Seite 1 von 2 [1]2 Letzte »
Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 30
Autor Thema
  1. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    Hinter feindlichen Linien (Missionstagebuch)

    #1
    Hallo,

    ich hatte schon längere Zeit vor den Luxon-Titel zu maximieren. Was mich bislang aber immer dran gehindert hat, war die Tatsache, dass meine Allianz sich den Kurzick angeschlossen hat und ein Fraktionswechsel ausgeschlossen war. Jetzt habe ich mich endlich durchgerungen die Gilde zeitweise zu verlassen um in einer Luxon-Allianz endlich dieses Ziel zu erreichen.
    Doch das Verlassen der Gilde, in der ich seit meinen Anfängen in GW bin, fällt mir nicht leicht, so hab ich mich dazu entschlossen während meines "Ausflugs" ins Jademeer eine Art Missions-Tagebuch basierend auf einen Missionsbefehl von oberster Stelle der Kurzickführung zu schreiben. Kritik, Beifall, etc. sind gern gesehen, aber nicht nötig. Ich schreibe das ganze nur zum Spaß.
    Das Tagebuch befindet sich zwar auf unserer Gilden-HP, aber ich werde die Texte einfach mal auch hier einfügen und im Erstellungsbeitrag verlinken.

    Viel Vergnügen

    _______________
    Geändert von Eraya Kun (31.05.2009 um 23:37 Uhr) Grund: Aktualisierung

  2. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    Hinter feindlichen Linien

    #2
    Hinter feindlichen Linien



    Etwas regte sich im Jademeer, das konnte man spüren. Doch so früh war mir noch nicht klar was es war und welche weitreichenden Auswirkungen es noch haben sollte. Unsere Späher berichteten von ungewöhnlich vielen Patrouillen, die sich seit einiger Zeit im Grenzgebiet aufhielten. Dazu noch vermehrte Transporte, die ins Luxon-Herzland zogen sowie mit jedem weiteren Tag weniger und weniger Überfälle auf unsere Stellungen. Dies wäre zwar an und für sich eine gute Sache, doch das sah ihnen nicht ähnlich. Für gewöhnlich waren die Luxon darin recht verlässlich, man hätte die Zeitmesser nach ihren Angriffen auf den Echowald stellen können. Irgendetwas beanspruchte einen Großteil ihrer Aufmerksamkeit und damit auch unsere...
    _________________________________



    „Bedingt durch die neuesten Berichte unserer Späher bekommen Sie, Eraya Kun, den Missionsbefehl zur Infiltrierung und Beobachtung der Luxon-Aktivitäten im tiefsten Jademeer. Ihr Ziel ist es sich in die Reihen der Luxon-Befehlshaber einzuschleusen, Informationen über ihre Pläne zu sammeln und diese gegebenenfalls zu vereiteln. Weitere Missionsbefehle hierzu folgen mit dem Fortschreiten der Mission. Die Mission hat absolute Priorität, unternehmen Sie alles in Ihrer Macht stehende um ihr Vertrauen zu gewinnen. Behalten Sie Stillschweigen über die Mission und weihen Sie niemanden, dem Sie nicht ihr Leben anvertrauen würden, in dieses Unterfangen ein, sonst könnte es Ihr letztes sein."

  3. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    1. Tag, Alte Zeiten

    #3
    1. Tag, Alte Zeiten

    Warum musste dieser Missionsbefehl gerade jetzt kommen? Ich hatte eigentlich vor mich in kürze zur Ruhe zu setzen und dem ewigen Konflikt zwischen Luxon und Kurzick den Rücken zu zukehren. Doch das kann man sich leider nicht immer aussuchen.

    Cavalon, das cyan-blaue Herz des Luxongebiets. Ich kann mich noch gut an die in Jade eingeschlossenen Meeresungeheuer erinnern, die jeden Besucher dieser Stadt mit ihren unheimlichen Blicken begrüßen. Ein durchaus angsteinflößender Anblick für jeden, der zum ersten Mal durch die Tore Cavalons tritt. Auch wenn ich schon oft im Jademeer war, kann ich mich noch immer nicht an dieses Bild gewöhnen. Jade wohin man blickt, Hütten auf Schildkröten und ständig der Geruch von Fisch in der Nase. Oh, welch eine Wohltat der Echowald dagegen doch ist.

