt, er hatte Arbeitsplätze geschaffen und viele förderliche Dinge für den Handel der Stadt getan. Doch der König war in letzter Zeit verdrossen. Verdrossen von er Ahnung das nicht er das Land regierte.

    „Es müsste noch größer werden,...“ Der König dachte laut. „Ich könnte Kryta erobern. Der weiße Mantel der dort Herrscht hat angeblich Zauberkräfte aber ich denke nicht das sie unseren Elementarmagiern gewachsen sind,...“ Zufrieden blickte er zu Minhard hinunter der aufmerksam zugehört hatte.
    „Das wäre ein großer Schritt für einen König,... Und ein kleiner Schritt für einen Narre,...“ Er sah Theodsint in die Augen. „Wir haben alles Hoheit. Wozu wollt ihr Krieg führen? Unser Volk lebt in Zufriedenheit wir haben unser Reich mit Handel und Frieden vergrößert,...“

    Er schüttelte den Kopf widerwillig. „Ein Krieg wäre nicht gut für euer Ansehn mein König. Die Menschen wollen keinen Krieg wir sind Intellektuelle, keine Mörder.“

    Enttäuscht sah der König wieder auf sein Reich. „Wahrscheinlich habt ihr Recht, Minhard. Intellektuelle,... Keine Mörder,...“

    Die Zufriedenheit die Minhard verspürt hatte hielt nur einen Augenblick an. Er sah den König an und sah die Entschlossenheit in seinem Gesicht. Da wusste er es. Es würde Krieg geben. Über seine Leiche.
    „Ich muss etwas erledigen mein Herr. Entschuldigt mich bitte.“ Er erhob sich und schritt durch die Türe welche auf der rechten Seite des Thrones war. Er drückte die goldene Türklinke hinunter, und verließ die Halle.
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  4. Wind Rider Benutzerbild von Se Greeeen
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    Kapitel 4: Eine Begegnung

    „Tam!“ eine leise Stimme. Doch fordernd und Stark. „Tam!“ wieder hörte er es. Er hörte es jeden Tag seit er diesen Traum gehabt hatte. Es war ein großer Traum voll Ruhm und prächtiger Zukunft. In diesem Traum war er eine Straße entlang gegangen, eine Straße voll mit Menschen die ihn bejubelten ihn und seine Taten im Krieg.

    Tam zweifelte an diesem Traum doch konnte er sich die Stimme nicht erklären. Er hörte sie immer wieder aber er kannte sie nicht. Langsam schlenderte er weiter durch die langen Straßen Ascalons, denn er war kurz stehen geblieben als er in seinem Kopf gerufen wurde.

    Er bog in eine enge Nebengasse ein, und bewegte sich behände über Knochen und wie tot daliegende Hunde. Am ende der Gasse kam er an einen großen Platz über den er gerade hinüber ging und das Haus gegenüber betrat.

    „Guten Tag!“ Tam starrte die schöne Verkäuferin an die hinter dem Tresen stand. Wegen ihr war er hier. Jeden Tag. Sie war kaum älter als er. Vielleicht ein halbes Jahr, aber was ist schon alter,...“
    „Guten Morgen!“ Sie strahlte. Sie war so hübsch in ihrer blauen Bluse die mit Edelsteinen geschmückt war. Tam wollte etwas sagen. Ihr sagen wie schön sie aussah und ob sie nicht mit ihm irgendwohin gehen wolle. Doch er verdrängte den Gedanken schnell wieder, denn die Feigheit übermannte ihn. Jeden Tag.

    „Ich nehme einen,... Laib Brot.“ Er Versuchte zu lächeln doch sein Gesicht verzog sich nur etwas, dann ließ er es ganz sein.

    Er stolperte aus dem Geschäft mit einem „Auf Wiedersehn“ auf den Lippen, die allerdings nie an die Welt drangen. Er hastete weit weg die Straße entlang. Vollkommen in Gedanken an sie. Wieso konnte er es nicht sagen? Wieso konnte er in ihrer Gegenwart nicht,...

    Seine Gedanken wurden in die Gegenwart gerissen als er vor sich eine Person sah, die er als Kind schon bewundert hatte. Es war Gord Minhard. Der „Puppenspieler“, der populärste Mann im Volk und der Mann der ganz offen zugab,... Nun gut er gab es nicht zu aber das Volk gab zu das er der Regent Ascalons war und er Stritt es nicht ab, überließ aber dem König den Ruhm.

    „Tam!“ der Puppenspieler stand vor ihm und hielt ihm die Hand zum Gruß hin. Tam schüttelte sie.
    Minhard lächelte und legte ihm die Hand auf die Schulter. Mein Junge, ich habe mit dir zu reden! Sie schritten die Straße entlang und betraten dann den Gasthof „Zur kichernden Stute“.

    Sie gingen einige Schritte durch die leer anmutende Stube und blieben vor einer Wand stehen. Minhard berührte die Wand mit seiner Handfläche und sie verschwand. Vor Tam erstreckte sich ein Langer Raum mit einem eben so langem Tisch. Um den Tisch saßen ehrwürdig anmutende Männer und sie Standen auf als Gord Minhard und Tam Lurgin den Raum betraten.
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    Geändert von Se Greeeen (13.09.2008 um 11:23 Uhr)

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