Die Geschichte der Xun beginnt nach dem Exodus der Götter aus Tyria. Eine genaue Zeitangabe ist nicht möglich. Jedoch beginnt die Geschichte am Tag des großen Feuers.

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Es war morgens, ein warmer Tag zur Jahreszeit des Phönix. Es war immer sehr warm in der Jahreszeit des Phönix, doch an diesem Tag war es umso wärmer. Ich kann mich nur dunkel daran erinnern. Mein Vater war sehr nervös. Jiang wollte mit einem Jungen aus der Stadt Ascalon zur Aschfurt-Abtei gehen. Er war schon halb aus dem Haus als mein Vater ihn wieder reinzerrte. Er war damals gerade 10, vielleicht 11. Wer hätte gedacht das er eines Tages eine der mächtigsten Personen Canthas werden würde? Er wusste damals wahrscheinlich nicht mal das es einen Ort außerhalb Ascalons gab. Natürlich wussten wir alle von den Charr die im Norden lebten. Mein Vater hat immer nach Jiang und Zhang geschrien als diese wieder in der Nähe des Nordwalls herumgewandert sind. Er sagte immer wir hätten schon genug Probleme wegen unserer Herkunft.

Meine Mutter stammte aus Cantha. Einer ihrer Vorfahren war einst der Anführer des Xun Clans, einer der Clans die unter dem ersten canthanischen Kaiser, Kaineng-tah, vereint wurden. Über meinen Vater weiß ich nicht viel. Man sagt er wäre eines Tages vor Löwenstein an Land geschwommen worden. Leblos und mit Wunden übersäht. Ascalonische Botschafter hätten ihn mit nach Ascalon genommen, sagt man jedenfalls. Was daran wahr ist kann ich nicht sagen. Ich kenne meinen Vater nur als Ascalonischen Krieger der, abgesehen vom Schreien, kaum redete.

Malachy Xun. Mein Vater war ein Meister im Umgang mit der Sense, sagt man. Er war der stärkste General der Ascalonischen Armee. Jedoch war er unbeliebt aufgrund seiner stillen, ausführenden Art. Dennoch erzählt man sich in Ascalon noch heute Geschichten über ihn. Man hört aber mehr über Prinz Rurik von Ascalon und sein Opfer für die Flüchtlinge. Sein Tod hat ihn wahrlich zum Helden, ja sogar zu einer Legende gemacht. Sein Tod hat ihn unsterblich gemacht.

Dennoch war es nicht sein Verdienst das soviele es lebend aus Ascalon, über die Zittergipfel, nach Kryta geschafft haben. Er hat uns lediglich ein wenig Zeit verschafft, mehr aber auch nicht. Die beiden Männer die uns wirklich gerettet und geführt hatten, waren General Payton und General Zerato.

Ich kann mich erinnern wie es damals begann. Ich war erst 5 damals aber ich erinnere mich so klar daran wie an nichts anderes. Ich schaute aus dem Fenster und ich sah dunkle Wolken aus dem Norden kommen. Genau in dem Moment in dem ich sie sah stürmte eben einer dieser beiden Generäle: Raven Payton bei uns zur Tür herein. Er redete kurz mit meinem Vater, kurz darauf verließen beide das Haus. Meine Mutter begann zu weinen, doch nach wenigen Minuten hatte sie sich wieder unter Kontrolle. Sie rief alle zusammen: Jiang, Zhang, Megami und mich. Ich erinnere mich noch an ihre Worte:

"Hört mal, euer Vater muss dringend zu unserem König. Es gibt wichtiges zu besprechen... Passt auf ihr müsst mir jetzt gut zuhören."

Sie ermahnte uns ihr genau zuzuhören. Jiang und Zhang hörten mal wieder nicht zu aber ich hab heute noch jedes einzelne Wort im Kopf:

"Ein junger Mann wird gleich hierher kommen, sein Name ist Mhenlo. Er wird euch zum Gerichtsgebäude in Grendich bringen. Ich muss noch etwas erledigen, wartet bis ich da bin... oder bis General Payton da ist."

Mhenlo war damals noch recht jung. Er war schon damals sehr freunlich zu uns und erzählte dauernd davon wie er die Welt bereisen möchte. Als wir am Gerichtsgebäude ankamen war General Payton bereits dort zusammen mit geschätzen 300 weiteren Menschen. Ich sah meine Mutter und sogar Prinz Rurik. Doch mein Vater war nirgends zu sehen. Meine Mutter sagte uns das wir Ascalon für eine Zeit verlassen müssen und unser Vater noch da bleiben müsse. Als schließlich General Noyne Zerato eintraf mit weiteren 50 Menschen, brachen wir auf und ich wusste nicht wohin.

Es war eine beschwerliche Reise. Die Hitze machte uns und den Pferden zu schaffen. Dazu kam das wir um die 500 Leute waren die mittlerweile aus Ascalon fliehen wollten. Doch es wurde, dank den Zittergipfeln denen wir uns nun näherten, immer kühler. Es ging nur langsam voran doch wir trafen gegen frühen Abend bei einem Ort der als "Jakbiegung" bekannt ist ein. Von dem höhergeliegenen Ort hatte man einen wunderschönen Blick auf das Königreich Ascalon und dem Großen Nordwall.

Wir verbrachten die Nacht dort. Diese Nacht sollte unser aller Leben für immer verändern. Einige erfroren da wir nicht genug Quartiere für die Nacht hatten und die Bewohner nicht auf soviele Leute vorbereitet waren. Man bedenke die Jakbiegung ist sonst ein Ort an dem einzelne Reisende die Nacht verbringen. Doch neben der Kälte gab es noch etwas anderes was den Menschen Angst machte. Es war das Feuer das vom Himmel über Ascalon regnete. General Payton und General Zerato redeten die ganze Nacht darüber wie es weitergehen sollte mit Ascalon, unserer Flucht und den Charr.

Am nächsten Morgen wurde mir bewusst das Ascalon zerstört war und ich meinen Vater nie wieder sehen würde genau wie meine Mutter welche die letzte Nacht nicht überstanden hatte. Wie viele andere ohne Zelte erfror auch sie. Da waren wir also. Vier Kinder, keines älter als 10, in einer Gruppe Flüchtlinge unter Prinz Rurik und den beiden Ascalonischen Generälen Raven Payton und Noyne Zerato.

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Anmerkungen:

Ich habe diese Geschichte, jetzt einfach mal aus Langeweile verfasst. Ich würde mich über Kommentare freuen. Lohnt es sich diese Geschichte fortzusetzen?