    Die letzte Mission, die mich dorthin führte, liegt schon eine Weile zurück. Es hat sich sicher das eine oder andere geändert. Ha! Eines hat sich sicher nicht geändert, mein Informant, der mir immer eine große Hilfe gewesen ist, war noch nie sonderlich daran interessiert sich an Veränderungen anzupassen. Er schaffte es trotzdem immer wieder spurlos zu verschwinden wenn die Situation es erforderte. Um nicht aufzufallen war er damals Berater eines eher unwichtigen Offiziers und konnte mir so viele nützliche Informationen beschaffen ohne selbst in Verdacht zu geraten.
    Hoffen wir mal, dass er sein angeborenes Talent nicht verlernt hat und dass er mir helfen kann die Führungsgilde Cavalons zu infiltrieren.

  4. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    2. Tag, Erste Schritte

    #4
    2. Tag, Erste Schritte

    Die Kontaktaufnahme mit meinem Informanten hat sich als ziemlich einfach herausgestellt. Anscheinend wurde er bereits vor mir dieser Mission zugeteilt, so dass er bereits dafür sorgen konnte mir eine Position in einer eher unbedeutenderen Allianz zu beschaffen. Nun, es ist nicht gerade eine Position in Cavalon, aber es hat niemand behauptet, die Mission würde leicht werden.

    Mein Informant, er nennt sich seit neuestem „Die Klaue“, war in den Jahren seit unserem letzten Treffen dazu gezwungen seinen Aufenthaltsort zu wechseln sowie einen neuen Namen anzunehmen. Sieht ganz so aus, als ob er es noch immer nicht verlernt hätte...

    Um die Mission nicht zu gefährden, gab er mich als einen Reisenden aus, der durch die Kontinente zieht und auch das eine oder andere Mal im Echowald gewesen ist. Ich solle nützliche Informationen haben, hat er gesagt... wenn er wüsste wie recht er damit hat. Aber verraten werde ich die sicher nicht, mal schauen ob ich die Luxon mit ein paar Lügenmärchen um den Finger wickeln kann. Mit Sicherheit erhoffen sie sich dadurch eine Verbesserung ihres Status innerhalb der Luxon-Führung, wenn ich es schaffe ihnen den einen oder anderen Bären aufzubinden.
    Klaue wird mir noch zur Seite stehen, sobald er etwas wichtiges erledigt hat. Was es ist, konnte er mir nicht mitteilen, aber seiner Beschreibung nach würde es unsere Mission deutlich vereinfachen.

  5. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    3. Tag, Espenwald-Tor

    #5
    3. Tag, Espenwald-Tor

    Das Espenwald-Tor, einer der gut bewachten Übergänge von Echowald zu Jademeer. Zwei gigantische Tore, die nur jenen Durchlass gewähren, die es schaffen die strengen Kontrollen der Kurzick-Wachposten zu passieren. Gewiss gibt es ein Stück landeinwärts in Richtung Jademeer eine ähnliche Kontrolle durch entsprechende Luxon-Beauftragte. Mit Hilfe der Dokumente, die mir Klaue geschickt hat, sollte es jedoch ein leichtes werden diese zu passieren.

    Das Gebiet um das Espenwald-Tor ist beispielhaft für die Unterschiede der Landschaften beider Fraktionen. Auf der einen Seite die riesigen Bäume des versteinerten Waldes in ihrer majestätischen Erscheinung, auf der anderen Seite bereits die erstarrten Wellenkämme des Jademeeres.
    Ich muss gestehen, dass mir durchaus beides zusagt. Vor allem diese Übergangsregion hat ein Flair, das einen in den Bann ziehen kann.

    Da bin ich nun also, angekommen an der Grenze zum Hoheitsgebiet der Luxon. Mögen die Spiele beginnen.

  6. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    4. Tag, Qinkai

    #6
    4. Tag, Qinkai

    Ich hatte es mir... größer vorgestellt, zumindest ein wenig. Die Allianz, in der mir Klaue eine Position verschafft hat, scheint ihren Hauptsitz in einem kleinen Dorf am Fuße des Berges Qinkai zu haben. Ein recht idyllisches Örtchen in der Nähe des Espenwald-Tors.

    Da ich in der Nacht angekommen bin, hatte ich bisher noch keinen Kontakt mit den Bewohnern des Dorfes. Naja, abgesehen von der kleinen Aria. Das Mädchen spielte am angrenzenden See und schien sich nicht von der Dunkelheit stören zu lassen. Sie ist ziemlich mitteilsam und wollte nicht aufhören sich mit mir zu unterhalten. Hauptsächlich über ihre Tagesabläufe, ihre Spielsachen und ihren anstehenden Geburtstag. Was mich aber am meisten interessierte war das was sie mir über die Umgebung und den Berg zu erzählen hatte. Weiter nördlich soll es einen weiteren See mitsamt Wasserfall geben, in dem sie an warmen Tagen gerne baden geht. In der Nähe des Strandes auf dem erstarrten Jademeer befände sich ein Luxon-Außenposten, in dem sich oft raue Gesellen herumtreiben. Und oben im Berg soll es noch eine große Höhle geben in der doch tatsächlich Yetis hausen sollen. Sie behauptet bereits dort drinnen gewesen zu sein, aber ich ich glaube nicht, dass sich ein so kleines Mädchen in die Nähe dieser Geschöpfe traut.

    Für die Nacht habe ich mir eine Unterkunft in einem etwas heruntergekommenen Gasthaus genommen, aber auf die Dauer werde ich den Gestank hier nicht aushalten können.

  7. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    5. Tag, Schwarzbär

    #7
    5. Tag, Schwarzbär

    Die erste Hürde ist geschafft. Mit Anbruch des Tages machte ich mich auf zu meinem ersten Treffen mit der Luxon-Allianz. Aria war mir dabei eine große Hilfe, sie führte mich zu ihrem Treffpunkt und gab mir den Rat ihren Anführer „Schwarzbär“ nicht auf sein fehlendes Auge anzusprechen. Darauf soll er recht empfindlich reagieren. Kein Problem, nur... woher weiß die kleine so viel?

    Beim Gespräch unter v... drei Augen mit Schwarzbär, in dem er mich nach meinen Reisen befragte und so ganz nebenbei ein größeres Interesse an meinen Erlebnissen im Echowald zu haben schien, stellte sich heraus, dass die Allianz im Rat der obersten Befehlshaber des Jademeeres immer weniger Beachtung findet. Auf meine Frage nach einem Grund meinte er nur, dass sich in Cavalon irgendetwas seltsames abspielen soll und dies die Aufmerksamkeit der übrigen Allianzen beansprucht. Aufgrund Schwarzbärs schlechter Position im Rat, wurde er jedoch nicht weiter eingeweiht. Damit steht nun zumindest eins fest: Es spielt sich tatsächlich etwas ungewöhnliches ab. Und was es auch ist, es scheint wichtig genug zu sein um dafür den Kampf gegen die Kurzick-Truppen zu vernachlässigen.

    Mit ein wenig Glück kann ich Schwarzbärs Lage vielleicht nutzen und ihn dazu zu bringen etwas mehr für mich herauszufinden. Wer ist denn schon gerne das Schlusslicht in einem so wichtigen Rat?

  8. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    6. Tag, Heldenmut

    #8
    6. Tag, Heldenmut

    Klaue ist heute im Dorf angekommen. Ich hatte vor mir den Außenposten in der Nähe vom Strand einmal näher anzusehen, doch weit kam ich nicht. Wenige Schritte vom Gasthaus entfernt sah ich Klaue und Aria in einer Unterhaltung vertieft auf dem Weg stehen. Bereits von weitem erkannte ich, dass sie auch ihm etwas über die Umgebung erzählte. Um ihre Ausführungen nicht zu unterbrechen, beschränkte ich die Begrüßung mit Klaue auf ein einfaches Nicken und lauschte weiter Arias Worten. Sie erzählte gerade von ihrem angeblichen Ausflug alleine zur Höhle der Yetis. Klaue sprach aus was ich dachte. „Ach kleines, nette Geschichte, aber das glaubt dir doch niemand. Ein Mädchen wie du umgeben von Yetis, die doppelt so groß sind wie du?“ Empört lief sie davon und Klaue grinste mich breit an. Er konnte noch nie gut mit Kindern umgehen.

    Um unser Wiedersehen gebührend zu feiern, beschlossen wir uns im Gasthaus zu betrinken. Beim Eintreten bemerkte ich Schwarzbär, der mit einigen seiner Männer um einen Tisch saß und sich ausgiebig über die Kurven der Bedienung ausließ. Wir setzten uns an einen Tisch am anderen Ende des Schankraums und noch bevor ich dazu ansetzen konnte Klaue nach seinem neuen Namen zu fragen, kam ein kleiner Junge ins Gasthaus gerannt und rief zu Schwarzbär, dass Aria zur Höhle oben am Berg aufgebrochen sei. Klaue schaute mich ganz verdutzt an, doch darauf achtete ich nicht mehr. Zusammen mit Schwarzbär und seinen Leuten stürmte ich nach draußen und dort weiter den Berg hinauf. Mit jedem Schritt sank meine Hoffnung Aria noch davon abhalten zu können die Höhle zu betreten, da rief Schwarzbär lauthals „Aria, nicht!“. Ich sah gerade noch das Ende ihres Rockes in der Höhle verschwinden und verfluchte mich innerlich zuvor nichts zu Klaues Kommentar gesagt zu haben. Stundenlang irrten wir durch weit verzweigte Gänge ohne eine Spur von ihr zu finden. Die Höhle schien mehr eine Art unterirdisches Höhlensystem zu sein. Schließlich entdeckten wir sie, zusammengekauert zwischen zwei Felsen. Als ich sie sah, hatte ich bereits ein ungutes Gefühl, welches mein nächster Blick bestätigen sollte. Sie war nicht allein, ein gutes Dutzend Yetis befand sich nicht weit von ihr, verdeckt durch einen Felsen. Wäre Aria direkt zu uns gelaufen, hätten die Yetis sie gesehen, daher deutete ich ihr, sie solle bleiben wo sie ist. Darauf zu hoffen, dass die Yetis von sich aus weiterziehen, war keine Option. Zu groß das Risiko, dass einer sie zufällig entdecken würde. Schwarzbär und seine Leute schienen mindestens genauso viel Angst zu haben wie Aria, also blieb es an mir etwas zu unternehmen. Ich fasste einen Entschluss und lief lautstark und unbewaffnet an den Yetis vorbei, in der Hoffnung sie würden mir folgen, so dass Aria in Sicherheit gebracht werden könnte. Glücklicherweise schluckten sie den Braten, doch nun hatte ich ein anderes Problem... wie soll ich an dem Haufen Yetis vorbei wieder aus der Höhle kommen? Irgendwann würden meine Beine ihren Dienst aufgeben, oder ich wäre in einer Sackgasse gelandet wenn ich die Gänge entlang gerannt wäre. Eine andere Idee musste her und in Ermangelung an Einfällen, sprang ich hinter den nächstbesten Felsen und wartete darauf, dass diese hirnlosen Riesen an mir vorbei liefen. Sichtlich erleichtert begab ich mich zurück Richtung Eingang. Doch schon nach nur wenigen Schritten wurde mein Weg durch einen Nachzügler der Yetis versperrt. Zurück konnte ich nicht, bald würden die restlichen Yetis bemerken, dass ich ihnen entwischt bin und kehrt machen. Mit entschlossenem Gebrüll sprang ich ihn an und rammte ihm meine bloße Faust ins Gesicht. Viel würde ich damit nicht ausrichten, doch es verschaffte mir genug Zeit um zwischen die massigen Beine zu hechten und meinen Weg fortzusetzen. Ich achtete nicht darauf, ob er mir folgte oder nicht, sondern rannte so schnell ich konnte wieder zurück.

    Draußen vor der Höhle traf ich auf Schwarzbär, Aria und den Rest und erfuhr, dass sie seine Tochter ist. Das erklärt woher sie ihr ganzes Wissen hat. Schwarzbär war überglücklich und bestand darauf mir für Arias Rettung jeden in seiner Macht stehenden Wunsch zu erfüllen. Eine noble Geste, doch annehmen konnte ich das nicht. Das heißt... bis auf eine Bitte: Mehr Informationen über die Geschehnisse in Cavalon.

  9. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    7. Tag, Die Klaue

    #9
    7. Tag, Die Klaue

    Nach einem deftigen Frühstück beschloss ich Schwarzbär wieder einen Besuch abzustatten und nochmal auf meine Bitte anzusprechen. Beim Betreten des Gebäudes sah ich Aria in einem Zimmer auf dem Boden hocken, mit einer Puppe in den Händen und den Blick auf mich gerichtet. Bevor ich auch nur einen Schritt machen konnte, wandte sie sich von mir ab. Sie schämte sich. Schwarzbär hatte mir auch nicht viel zu sagen, auf meine Nachfrage bezüglich der Bitte meinte er nur es brauche etwas Zeit um Kontakt mit einigen seiner alten Bekannten in und um Cavalon aufzunehmen, die ihm noch den einen oder anderen Gefallen schuldeten. Nach zwei mehr unterhaltsamen als informativen Gesprächen mit Schwarzbär und Leon, einer von Schwarzbärs Männern mit einer regen Abneigung gegen Yetis, wollte ich das Gebäude wieder verlassen. Aria war noch immer ihrem Zimmer, den Rücken zur Tür gewandt. Ich entschied mich sie etwas aufzuheitern und hockte mich an ihre Seite. Nach wenigen Worten darüber, dass es sehr viel Mut erfordert in eine Höhle voller Yeti zu schreiten, obwohl man große Angst hat, lächelte sie mich an, doch antwortete nicht.

    Am Abend hatte ich endlich die Gelegenheit Klaue auf seinen Namen anzusprechen. Nachdem er an seinem früheren Standort aufgeflogen ist, war er dazu gezwungen seinen Aufenthaltsort zu wechseln. Doch anscheinend schien er sich bei den falschen Leuten unbeliebt gemacht zu haben, so dass sein Gesicht samt Namen bald in jedem Ort bekannt war. Mit der Zeit erübrigte sich das Problem mit dem bekannten Gesicht, es war zwar weiterhin bekannt, doch lediglich unrasiert und mit kurzem Haar. Was den Namen anging, so war ihm bei der Flucht der erstbeste recht. „Die Klaue“ war nichts weiter als eine Naga-Klaue an einer Kette um den Hals des Schankwirts des nächsten Gasthauses. Einfach aber effektiv, denn niemand fragte ihn je nach seinem tatsächlichen Namen.

  10. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    8. Tag, Jadelicht

    #10
    8. Tag, Jadelicht

    Um die Zeit zu überbrücken, holte ich meinen Ausflug zum Außenposten am Strand nach. Ich dachte ich könnte von diesen „rauen Gesellen“ mehr in Erfahrung bringen. Dort angekommen staunte ich nicht schlecht beim Anblick der seltsamen Bauten. Im Gegensatz zu allen anderen die ich bisher im Jademeer bereist habe, wurde dieser Außenposten ausschließlich auf Jade errichtet. Bepflanzbaren Boden sucht man hier vergebens. Die Unterkünfte scheinen sich alle in sicherer Höhe auf den Rücken riesiger Schildkröten zu befinden. Darauf würden mich keine zehn Minotauren kriegen.

    In welches Gasthaus ich auch ging, wie gut ich meine Fragen auch verschleierte, niemand konnte mir neues über die Geschehnisse in Cavalon berichten. Mir blieb nichts anderes übrig als mich wieder auf den Rückweg zu machen. In einer Seitengasse geschah es dann: Ein helles Licht undefiniertem Ursprungs, cyan-blau, und ein markerschütternder Schrei, schmerzvoll und betäubend. Raue Hände packten mich und alles wurde schwarz.

  11. Hydra
    Userid
    82418
    Registriert seit
    10.2008
    #11
    gut geschrieben muss man sagen
    freue mich auf mehr
    _______________
    Ingame Namen:
    Nighfall Master (W) Lord of D (K)
    Antifall Master (Mö) Die Ruferrin (R)
    I Masters Twin I (A) Illusoins Master (Me)
    Todes Master (D) Master of Hooligans (P)

  12. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun
    #12
    Freut mich, dass es dir gefällt - was ich vielleicht noch vergessen habe zu erwähnen:
    Die einzelnen Beiträge überlege/schreibe ich immer ziemlich spontan innerhalb von etwa 1/2 bis 1 Stunde. Ich habe zwar von Anfang an eine grobe Richtlinie für die Story gehabt, doch mir kommen ständig neue Ideen, so dass sich eine Handlung bei mir während des Schreibens komplett ändern kann.

  13. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    10. Tag, Erwachen

    #13
    10. Tag, Erwachen

    Ein pulsierendes Licht, Schattenwesen umringen mich doch scheinen sie mir nichts anhaben zu wollen. Eine Gasse öffnet sich und etwas großes kommt auf mich zu. Ich kann es nicht erkennen, das Licht blendet mich. Dann ist da eine Stimme in meinem Kopf: „Folge deinem Weg, ich erwarte dich.“

    Ich schlug die Augen wieder auf und erkannte zunächst nicht wo ich war, schemenhafte Gestalten bewegten sich in meinem Blickfeld, alles war verschwommen. Doch die Stimmen waren mir wohl bekannt und wenig später klärte sich auch meine Sicht. Klaue, Schwarzbär und Aria waren bei mir auf dem Zimmer des Gasthauses am Berg Qinkai. Ich muss ohnmächtig gewesen sein. Nach dem was man mir erzählte, fand Leon mich während einer Proviant-Lieferung in der Seitengasse liegend und brachte mich zurück ins Dorf. Einen ganzen Tag lang war ich bewusstlos. Schwarzbär schickte Aria aus dem Zimmer und ich berichtete von dem Erlebnis in der Seitengasse. Den seltsamen Traum behielt ich noch für mich. Keiner der beiden konnte sich einen Reim auf dieses Licht und den Schrei machen. Es musste etwas mit dem Traum zu tun haben und einem Weg den ich beschreite. Soll ich selbst nach Cavalon aufbrechen oder ist damit etwas ganz anderes gemeint?

  14. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    11. Tag, Kampfbefehl

    #14
    11. Tag, Kampfbefehl

    Ohne das Wissen was in dieser Gasse geschehen ist, blieb mir nichts anderes übrig als weiter auf Schwarzbärs „Bekannten“ zu hoffen. Doch unverhofft kommt oft, und so scheint es, dass einer seiner „Bekannten“ seine Einstellung zu Schwarzbär geändert hat. Anstatt uns Informationen zukommen zu lassen, meldete dieser Schwarzbärs anscheinend alles andere als diskrete Kontaktaufnahme einer höher gestellten Instanz.

    Es ist gekommen was ich zu Beginn der Mission bereits befürchtete. Die obersten Luxon-Befehlshaber gaben Schwarzbär den Befehl zum Aufmarsch gegen die Besatzung des Fort Espenwald. Und da ich zu ihnen gehöre, bin ich dazu gezwungen mich ihnen anzuschließen.
    Uns ist bewusst, dass dieser Befehl nur dazu dient Schwarzbär davon abzuhalten weitere Fragen zu stellen, doch eine Widersetzung gegen diesen Befehl könnte schwerwiegende Folgen für ihn haben.

    Seite an Seite mit dem Feind gegen die eigentlichen Verbündeten, Freunde, Brüder. Zumindest konnte ich Schwarzbär davon überzeugen als Reisender und neutrale Person nicht in der vordersten Kampflinie mitzuwirken. Ich werde den Priestern und Heilern bei der Versorgung der Verwundeten helfen. Auf diese Weise kann ich meiner Rolle im Geschehen noch etwas Gutes abgewinnen.

  15. ehemaliger Mitarbeiter Benutzerbild von Eraya Kun
    Userid
    26428
    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Bremen
    IGN (GW1)
    Eraya Kun

    12. Tag, Fort Espenwald

    #15
    12. Tag, Fort Espenwald

    Der Tag vor dem Angriff, ein Tag der Planung und des Wartens. Aus der Gyala-Brutstätte wurden Belagerungsschildkröten zur Unterstützung angefordert. Weitere Allianzen sind auf dem Weg hierher. Schwarzbär hat sich mit seinen Offizieren zum Entwerfen einer Angriffsstrategie zurückgezogen. Die Esse des Dorfschmieds ist dauerhaft in Betrieb und es wird an drei Ambossen zugleich gearbeitet. Die Vorbereitungen sind im vollen Gange.

    Diese Festung ist vor mehr als fünfhundert Jahren von dem berühmten Kurzick-Architekten Lord Stein zu Heltzer gebaut worden. Fort Espenwald ist eine der wenigen übrig gebliebenen echten Steinbauten. Es stammt also aus der Zeit vor dem Jadewind und stand lange Zeit an einer strategischen Schlüsselstelle entlang der Grenze zwischen Kurzick und Luxon. Die Kurzick haben es geschafft, das Fort jahrhundertelang gegen Übergriffe der Luxon zu halten... das muss allerdings nicht ewig so bleiben.
    _______________
    Geändert von Eraya Kun (14.06.2009 um 18:05 Uhr) Grund: Rechtschreibung

Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:36 Uhr.
Seite 1 von 2 [1]2 Letzte »
Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 30
Gehe zu:
Nach oben

Lesezeichen

Forumregeln

  • Es ist dir nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
  • Es ist dir nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
  • Es ist dir nicht erlaubt, deine Beiträge zu bearbeiten.
  •